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Rennradfahrer stirbt beim Durchschlängeln

Mittwoch, 14. September 2011 | 

13.9.2011, München

Rennradfahrer glauben aus irgendeinem Grund, über der Straßenverkehrsordnung zu stehen. Viele halten sich vermutlich auch für unverwundbar.

In beidem irren Sie, wie ich hier schon mehrmals belegen konnte.

Sie müssen genau wie jeder andere Radfahrer die Fahrradwege benutzen. Sie müssen an roten Ampeln halten. Sie dürfen sich nicht zwischen stehenden oder langsam fahrenden Wagen durchschlängeln. Sie dürfen erst in 16er-Gruppen zu zweit nebeneinander fahren, und, und, und…

Leider ist diese Gruppe unserer Bevölkerung gleichzeitig so lernresistent wie viele Motorradfahrer. Und auch deshalb gilt für sie die selbe Regel: Wer nicht hören will, muss fühlen!

Im Feierabendverkehr der Münchener Marsstraße schlängelten sich ein 23-jähriger Rennradfahrer und sein Freund zwischen den Wagen durch. Den Radweg neben der Straße ignorierten sie geflissentlich – und dämlicherweise!

Im Verlaufe dieser Aktion fuhr der Radler rechts an einem sehr langsam fahrenden Mercedesgeländewagen vorbei. Doch dort blieb er hinten hängen. Daraufhin stürzte er auf die Straße, kam unter das Hinterrad des Wagens und wurde überrollt.

Alle anwesenden Zeugen schilderten den Fall genau so und wohl nicht nur aus diesem Grund, nahm die Polizei noch eine Blutprobe bei dem verstorbenen Schüler.

Quellen:
Augsburger Allgemeine
Abendzeitung München

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Thema: September 2011 | Ein Kommentar

Feldwegrennradfahrer stirbt auf Straße

Mittwoch, 16. Juni 2010 | 

rennrad 15.6.2010, Reken

Kaum ein Nicht-Rennradfahrer hat Zweifel daran, dass diese Leute eigentlich nicht in den normalen Straßenverkehr gehören.

Radrennen werden unter künstlichen Bedingungen gefahren. Da gibt es keine Straßenverkehrsordnung, keine Kreuzungen, keine Ampeln, keinen Gegenverkehr, keine Autos.

Ich darf ja auch nicht auf normalen Straßen einfach alle Regeln außer Kraft setzen, um dort für Formel 1 Rennen zu üben…

Niemand hätte etwas gegen Rennradfahrer, wenn sie nicht alle Regeln ihrem Interesse unterordnen würden. Wenn sie wie normale Radfahrer die Regeln beachten und aufmerksam am Verkehr teilnehmen würden.

Dass dieses “Hoppla hier komme ich” auch ein Merkmal der evolutionären Auslese sein kann, bewies nun wieder mal ein Rennradfahrer.

Der 45-jährige Bochumer hatte wollte von einem Feldweg auf die Landstraße 652 wechseln. Wie andere Vertreter seiner Zunft nahm er allerdings für sich eine uneingeschränkte Vorfahrt ein – gepaart mit zuversichtlicher Unverwundbarkeit.

Und so achtete er keinen Augenblick auf den kreuzenden Verkehr. Er fuhr einfach auf die Landstraße auf. Dort erwischte ihn dann auch sofort das Auto eines 33-jährigen Rekeners. Er wurde in den Straßengraben geschleudert und später von einem Hubschrauber in ein Münsteraner Klinikum geflogen.

Im Krankenhaus erlag der Sportsmann seinen schweren Verletzungen. Wie zu erwarten hatte der Autofahrer keinen Kratzer – muss jetzt allerdings mit diesem Erlebnis fertig werden.

Quellen:
Bocholter-Borkener Volksblatt
Allgemeine Zeitung

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Thema: Juni 2010 | Ein Kommentar

Das Rennrad und die STVO

Montag, 3. August 2009 | 

car_and_bike Klein-Vernich, 2.8.2009

Mit Rennradfahrern ist das so eine Sache. Obwohl ihre Fahrzeuge oft teurer sind als so mancher Gebrauchtwagen, fehlen elementare Teile, die das Ding verkehrssicher machen würden.

Aus irgendeinem seltsamen Grund werden von der Polizei hier Zustände toleriert, die jeden Schüler dazu zwingen würden, das Rad nach Hause zu schieben.

Aber auch das Fahrverhalten dieser Leute spottet zumeist jeder Beschreibung. Auf Landstraßen wird grundsätzlich fast in der Mitte gefahren, oft genug neben einem Fahrradweg. Sind mehrere unterwegs, dann fahren sie gerne auch nebeneinander und zwingen die Autofahrer, plötzlich von Tempo 100 auf 30 herunter zu bremsen.

Und – wie man jetzt mal wieder sieht – auch mit anderen Grundlagen der Straßenverkehrsordnung nehmen sie es nicht so genau. Was umso verwunderlicher ist, als sie bei einem Crash selbst einem Motorroller unterlegen sind.

Ein 43-jähriger Kölner fuhr an diesem Sonntag mit seinem Rennrad auf einem asphaltierten Feldweg. Als er dann an die Kreisstraße 11 kam, missachtete er die dort herrschende Vorfahrtsregelung und wollte die Straße überqueren.

Ein Golf ist eigentlich nicht so leicht zu übersehen. Ihm scheint das aber gelungen zu sein. Ein 20-Jähriger befuhr nämlich zu dieser Zeit die K11 in Richtung Horchheim, als ihm der Rennradfahrer volles Rohr in die Seite bretterte.

Man muss das richtig lesen. Es ist nicht so, dass der Radfahrer auf die Straße fuhr und dann vom Golf erfasst wurde. Er kam vielmehr von der Seite und rammte den Golf volles Rohr!

Dabei prallte er dann mit voller Wucht in die Windschutzscheibe des Golf und zog sich schwerste Verletzungen zu. Der Fahrer des Wagens sowie sein Beifahrer blieben völlig unverletzt.

Ein Hubschrauber flog den Radler ins Krankenhaus, wo er dann verstarb. Die Polizei konnte ihn zunächst nicht einmal identifizieren. Er hatte nämlich keine Papiere dabei. Nur ein Handy, etwas Kleingeld sowie eine Trinkflasche.

Leider geht aus den berichten auch nicht hervor, ob er einen Führerschein hatte oder überhaupt schon mal mit der Straßenverkehrsordnung in Berührung gekommen ist.

Quelle:
Kölnische Rundschau
Kölner Stadtanzeiger

Und wenn jemand rechtliche Infos zu dem Thema Rennrad, Verkehr und StVO sucht, der wird beim ADFC fündig.  [Nachlesen...]

Hier kann man dann z.B. lesen, dass Radfahrer erst ab geschlossenen Verbänden von 16 Fahrrädern zu zweit nebeneinander fahren dürfen, und dass es da keine Sonderregelungen für Rennradfahrer gibt.

Kurze Infos:
Viele kommen hierher, weil sie bei Suchmaschinen nach Infos zur Straßenverkehrsordnung für Rad- und Rennradfahrer gesucht haben.

Merkt Euch einfach folgendes:

  • Rennradfahrer müssen Fahrradwege nutzen, wenn sie vorhanden sind. Eine Ausnahme gilt, wenn die Radwege objektiv so kaputt sind, dass eine Gefahr von ihnen ausgeht.
  • 2 Rennradfahrer dürfen nicht nebeneinander fahren. Die einzige Ausnahme sind Gruppen ab 16 Fahrern und dann auch nur zu zweit nebeneinander.
  • Rennradfahrer mögen sich noch so sehr im recht fühlen… wenn sie auf der Landstraße ein Auto streift, sind sie tot oder schwer verletzt. Und als Autofahrer kann man immer von Gegenverkehr und einem hin- und herschaukelnden Radfahrer sprechen. Lass Dich nicht durch eine rechthaberische Fahrweise töten!

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