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Falsch überholt und dann aus Wagen geschleudert

Montag, 11. Mai 2009 | 

quelle: feuerwehr biberach 8. Mai 2009, Biberach

Es gibt Handlungen, die gehen einem in Fleisch und Blut über. Man muss nicht mehr darüber nachdenken, das sind Automatismen.

Bei manchen Menschen ist es das automatische Nachwürzen von Speisen, ohne auch nur einen Bissen probiert zu haben.

Bei mir ist es das Anschnallen, sobald mein Hintern einen Autositz berührt. Und ich denke, das ist mal eine gute Angewohnheit!

Absolut unverständlich ist es, wenn Menschen das nicht tun und das auch noch mit hirnrissigsten Argumenten begründen.

Letzens habe ich bei ATU sogar etwas in den Regalen gesehen, dass diese Idioten unterstützt: Ein Gurtschloss ohne Gurt, den man einstecken kann, damit einen das Auto nicht lautstark daran erinnert, dass man sich noch nicht angeschnallt hat.

Nun, beim Unfallopfer in Biberach kam die Dummheit des unangeschnallten Fahrens nicht allein. Nicht nur diese Straßenverkehrsregel legte er großzügig zu seinen Interessen aus. Auch Überholverbote waren scheinbar etwas, dass nur andere betraf.

Auf der Straße B 30 zwischen den Anschlussstellen Appendorf und Biberach-Süd hatte er zuerst eine längere Autokolonne überholt. Als auf der Strecke schließlich ein Überholverbot war, ließ er sich davon nicht weiter beeindrucken. Er fuhr auf der Gegenfahrbahn weiter.

Dann knallte er erst in den Wagen eines 71-Jährigen Mannes, der aber zum Glück unverletzt blieb. Er geriet ins Schleudern und prallte zuletzt mit dem Wagen einer 29-jährigen Frau zusammen, die dabei schwer verletzt wurde.

Da der 37-jährige Unfallverursacher in seinem Passat nicht angeschnallt war, wurde er noch aus seinem Fahrzeug geschleudert und starb an der Unfallstelle.

Quellen:
Schwäbische Zeitung
Südkurier
Stuttgarter Nachrichten

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Einem 24 Jahre jungen Mann wurde die Raserei zum Verhängnis. Am Ortausgang von Siglingen, an der L1096, kam er in einer langestreckten Linkskurve von der Fahrbahn ab.

Allem Anschein nach ist eine deutlich zu hohe Geschwindigkeit dafür verantwortlich gewesen.

Er rutschte dadurch rund 2 Meter eine Böschung herunter und wickelte sich dann mit der Dachoberseite regelrecht um einen Baum. Er dürfte sofort tot gewesen sein. Der Baum wurde komplett entwurzelt und fiel um.

Die Feuerwehr Neudenau sowie verschiedene andere Rettungskräfte mussten zuerst den Baum zerlegen, bevor sie sich an das Öffnen des Fahrzeugs mit schwerem Gerät machen konnten.

Schließlich stellte sich sogar heraus, dass es sich bei dem Unfallopfer um ein ehemaliges Mitglied der Feuerwehr Möckmühl gehandelt hat.

Quellen:
Kreisfeuerwehr Heilbronn
Polizeibericht
Heilbronner Stimme
Schwäbische Zeitung
und andere.

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