Stromschlag auf Lokomotive
Sonntag, 8. März 2009 |
8.3.2009, Siegen
Heutzutage fahren die Züge nur noch selten mit Kohle. Sie fahren mit Elektrizität. Mit Strom, richtig viel Strom. Da geht es um 15.000 Volt.
Aus diesem Grund klettern vernünftige Menschen auch nicht auf Züge. Denn wie man etwa hier und hier lesen kann, geht das nicht nur dann tödlich aus, wenn man eine Leitung berührt.
Es reicht völlig aus, 1,5 Meter entfernt rumzuturnen, um sich nachhaltig aus dem Genpool zu katapultieren.
Das musste leider auch ein 23-Jähriger aus Wissen (Landkreis Altenkirchen/Westerwald) im Bahnhof von Siegen erfahren. Mit drei Freunden wartete er auf einen Zug und da überkam ihn vermutlich die Langeweile oder der Übermut. Jedenfalls kletterte er auf eine abgestellte Lokomotive.
Ein Lichtbogen aus der Oberleitung sprang zu ihm über und tötete ihn sofort. Ob er zu diesem Zeitpunkt betrunken war wird eine Obduktion klären müssen.
Quellen:
SWR
Süddeutsche Zeitung
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Die 1,5m habe ich jetzt schon öfter gelesen; als Lichtbogen. Physikalisch kann ich mir diese nicht erklären; man beachte beispielsweise die Isolatoren. Ich könnte mir vorstellen, dass hier vielleicht sogar offizielle Stellen aus pädagogischen Grunden eine urban legend züchten. Das halte ich für falsch. Man kann nicht an der Realität manipulieren, nur um Einzelne zu schützen.
Ein ähnliches Phänomen gibt es bei Suiziden. Dabei haben sich fast alle Medien in seltsamer Übereinstimmung vereint, nicht mehr darüber zu berichten; fall’s einem nicht gerade ein Pharmaunternehmen gehört. Hier wird sehr selektiv die Realität verzerrt. Als mündiger Bürger habe ich ein Recht zu erfahren, wann sich in meiner Umgebung wieviele umbringen oder warum beispielsweise der Zug zu spät kommt.