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Auf ICE-Dach geklettert und verbrannt

Sonntag, 13. November 2011 | 

ice12.11.2011, Köln

Das Herumklettern auf Zugdächern zählt zu der den spektakulärsten Kategorien tödlichen Leichtsinns.

In nahezu allen Fällen erleiden die Kletterer einen Stromschlag. Dieser ist immer tödlich und hoffentlich so schnell wirkend, dass die Opfer das nicht mehr mitkriegen.

Wie so etwas aussieht, habe ich hier ja schon mal in einem Video präsentiert.

Immer wieder fühlen sich Leute hier bemüßigt, in den Kommentaren darauf hinzuweisen, dass die Kletterei sicher ist, so lange man nicht direkt an die Leitung kommt.

Ich würde mir wünschen, dass alle Personen die das behaupten, es mal ausprobieren. Denn der Abstand von 1,5 Metern reicht – wie Hunderte und Tausende von Toten zeigen – aus, um von einem 15.000-Volt-Lichtbogen erwischt zu werden. Wenn jeder, der das bestreitet, das mal ausprobiert… würde man in Zukunft mit der Erklärung tatsächlicher Geschehnisse leichter zu den Idioten vordringen.

Etwa gegen 7:00 Uhr am letzten Samstag hielt ein ICE im Kölner Hauptbahnhof. Ein 24-Jähriger kletterte plötzlich auf das Dach des Zuges, wozu er vermutlich die geöffnete Fahrertür nutzte.

Und dann knallte es auch schon.

Er geriet an die Oberleitung und ging sofort in Flammen auf. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Warum er das tat, ob er vielleicht betrunken war, soll nun eine Obduktion klären.

Quellen:
Erstmeldung mal wieder HF. Danke.
Kölner Express
T-Online Nachrichten

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Thema: Lesertipp, November 2011 | Beitrag kommentieren

Von der Brücke in die Stromleitung gebaumelt

Mittwoch, 31. August 2011 | 

26.8.2011, Salzburg, Österreich

Die Eichbrücke im Salzburger Stadtteil Gnigl hat ein Vordach. Sprich, guckt man von der Brücke, guckt man erst mal auf ein kleines Dach und darunter dann auf die Schienen der Bahnlinie – und auf die Oberleitung.

Diese abzusichern ist die Aufgabe des kleinen Daches. Das gelingt aber nicht immer, wie man jetzt wieder erleben konnte.

Ein 16-jähriger Bursche (Was sonst?) kam mit seinen Kumpanen vom Fußballspielen. Auf der Brücke stieg er dann über das Geländer, um sich schließlich von dem Vordach baumeln zu lassen.

Darunter stand wohl ein Zug und ich kann mir vorstellen, dass das Zugdach sein Ziel war.

Anders als so häufig, versuchten dieses mal seine Freunde, ihm zur Umkehr zu bewegen. Leider ohne Erfolg…

Er fiel vom Vordach auf das Zugdach und dabei kam er in den Stromkreis der Oberleitung.

Der junge Türke knallte auf das Dach und begann zu brennen. Bevor die Rettungskräfte an ihn rankamen, musste erst der Strom abgestellt werden. Schwer verletzt und mit zu 70% verbrannter Körperoberfläche kam er noch lebend ins Krankenhaus. Dort starb er leider am nächsten Morgen.

Kleiner, privater Hinweis für alle, die so etwas mal probieren wollen:

Bei Verbrennungen schaltet der Körper in einen Notmodus. Er "denkt", dass er sich vielleicht durch laufen aus dem Feuer retten kann. Darum werden Verbrennungsopfer – trotz furchtbarer Schmerzen – sehr häufig nicht ohnmächtig. Sie erleben den Schmerz die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein.

Ich bin mit 15 angefahren worden und wurde mit brennendem Benzin überschüttet. Ich weiß, wovon ich da schreibe!

Quellen:
Leser Chtulhu (Danke!)
ORF und andere

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Thema: August 2011, Lesertipp | Ein Kommentar

20.000 Volt durch den Laster in den Fahrer

Donnerstag, 18. August 2011 | 

feuerwehr_graz17.8.2011, Graz-Neuseiserberg, Österreich

Hochspannungsleitungen, zumindest jene, die nicht dem Zugverkehr dienen, sollten meiner Meinung nach unerreichbar hoch angebracht sein.

Wenn das aber nicht der Fall ist, dann müssen Menschen die darunter arbeiten, besondere Vorsicht walten lassen.

Immer wieder kommt es vor, dass Lasterfahrer mit hochgekippter Ladefläche oder dem Ladekran an diese Stromleitungen kommen und im schlimmsten Fall sogar starben.

In Graz arbeitete ein 21-jähriger Lastwagenfahrer mit dem Verladekran seines LKW, als dieser in die Hochspannungsleitung geriet, welche sich über das Firmengelände zieht.

Autos sind gegen Hochspannung hervorragend isoliert. Die Fahrerkabine wirkt wie ein Faradayscher Käfig. Ganz anders sieht es aus, wenn der Strom seinen Weg durch den Körper in den Boden findet. Und genau das passierte hier.

Als der junge Mann aus dem Laster stieg und den Boden berührte, erlitt er einen tödlichen Stromschlag – mit zirka 20.000 Volt.

Arbeitskollegen versuchten sofort, das Opfer wiederzubeleben und auch die gerufenen Rettungskräfte taten ihr Bestes… leider vergebens.

Der Unfall sorgte auch dafür, dass etwa 1.100 Haushalte einige Zeit ohne elektrischen Strom auskommen mussten.

Quellen:
Bild: Feuerwehr Graz
OE24

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Thema: August 2011 | Beitrag kommentieren

Nach der Disco zur Oberleitung

Dienstag, 28. Juni 2011 | 

26.6.2011, Herford

Manchmal könnte man an der Menschheit verzweifeln. Insbesondere an männlichen Jugendlichen…

Manche dumme Idee scheint geschlchtsgebunden zu sein. Dazu gehört auf jeden Fall die ganz schlechte Idee, auf einen Güterwaggon zu klettern.

Und diese Fälle werden langweilig. Sie wiederholen sich wieder und wieder, ohne dass jemand daraus lernt – so scheint es.

Ich sage immer: Die Evolution arbeitet langsam. Irgendwann wird es Igel geben, die vor dem Überqueren der Straße nach rechts und links gucken.

Doch von einer intelligenten Spezies erwarte ich, dass solche Lernvorgänge schneller ablaufen.

Lernen oder sterben…

Im vorliegenden Fall hieß es wieder mal sterben :-(

Die Fakten?

3 junge Burschen. Disco "X" in Herford. Heimweg gegen 6:00 Uhr, Abkürzung über den Güterbahnhof. 16jähriges Opfer steigt auf Kohlenwagen, kommt Oberleitung zu nahe und löst einen 15.000 Volt Lichtbogen aus. Das war’s. Tragisch aber eben schon fast langweilig…

Quellen:
Westfalen Blatt
Polizeibericht
und andere

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Thema: Juni 2011 | Beitrag kommentieren

Stromschlag bei Einbruchsversuch

Sonntag, 20. März 2011 | 

stahlkette 19.3.2011, Isernhagen

Vermutlich waren es vier britische Staatsbürger, die am Wochenende in eine Stahlfabrik einbrechen wollten. Was sie dort zu finden hofften, werden wir wohl nie erfahren.

Einer der Einbrecher, ein 17-Jähriger, hatte dabei so viel Pech, dass er den Tatort nicht lebend verließ.

Polizeilichen Ermittlungen zufolge waren die vier am hellen Samstagnachmittag in das Gelände der Stahlfirma eingedrungen und versuchten anschließend, sich den Zugang durch ein aufgebrochenes Lamellenfenster zu verschaffen.

Dabei geriet der Bursche dann wohl leider an einen Starkstromtransformator, der unter Spannung stand.

Er bekam so einen heftigen Stromschlag, dass er noch an derselben Stelle verschied.

Daraufhin beschlossen seine Kumpanen, das Unternehmen lieber abzubrechen. Als letzten Freundschaftsdienst teilten Sie Anwohnern der Gegend mit, dass Ihr Kumpel beim Einbruch gestorben ist, bevor sie in einem weißen Fahrzeug mit englischen Kenzeichen davonbrausten.

Nun sucht die Polizei den Rest des Quartetts.

Quellen:
Polizebericht

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Thema: März 2011 | Beitrag kommentieren

Lastwagen unter Strom gesetzt und verbrannt

Sonntag, 13. März 2011 | 

hochspannung 12.3.2011, Geiselhöring

Fast genau so einen Fall hatten wir hier schon einmal. Auch damals war jemand mit einer hochgeklappten Ladefläche in eine Stromleitung geraten.

Der 28-jährige Sohn eines Speditionsunternehmers sollte auf einem Feld Klärschlamm abladen. Mit seinem 40-Tonner blieb er im weichen Boden des Feldes stecken und musste freigeschleppt werden.

Als er danach weiterfahren wollte, hatte er wohl vergessen, dass die Ladefläche noch hochgeklappt war. Und an dieser Stelle wurde das Feld von einer Hochspannungsleitung überquert.

In diese ist er mit der Ladefläche hineingeraten. Überlandleitungen führen in Deutschland eine Spannung von bis zu 220.000 Volt. Diese durchdrangen nun den Laster.

Der junge Mann konnte den Wagen noch verlassen, dann hat er aber doch noch aus irgendeinem Grund das Führerhaus berührt und da erwischte ihn der Strom!

Er verbrannte auf der Stelle bis zur Unkenntlichkeit und auch das Führerhaus brannte aus.

Quellen:
Yahoo
Wochenblatt

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Thema: März 2011 | 3 Kommentare

Deutscher Student stirbt in Wien an Stromschlag

Sonntag, 19. Dezember 2010 | 

vorsichtstrom 18.12.2010, Wien

Da war man sein Leben lang fleißig, hat in der Schule immer gut aufgepasst (oder nicht?) und hat sein Abitur gemacht. Schließlich bekommt man einen Studienplatz und hat eine Zukunft vor sich…

Und all das wirft so ein Mensch auf einer Sauftour in Österreich mit einer Dummheit von sich? Das muss doch etwas mit der evolutionären Auslese zu tun haben?

Der vorliegende Fall eines 21-jährigen Studenten ist ja nicht der erste dieser Art. Und immer wieder frage ich mich, wie das funktioniert!

Solange mein Hirn noch in der Lage ist, meinen Körper einen Waggon oder Strommast hochklettern zu lassen, wird es mich auch davon abhalten. Es hat mich ja bislang davon abgehalten…

Mit 3 Freunden war der Student im Wiener Stadtteil Simmering auf einer Kneipentour, als sie am Güterbahnhof Klein-Schwechat vorbeikamen. Aus Übermut (…tut selten gut!) kletterte der Bursche auf einen Kesselwaggon. Dabei berührte er vermutlich die Oberleitung und bekam mit 15.000 Volt einen gewischt.

Naja, es hätte auch gereicht, sich der Leitung etwa einen Meter zu nähern…

Er wurde vom Waggondach aufs Gleis geschleudert und verstarb an dieser Stelle.

Ich weiß nicht, was für ein weltfernes Fach er studiert hat. Aber das war wirklich ein dummer Fehler! Mir ist nach wie vor schleierhaft, wie man mit auch nur durchschnittlicher Intelligenz so etwas machen kann. Und erst recht, wie man das als intelligenter Mensch tun kann.

Mit stellt sich auch immer wieder die Frage:

Warum stehen die sogenannten “Freunde” bei sowas untätig dabei? Sind die alle vom gleichen Schlag? Ist denen das egal? Geht es nur um Spaß (in unserer Nachmittags-Talkshow-Voyeurgesellschaft) – frei nach dem Motto: Mal gucken, was passiert und erst später nachdenken…

Quellen:
Erstmeldung: Lady Callista (Danke!)
NTV
Wienweb
Focus
Der Standard

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Thema: Dezember 2010 | 4 Kommentare

Finger weg vom Strom!

Freitag, 27. August 2010 | 

ueberlandleitungen 26.8.2010, St. Stefan (Kärnten, Österreich)

Auf dem Land ist manches anders, als es ein Stadtkind gewohnt ist.

Strom zum Beispiel erreicht das Haus oft nicht unterirdisch, um dann irgendwo als Steckdose zu enden. Vielmehr erreicht der Strom die ländlichen Regionen über lange Überlandleitungen, um dann “am Hof” an einem Mast zu enden.

Und dort muss er dann erst einmal in ein häusliches Format gebracht werden.

Dafür gibt es Fachkräfte. Die haben das gelernt. Die wissen, wie man das macht.

Wer das nicht machen sollte, ist der sparsame Bauer!

Und diese letzte Erfahrung machte nun auch ein Landwirt aus Österreich. Um die Energielieferung zu seinem Geräteschuppen wieder zu aktivieren, war er mit einer Leiter den besagten Mast hochgeklettert. Unnötig anzumerken, dass er dazu weder befugt noch ausgebildet war.

Man geht davon aus, dass er mit dem Schraubenzieher an die Leitung gekommen ist. Jedenfalls hats ihn von der Leiter gehauen und er verstarb unterhalb des Pfostens.

Quelle:
OE24
Kleine Zeitung
ORF

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Thema: August 2010 | Ein Kommentar

Verteilerkastendieb erliegt Stromschlag

Sonntag, 4. Juli 2010 | 

messgeraetewerk_zwoenitz 2.7.2010, Zwönitz (Sachsen)

manche Leute stellen sich die seltsamsten Sachen in den Garten. Ich rede hier nicht einmal unbedingt vom Gartenzwerg. Ein Bekannter von mir hatte eine (funktionstüchtige!) Verkehrsampel im Garten. Hatte er mal irgendwo ersteigert.

Ein anderer Bekannter hatte in seinem Garten ein ausgeschlachtetes Auto stehen. Als Spielzeug für seine Kinder.

Das Opfer des aktuellen Falles wollte sich einen Stromverteilerkasten in den Garten stellen. Allerdings musste er sich den erst noch besorgen. Und die passende Quelle glaubte er auch schon gefunden zu haben.

Ein 25-jähriger Mann aus Zwönitz wollte – in Begleitung von 3 Jungs zwischen 16 und 17 – in einer stillgelegten Fabrik einen Verteilerkasten klauen. Das wäre vermutlich auch gut gegangen, wenn er mit seiner Vermutung Recht gehabt hätte, dass der Kasten schon vom Stromnetz abgeklemmt war.

Hatte er aber nicht!

Bei der Demontage kam er in Kontakt mit einem stromführenden Kabel und erlitt durch die 400 Volt einen tödlichen Stromschlag.

Quellen:
Erstmeldung: Mein Leser Karsten (Danke!)
Freie Presse
RP Online

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Thema: Juli 2010 | Beitrag kommentieren

Feier endet mit Starkstromschlag

Montag, 28. Juni 2010 | 

tankwagen 26.6.2010, Remchingen-Wilferdingen

Polizei und Feuerwehr sprechen hier von einem tragischen Unglück. Und das ist es sicher auch. Aber da es hätte kinderleicht vermieden werden können, ist es auch eine unglaubliche Dummheit!

Gegen 2:00 Uhr morgens war eine feiernde Gruppe “junger Erwachsener” am Bahnhof Wilferding unterwegs. In solchen “Horden auf dem Heimweg” spielen Übermut und Angeberei eine wichtige Rolle.

Was davon den 18-jährigen Nöttinger dazu getrieben hat, die Gruppe zu verlassen und in Richtung der Gleise zu laufen, kann nur gemutmaßt werden.

Die Gruppe selbst hat sein Fehlen angeblich erst bemerkt, als er brennend auf der Oberseite eines Kesselwagens stand – von dem er kurz darauf herunterfiel. Zu diesem Zeitpunkt dürfte er schon tot gewesen sein.

So wie später ermittelt wurde, war der junge Mann einen Kesselwagen auf Gleis 3 hinaufgestiegen und oben herumspaziert. Ob er in direkten Kontakt mit der Starkstromleitung kam, ist auch in diesem Fall wieder völlig unerheblich, weil bei 15.000 Volt eine Annäherung auf 1,5 Meter ausreicht, um sich einen Stromschlag zu holen.

Seine Freunde wurden von einem Notfallmanager der Bahn betreut.

Quellen:
Mehrere meiner Leser
Pforzheimer Zeitung

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Thema: Juni 2010 | 2 Kommentare