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Abseits der Piste Lawine ausgelöst

Montag, 23. Januar 2012 | 

Quelle: Sicherheitsdirektion Vorarlberg21.1.2012, Skigebiet Golm, Österreich

Die meisten Einsätze der Skirettung erfolgen aufgrund der Risikobereitschaft, Dummheit, Selbstüberschätzung und Verständnisschwierigkeiten der Skifahrer.

Solange alle brav auf vorbereiteten Pisten fahren und dort die Regeln beachten, läuft der Betrieb störungsfrei. Sobald aber einer aus der Reihe tanzt, gibt’s massig Arbeit.

So auch wieder letztes Wochenende…

Ein 18-jähriger Skifahrer aus Baden-Württemberg meinte, er müsse ganz alleine die Pisten verlassen und sich – trotz Lawinenwarnungen – abseits der Piste 9 vergnügen. Natürlich ohne Begleitung, ohne Lawinenpiepser und ohne Sinn und Verstand!

Bei seiner kleinen Extratour löste er eine Lawine aus und ein Schneebrett von etwa 100 Metern Breite schoss ins Tal.

Der Junge wurde dabei mitgerissen und stürzte dort über die Felswand, wobei er sich das Genick brach. Daraufhin begrub ihn die Lawine noch.

Insgesamt beteiligten sich 103(!) Einsatzkräfte an der Suche und Bergung des Verunglückten. Das Gebiet war übrigens durch einen Zaun und Hinweistafeln abgesperrt.

Quellen:
Meldung: Lady Allista
ORF

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Thema: Januar 2012, Lesertipp | Beitrag kommentieren

Skifahren geht am besten im Schnee

Montag, 25. April 2011 | 

heli 24.4.2011, St. Jakob in Defereggen, Österreich

Ich sitze gerade in einem Büro mit 25,9 Grad Celsius. Draußen ist es noch deutlich wärmer. In den üblichen Skigebieten liegt zwar noch Schnee, doch nicht mehr überall.

Das ist EINER der Gründe, aus denen es abgesteckte Skipisten gibt! Doch manche lernen es nie…

Der 19-jährige Deutsche hatte die gesicherte Skipiste verlassen, um das Abenteuer abseits der “eingefahrenen Spuren” zu suchen. Was er gefunden hat, ist der Tod!

Nach der Spurenlage gehen die Experten davon aus, dass er mit recht hoher Geschwindigkeit versuchte, eine schneefreie Fläche zu überspringen.

Scheint er auch geschafft zu haben, doch dahinter landete er dann im aufgeweichten Schnee, stürzte und knallte mit dem Kopf auf Steine ohne Schnee.

Eine 16-Jährige aus seiner Skigruppe fand ihn und verständigte die Rettungskräfte. Man flog ihn in ein Krankenhaus, wo er dann verstarb.

Quellen:
ORF
Kleine Zeitung

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Thema: April 2011 | Beitrag kommentieren

Dumm, dumm, dumm

Dienstag, 14. Dezember 2010 | 

Dezember 2010

Im Moment passieren natürlich Unfälle. Viele davon aus Dummheit. Aber es sind so viele gleichartige Unfälle, dass es schon fast langweilig ist, darüber zu schreiben.

Außerdem verliere ich schon den Überblick!

Im Laufe der letzten 14 Tage habe ich 3 oder 4 Fälle von Unfällen an Bahngleisen gelesen. Vier verschiedene!

Jedesmal war entweder jemand verbotenerweise über ein Gleis gelaufen oder neben bzw. auf dem Gleis entlang spaziert. Der Zug kam, bremste und tötete…

Und dann sind da noch die Unfälle “aus ungeklärtem Grund”. Schnee, Eis, Glätte und bestimmt ein Dutzend Toter, die immerhin so ein Tempo drauf hatten, dass sie sich mehrmals überschlugen, um Bäume wickelten oder den Motor aus dem Wagen katapultierten…

Ungeklärte Umstände – HA!

Ich bin gestern auf der Autobahn gefahren. Mit einem sicheren Wagen, mit guten Winterreifen. Mit guten Scheibenwischern und genügend Wischwasser.

Es lagen etliche Zentimeter Neuschnee. Ich bin nicht geschlichen. Ich habe teilweise überholt.

Und ich wurde immer und immer wieder von der gleichen Klasse von Autos mit hoher Geschwindigkeit überholt. Schwarze Limousinen, oft Kombis… Firmenwagen… Vertreterautos.

Meine Frau arbeitet als Krankenschwester in einer Station für Schädel-Hirn-Traumata. Und ich konnte nur feststellen, dass sich gestern wieder viele Leute darum gekümmert haben, dass sie weiterhin Arbeit hat.

Leute, passt auf Euch auf. Ich will keinen Leser wegen des Winters verlieren.

Da fällt mir immer wieder ein Artikel ein, den ich vor längerer Zeit mal geschrieben habe:

http://www.riesenmoepse.de/der-winter-kam-von-hinten/

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Thema: Dezember 2010 | 3 Kommentare

Spritzfahrt endet in der Saar

Donnerstag, 9. Dezember 2010 | 

eisfluss 7.12.2010, Dillingen

Zwei junge Burschen, von 20 und 21 Jahren waren in der Nacht mit einem Auto auf einem unbefestigten Feldweg an der Saar unterwegs.

So Wege sind ja schon im Sommer nicht wirklich für schnelle Fahrten geeignet. Dieser war ungeräumt und schneeglatt.

In einer Kurve kam der Fahrer dann ins Schleudern, durchbrach eine Begrenzungsmauer und fuhr den Wagen in den Fluss.

Der 21-jährige Beifahrer konnte sich retten. Der 20-jährige Fahrer nicht. Er ertrank im – auf dem dach liegenden – Auto.

Daraufhin stiefelte der Beifahrer etwa einen Kilometer – heim zur Mutter – und alarmierte von dort die Rettungskräfte.

Doch die konnten niemanden mehr retten. Es dauerte Stunden, das Fahrzeug überhaupt zu orten und weitere Stunden, bis der Wagen geborgen war.

Im Moment wird untersucht, ob der Fahrer zu schnell war und ob das Fahrzeug nur Sommerreifen hatte. Auch eine eventuelle Trunkenheit wird untersucht.

Was indessen schon feststeht ist, dass er gar keinen Führerschein hatte.

Quellen:
Saarbrücker Zeitung
und andere

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Thema: Dezember 2010 | Beitrag kommentieren

Snowboarder erstickt im Schnee

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

sboard 2.2.2010, Oberstdorf

An irgendeiner Stelle im Hirn ist es festgelegt, wo sich die Menschen in Skifahrer und Snowboarder aufteilen.

Diese Stelle ist vermutlich auch zuständig für die Affinität bzw. das Ablehnen von Drogen und die Fähigkeit, sich an Vernunftregeln zu halten.

Verunglückte Snowboarder haben in den meisten Fällen eins gemeinsam: Unabhängig vom Alter besitzen Sie eine beinahe kindliche Unfähigkeit, auf den genehmigten Pisten zu bleiben und ihre Fähigkeiten richtig einzuschätzen.

Das landläufige Skifahrer weiß: Es gibt die einigermassen sichere Piste und abseits davon gibt es ein Gebiet, in dem möglicherweise der Tod in Form von Felsen, Schluchten und Lawinen wartet.

Der Snowboarder glaubt zu wissen: Es gibt die Pisten, für “Normalos” und Kinder und es gibt die unendlichen Weiten, für Abenteurer, die Coolen und Cptn. Kirk…

Das dachte wohl auch der 38-jährige, (natürlich) männliche Snowboarder, das einem wirklich seltenen Unglück zum Opfer fiel. Ganz alleine war er im Skigebiet der Fellhornbahn abseits der Piste unterwegs, als er aus irgendeinem Grunde stürzte.

Er fiel aber nicht einfach in den Schnee und rappelte sich wieder auf. Er fiel in einen sogenannten Tobel, einen Einschnitt in der Piste, der bis zum Rand mit lockerem Schnee gefüllt war. Und in diesem versank er – kopfüber – bis hin zu den Knöcheln.

Aus dieser misslichen Lage konnte er sich nicht mehr befreien und erstickte in den Schneemassen. So fand ihn ein anderer Skifahrer (der dort wohl auch nix zu suchen hatte) und der alarmierte die Skiwacht.

Quellen:
Gemeldet von meinem Leser M.H.
Rheinische Post
Nordbayerischer Kurier
TZ

Update:
Er war leider nicht der einzige. Innerhalb kurzer Zeit starben mehrer Wintersportler und alle in Gebieten, die eigentlich für das Befahren nicht geeignet waren. Vielleicht sollte man in diesen Gebieten anfangen, die Hunderte von Helfern einer Suche nach Lawinenopfern VORHER zum Absperren der tödlichen Strecken zu nehmen? Denn die eigene Vernunft scheint ja nicht auszureichen.

http://derstandard.at/1263706671847/Toedlicher-Leichtsinn-Zahlreiche-Tote-bei-Lawinenungluecken

Update 2:
11 Lawinentote in einer Woche – und fast immer befanden sich die Opfer außerhalb der freigegebenen Skipisten!

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