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Tot bei rot

Montag, 14. September 2009 | 

Quelle: 13dede.de 11.9.2009, Duisburg-Mündelheim

Eine der am einfachsten lernbaren Straßenverkehrsregeln lautet "Bei rot stehen bleiben!"

Kleine und kleinste Kinder verstehen das.

Wie ich aber als langjähriger Bewohner Münsters weiß, fehlt da insbesondere bei männlichen Radfahrern irgendeine Verschaltung im Hirn und es ist ein Wunder, dass nicht täglich Radfahrer sterben.

Wenn dann mal – wie im vorliegenden Fall – tatsächlich einer stirbt, so dient der nicht mal als abschreckendes Beispiel mit Lerneffekt… Auf Nachfragen würde man vermutlich sowas hören wie "Der war halt nicht schnell genug" oder "Ich bin immer vorsichtig, wenn ich das mache…".

Gegen 9:30 am 11.9,2009 Uhr überquerte ein 40-Jähriger in Duisburg die Kreuzung Uerdinger Straße/B288 in Richtung Mündelheim. Wie mehrere Zeugen ausgesagt haben sollen war seine Ampel zu diesem Zeitpunkt rot.

An einem Laster auf der einen Spur kam er noch unbeschadet vorbei, doch dahinter erwischte ihn Sekunden später ein PKW der Richtung Krefeld fuhr.

Der Radfahrer wurde durch die Luft geschleudert. Sein Rad kam erst 30 Meter weiter zum Liegen!

Schwer verletzt brachte man ihn in Krankenhaus, wo er während der Nacht verstarb.

Quellen:
Foto: http://www.13dede.de
Der Westen
Rheinische Post

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Thema: September 2009 | 2 Kommentare

Das Rennrad und die STVO

Montag, 3. August 2009 | 

car_and_bike Klein-Vernich, 2.8.2009

Mit Rennradfahrern ist das so eine Sache. Obwohl ihre Fahrzeuge oft teurer sind als so mancher Gebrauchtwagen, fehlen elementare Teile, die das Ding verkehrssicher machen würden.

Aus irgendeinem seltsamen Grund werden von der Polizei hier Zustände toleriert, die jeden Schüler dazu zwingen würden, das Rad nach Hause zu schieben.

Aber auch das Fahrverhalten dieser Leute spottet zumeist jeder Beschreibung. Auf Landstraßen wird grundsätzlich fast in der Mitte gefahren, oft genug neben einem Fahrradweg. Sind mehrere unterwegs, dann fahren sie gerne auch nebeneinander und zwingen die Autofahrer, plötzlich von Tempo 100 auf 30 herunter zu bremsen.

Und – wie man jetzt mal wieder sieht – auch mit anderen Grundlagen der Straßenverkehrsordnung nehmen sie es nicht so genau. Was umso verwunderlicher ist, als sie bei einem Crash selbst einem Motorroller unterlegen sind.

Ein 43-jähriger Kölner fuhr an diesem Sonntag mit seinem Rennrad auf einem asphaltierten Feldweg. Als er dann an die Kreisstraße 11 kam, missachtete er die dort herrschende Vorfahrtsregelung und wollte die Straße überqueren.

Ein Golf ist eigentlich nicht so leicht zu übersehen. Ihm scheint das aber gelungen zu sein. Ein 20-Jähriger befuhr nämlich zu dieser Zeit die K11 in Richtung Horchheim, als ihm der Rennradfahrer volles Rohr in die Seite bretterte.

Man muss das richtig lesen. Es ist nicht so, dass der Radfahrer auf die Straße fuhr und dann vom Golf erfasst wurde. Er kam vielmehr von der Seite und rammte den Golf volles Rohr!

Dabei prallte er dann mit voller Wucht in die Windschutzscheibe des Golf und zog sich schwerste Verletzungen zu. Der Fahrer des Wagens sowie sein Beifahrer blieben völlig unverletzt.

Ein Hubschrauber flog den Radler ins Krankenhaus, wo er dann verstarb. Die Polizei konnte ihn zunächst nicht einmal identifizieren. Er hatte nämlich keine Papiere dabei. Nur ein Handy, etwas Kleingeld sowie eine Trinkflasche.

Leider geht aus den berichten auch nicht hervor, ob er einen Führerschein hatte oder überhaupt schon mal mit der Straßenverkehrsordnung in Berührung gekommen ist.

Quelle:
Kölnische Rundschau
Kölner Stadtanzeiger

Und wenn jemand rechtliche Infos zu dem Thema Rennrad, Verkehr und StVO sucht, der wird beim ADFC fündig.  [Nachlesen...]

Hier kann man dann z.B. lesen, dass Radfahrer erst ab geschlossenen Verbänden von 16 Fahrrädern zu zweit nebeneinander fahren dürfen, und dass es da keine Sonderregelungen für Rennradfahrer gibt.

Kurze Infos:
Viele kommen hierher, weil sie bei Suchmaschinen nach Infos zur Straßenverkehrsordnung für Rad- und Rennradfahrer gesucht haben.

Merkt Euch einfach folgendes:

  • Rennradfahrer müssen Fahrradwege nutzen, wenn sie vorhanden sind. Eine Ausnahme gilt, wenn die Radwege objektiv so kaputt sind, dass eine Gefahr von ihnen ausgeht.
  • 2 Rennradfahrer dürfen nicht nebeneinander fahren. Die einzige Ausnahme sind Gruppen ab 16 Fahrern und dann auch nur zu zweit nebeneinander.
  • Rennradfahrer mögen sich noch so sehr im recht fühlen… wenn sie auf der Landstraße ein Auto streift, sind sie tot oder schwer verletzt. Und als Autofahrer kann man immer von Gegenverkehr und einem hin- und herschaukelnden Radfahrer sprechen. Lass Dich nicht durch eine rechthaberische Fahrweise töten!

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Thema: August 2009 | 7 Kommentare

Intercity überfährt Radfahrer

Donnerstag, 13. März 2008 | 

720146_train_sign Martensdorf (MVP), 12.3.2008

Wie oft habe ich schon vor Bahnschranken gestanden und noch ewig gewartet, nachdem bereits ein Zug durch war? Bestimmt tausende Male und immer kam mindestens noch ein Zug.

Und fast immer habe ich mir gedacht, besonders wenn ich mit dem Motorrad unterwegs war: "Da könntest Du doch eben schnell noch durchhuschen."

Der Unterschied zwischen mir und doof ist, dass ich das immer nur ganz kurz dachte, aber nie in die Tat umsetzte – und dass ich noch lebe!

Soviel Glück hatte der Mann im Nordvorpommernschen Martensdorf nicht. Oder er war einfach zu langsam.

Jedenfalls meinte der 52-Jährige Mann, dass er mit seinem Rad auch noch schnell durchhuschen könnte, nachdem bereits ein Regionalzug passiert hatte. Womit er nicht rechnete, war der nahende Intercity. Und der prallte dann auch – trotz Notbremsung des Zugführers – mit dem Opfer zusammen, wobei der Radfahrer sein Leben ließ.

Ich werde weiterhin an Schranken drüber nachdenken… aber dann denke ich auch einfach mal an ihn… das erleichtert das Warten dann.

Quelle:
Ostsee-Zeitung

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Thema: März 2008 | Beitrag kommentieren

Mit Musik geht alles besser?

Mittwoch, 6. Februar 2008 | 

.ambulanzDer 1. Februar reduzierte die Einwohnerzahl der schönen Kaiserstadt Aachen für immer um einen Fahrradfahrer.

In der Nähe des bekannten Elisenbrunnens schwenkte er plötzlich und ohne nach hinten zu sehen vom Fahrbahnrand zur Fahrbahnmitte.

Das waren seine ersten beiden Fehler. Zusammen mit Fehler Nummer 3 führte das ganze schließlich zu seinem Ableben. Denn auch er frönte der dummen Unsitte, im Straßenverkehr bei maximaler Lautstärke der Musik aus seinem MP3-Player zu lauschen.

Der war in diesem Fall so laut, dass er die Signale eines sich von hinten nähernden Rettungswagen im Einsatz nicht hörte und von ihm erfasst wurde.

Trotzdem ein Rettungswagen ja sofort zur Stelle war, verstarb der Musikfreund noch an der Unfallstelle.

Quelle:
Onlineausgabe der Aachener Zeitung

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