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Dann kam der Zug

Samstag, 16. April 2011 | 

schleichweg 15.4.2011, Rövershagen

Wenn viele das Gleiche tun, wird es dadurch nicht automatisch richtig. Nämlich dann, wenn viele das Falsche tun.

So wie es aussieht, haben sich viele Bewohner des Örtchens Rövershagen angewöhnt, einen bestimmten Schleichweg über die Zuggleise als Abkürzung zu benutzen.

Interessant wäre, zu erfahren, ob Sie das weiterhin tun werden…

Denn am letzten Freitag nutze eine 54-jährige Frau diesen Weg und schob dabei Ihr Fahrrad.

Da es recht neblig war, konnte sie den sich nähernden Zug der Bahnstrecke Rostock- Stralsund nicht sehen. Und aus dem gleichen Grund hörte sie ihn vermutlich auch nicht.

Der Zug traf sie und sie verstarb noch auf dem illegalen Trampelpfad. Der Zugführer erlitt einen Schock.

Ob die Rövershagener daraus lernen werden?

Quellen:
Ostsee Zeitung
Einsatzbericht Feuerwehr

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Thema: April 2011 | Beitrag kommentieren

Achtung, der Zug kommt!

Montag, 20. September 2010 | 

andreaskreuz 20.9.2010, Zotzenheim

Immer wieder lese ich von Unfällen an unbeschrankten Bahnübergängen. Und schon da habe ich wenig Verständnis.

Bereits vor so einem Bahnübergang gibt es mehrere Warnungen in Form von Andreaskreuzen.

Dann steht am Bahnübergang in der Regel ein Pfosten mit Licht und Warnklingel.

Trotzdem verunglücken dort immer wieder Leute und man diskutiert dann endlos darüber, dass endlich eine Schrankenanlage aufgebaut werden soll.

Wozu? frage ich mich, wenn ich dann so einen Bericht wie heute lese…

Ein 25-jähriger Fahrer eines Lieferwagens kommt gegen 8:00 morgens am Bahnübergang der Regionalbahn an. da sich ein Zug nähert, ist die Schranke bereits geschlossen.

Hatte er es eilig? Hielt er sich für Niki Lauda? Jedenfalls entschloss er sich, um die Halbschranke herumzufahren, um noch schnell über die Schienen zu kommen.

Doch da kam sie schon, die RB 13512. Es knallte heftig und sieht man die Fotos, wurde der Wagen sogar zerrissen. Der Fahrer starb noch vor Ort.

Quellen:
Polizeibericht
SWR

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Thema: September 2010 | Beitrag kommentieren

Graffiti kann tödlich sein

Freitag, 9. Juli 2010 | 

graffi 9.7.2010, Rathenow (Brandenburg)

Es ist erst ein paar Monate her, dass so etwas passiert ist. Damals gab es zwei Fraktionen in der Meinung. Auf der einen Seite standen all jene Menschen, die in Graffiti eine dumme Schmiererei sehen und dem Opfer wenig Mitleid entgegenbringen konnten.

Auf der anderen Seite steht die Fraktion der Möchtegernkünstler, die sich wahnsinnig darüber aufregte, dass man diese Meinung hatte.

Aber was ist eigentlich passiert?

Mindestens zwei Jugendliche (15) trieben sich morgens an der Havelbrücke in Rathenow rum, um dort einen Güterzug zu beschmieren. Da kam auf einem Gleis der ICE 375 angebraust, der gerade von Berlin in die Schweiz fuhr. Mit etwa 120 km/h fuhr er in die “Künstlergruppe”. Einer der beiden war sofort tot. Der andere ist schwer verletzt worden.

Vorher hatten Kleingärtner in der Nähe die beiden noch beim Campen in der Nähe der Gleise gesehen.

Ob ich glaube, dass dieser Artikel nun einen Sprayer vorsichtiger macht?

Nein, es gibt absolut lernresistente Personengruppen!

Update:

Leider ist mittlerweile auch das zweite Opfer im Krankenhaus verstorben. So hat dieses völlig unnötige Abenteuer zwei Menschenleben gekostet und sicher noch viel mehr für immer aus der Bahn geworfen. Unter anderem soll der 12-jährige Bruder eines der Opfer Zeuge des Unfalls gewesen sein. :-(

Quellen:
Erstmeldung: Alexander G.
Welt
Spiegel

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Thema: Juli 2010 | 2 Kommentare

Graffiti-Sprayer wird beim Schmieren vom Zug erwischt

Freitag, 19. März 2010 | 

schmiererei 19.3.2010, Dormagen

Bahngleise sind keine Spielplätze und nicht umsonst ist ihr Betreten verboten. Ebenfalls verboten ist das Beschmieren von S-Bahnzügen mit Spraydosen.

Was eine asoziale Minderheit für Kunst oder Kultur hält, empfinden die meisten Menschen als Schmiererei und Sachbeschädigung.

Doch was passiert üblicherweise den verwöhnten Kids schon? Meist kriegen die nicht mal eine Strafe. Dabei kann das durchaus übel ausgehen, wie der vorliegende Fall zeigt.

Zwei dieser Kids, 19 und 17 Jahre alt, trieben sich im Bereich des Bahnhofs von Dormagen rum. Der “Große” wollte eine S-Bahn vollschmieren und der “Kleine” sollte Schmiere stehen.

Keine Ahnung, worauf der aufpassen sollte. Züge scheinen es nicht gewesen zu sein. Denn gegen 4:30 Uhr passierte ein Güterzug diese Stelle, während zeitgleich auf einem Nebengleis ein Personenzug hielt. Deshalb konnte er seinen Kumpanen nicht mehr sehen.

Als die Luft wieder rein war, suchte er den Sprayer und fand ihn auch… leblos auf den Gleisen. Offenbar ist er von einem der beiden Züge angefahren und tödlich verletzt worden. Alarmierte Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen.

Am Tatort wurden Spraydosen sichergestellt. Der Junge wurde seinen Eltern übergeben.

Quelle
Polizeibericht

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Thema: März 2010 | 8 Kommentare

Im Jagdfieber vom Zug erwischt

Montag, 1. März 2010 | 

frettchen 1.3.2010, Flörsheim

Manchmal fragt man sich beim Lesen eines Polizeiberichtes, ob der Autor ein Wortspiel vorhatte. So auf jeden Fall dieses Mal.

Das Opfer ist ein Jäger und laut Polizeibericht war er zum Zeitpunkt seines Todes auf der Jagd "nach Füchsen und Hasen".

Da kann man doch gar nicht anders als automatisch zu denken: "Tja, Fuchs und Hase hat er dann ja ‘gute Nacht’ gesagt".

Ein 44-jähriger Jäger aus Hohenstein im Taunus jagte mit zwei anderen Jägern in unmittelbarer Nähe des Flörsheimer Bahnhofs mit Frettchen. Das Tier lief in Richtung Bahnhof, das Herrchen hinterher.

Dabei näherte er sich den Bahngleisen und bemerkte nicht den sich nähernden Regionalexpress. Seine Kollegen versuchten noch, ihn durch Rufe zu warnen, doch er reagierte nicht. Und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Er wurde vom Zug erfasst, was auch der Lokführer mit einer Notbremsung nicht mehr verhindern konnte.

Auf jeden Fall seltsam wird der Polizeibericht gegen Ende:
"Für die notwendigen Rettungsmaßnahmen mussten die Gleise in beiden Richtungen für den Zugverkehr gesperrt werden."

Wurde da doch noch jemand gerettet?

Quelle:
Polizeibericht

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Thema: März 2010 | Beitrag kommentieren

Joggerin missachtet Schranke und wird vom Zug erfasst

Dienstag, 23. Februar 2010 | 

bahnschranke 22.2.2010, Millingen

Tiere rennen vor heranrasenden Autos über die Straße, weil die Evolution nicht schnell genug arbeitet und sie nicht über den Verstand verfügen, selbst die nötigen Schlüsse zu ziehen. Wer überfahren wurde, lernt eben nichts daraus.

Menschen haben es da leichter. Sie geben ihr Wissen, ihre Erfahrungen weiter. Und sie wissen auch, dass ein geschlossener Bahnübergang bedeutet, dass da gleich ein gefährlicher Zug kommt. Naja, zumindest die meisten Menschen wissen das.

Generelle Probleme mit dieser Regel haben eigentlich nur zwei Sorten von Menschen: Jugendliche und Jogger.

Die Kids leiden unter Selbstüberschätzung in Tateinheit mit Gruppenzwang. Aber was treibt einen Jogger oder eine Joggerin um die 40, der vielleicht noch durch einen Kopfhörer mit lauter Musik gehandicapped ist, dazu, an wartenden Menschen vorbei auf die abgesperrten Schienen zu laufen?

Das werden wir wohl auch im vorliegenden Fall nicht erfahren…

Eine 41-jährige Joggerin aus Rees interessierte sich nicht für die geschlossene Dreiviertel-Schranke am Bahnhof Millingen (bei Kleve). In der Dunkelheit (gegen 19:45 Uhr) joggte sie unter den Augen zweier Zeugen auf die Schienen, nicht realisierend, dass sich ein Zug mit hoher Geschwindigkeit näherte.

Und dieser Regionalexpress von Emmerich nach Wesel erwischte sie dann auch voll…

Es gibt Vermutungen, dass Sie Musik gehört hat. Aber das ist doch eigentlich nur ein Grund mehr dafür, sehr aufmerksam zu gucken und an Bahnschranken stehen zu bleiben, oder?

Die Joggerin wurde tödlich verletzt, der 44-jährige Zugführer und die Zeugen erlitten einen Schock.

Quellen:
Polizeipresse
Verschiedene Zeitungen

Update

Kommentar des Polizei-Pressesprechers Manfred Jacobi:

“Offensichtlich hat sie den herannahenden Zug nicht gehört, weil sie einen iPod mit sich führte und Kopfhörer trug.”

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Thema: Februar 2010 | 10 Kommentare

Bahn-Kletterer stirbt nach Stromschlag

Dienstag, 20. Oktober 2009 | 

oberleitung Wenn ich einen Euro bekommen würde, für jeden fall bei dem ich darüber berichte, dass jemand beim Spielen an Zügen einen tödlichen Stromschlag bekam… Naja, dann wäre ich nicht reicht, aber es würde sich langsam läppern.

Heute bekäme ich leider wieder einen Euro… Und um ehrlich zu sein, ist mir das völlig unverständlich. Es ist nicht so, dass all die bisherigen Toten aus Gegenden kamen, in denen es weder TV noch Zeitungen oder Schulen gibt. Auch kann man davon ausgehen, dass es sich bis dato nicht um amtlich festgestellte geistig zurückgebliebene handelte…

Warum also kommt ein 20-Jähriger mit einem IQ von über 60 auf den Gedanken, den Kesselwagen auf einem Hauptbahnhof zu erklettern?

Im vorliegenden Fall waren zwei Burschen im Alter von 20 und 19 Jahren auf die verhängnisvolle Idee gekommen, im Bereich des Mainzer Hauptbahnhofes einen dort abgestellten Kesselwagen zu besteigen? Der 20-Jährige aus Hanau war zuerst oben und sein Kumpel wollte ihm folgen.

Dann bekam der erste einen elektrischen Schlag verpasst, weil er vermutlich die Oberleitung berührte. Zeugen hörten einen lauten Knall und einen blauen Lichtblitz.

Am letzten Freitag verstarb der Kletterer in einer Klinik. Sein Freund blieb glücklicherweise unverletzt. Vielleich fragt ihn mal jemand, warum sie auf diese Idee kamen und was sie gegebenenfalls von diesem Irrsinn abgehalten hätte…

Quellen:
SWR
Polizeibericht

Und nochmal ein Zitat der Polizei:

Die Bundespolizei warnt: Das Besteigen von Eisenbahnfahrzeugen und das unbefugte Betreten von Bahnanlagen ist nicht nur verboten, sondern auch lebensgefährlich. Die Oberleitung der Bahn führt Starkstrom mit einer Spannung von 15.000 Volt. Wer dieser Stromleitung zu nahe kommt oder sie sogar berührt, trägt schwerste, oft auch tödliche Verletzungen davon.

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Thema: Oktober 2009 | 2 Kommentare

Mann kotzt auf Gleis und wird von Zug erwischt

Mittwoch, 30. September 2009 | 

schienen

29.9.2009, Puchheim

Ein spätes Opfer einen Wiesen-Sauftour? Gut möglich…

Volltrunken kniete ein bislang noch unbekannter Mann am Gleis 2 des S-Bahnhofs Puchheim und übergab sich dort.

Aus alkoholbedingtem Mangel an Selbstkontrolle fiel er auf die Gleise und wurde von einem vorbeifahrenden Zug erfasst.

Der Unbekannte führte leider keinerlei Identifizierungspapiere mit sich. Lediglich eine Nahverkehrskarte, abgestempelt am Münchener Hauptbahnhof verweist auf den Anfang seiner Reise.

Quellen:
Gemeldet von Michael M.
Bild
Augsburger Allgemeine
Süddeutsche

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Thema: September 2009 | Ein Kommentar

Zug enthauptet Asiaten in Klagenfurt

Mittwoch, 16. September 2009 | 

woerthersee 14.9.2009, Klagenfurt, Österreich

Vorurteile aber auch Erfahrungen führen zu Witzen über asiatische Reisegruppen, die in Pulks – mit der Kamera vor dem Gesicht – durch die Urlaubsländer fahren. Wie das Land war, sehen Sie später erst auf den Bildern.

Aber vielleicht ist da ja tatsächlich doch mehr als nur ein Körnchen Wahrheit dran?

Im Bereich der Gleise der Südbahn in Klagenfurt versuchte ein asiatisches Mitglied einer Reisegruppe Fotos zu schießen. Die Quellen sind verschiedener Ansicht darüber, ob es sich um einen Chinesen oder Japaner handelte.

Die seriöseren Quellen sprechen von einem Chinesen, der über die Absperrung auf die Gleise kletterte, um von dort das bekannte Hotel Wörthersee zu fotografieren.

Zwar hatte er wohl das Motiv im Blick, leider aber nicht den Zugverkehr. Den  Regionalzug Klagenfurt / Krumpendorf übersah er leider und konnte ihm nicht mehr ausweichen. Mit schätzungsweise Tempo 120 erfasste ihn der Zug, wobei ihm angeblich sogar der Kopf abgetrennt wurde. Die Polizei stellt in so einem Fall lakonisch "Genickbruch" als Todesursache fest.

Die anderen Mitglieder der Reisegruppe mussten tatenlos zusehen. Nicht bekannt ist, wie viele Fotos von diesem Unfall gemacht wurden.

Quellen:
Gemeldet von "kirogaly"
ORF
Express
Kleine Zeitung und andere

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Thema: September 2009 | Beitrag kommentieren

Das letzte Foto

Sonntag, 30. August 2009 | 

sonnezug

29.8.2009, Magdeburg

Was tut man nicht alles für ein gutes Foto? Wie man an folgenden Beispiel sieht, riskieren dabei manche sogar ihr Leben – und verlieren!

Ein 22-jähriger Hobbyfotograf wollte am Bahnhof Magdeburg-Buckau die Gleise in der aufgehenden Sonne fotografieren.

Gleise, die sich in der ferne verlieren, ein tolles Motiv. Und wer so was schon mal fotografiert hat weiß, dass es umso besser wirkt, je höher der Fotograf steht.

Das dachte sich wohl auch der Mann in Magdeburg und deshalb kletterte er auf einen Güterwagon. Und als er so am knipsen war, ruckte es plötzlich und der Zug setzte sich in Bewegung…

Was macht er? Hält sich reflexartig am nächsten erreichbaren Halt fest – der Oberleitung…

Laut verschiedenen Meldungen sind ihm dann 50.000 Volt durch den Körper geschossen. In ähnlichen Fällen (hier nachzulesen) ist immer von 15.000 Volt die Rede.

Wie auch immer, das kostete ihn leider das Leben. Seine beiden Freunde erlitten nach Polizeiangaben einen Schock.

Quellen:
Gemeldet von “Moon”
WELT
Tagesschau

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Thema: August 2009 | 3 Kommentare