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Starkstrombadeunfall

Dienstag, 25. August 2009 | 

zugbruecke

23.8.2009, Dortmund-Lindenhorst

Ab uns zu gehe ich an einem Kanal spazieren. Im Sommer liegen da viele Leute und schwimmen auch im Kanal.

Die besonders wagemutig oder besonders Dummen – nahezu ausschließlich Jungen unter Hormonkontrollverlust – springen dort auch von Brücken, die über den Kanal hinweg führen.

Aber bislang konnte ich mir nicht vorstellen, dass jemand von einer Eisenbahnbrücke in einen Kanal springen und dabei riskieren würde, der Oberleitung im nassen Zustand nahe zu kommen. Doch bei der Arbeit an dieser Seite werde ich eigentlich täglich (negativ) überrascht…

Der nachfolgende Fall wurde mir gleich von mehreren Lesern geschickt. Ich hatte ihn aber auch schon selbst gesehen…

Unfallort:
Dortmund-Ems-Kanal, Kilometer 3,200, Bahnbrücke Hardenberg

Man kann eigentlich nur fassungslos den Pressebericht der Polizei zitieren:

Ein siebzehnjähriger Jugendlicher aus Dortmund kletterte am 23.08.2009, gegen 16:00 Uhr, auf die Eisenbahnbrücke Hardenberg, um vom höchsten Punkt der Brücke in den Kanal zu springen.

Bei der Eisenbahnbrücke über den Dortmund-Ems-Kanal (KM 3,2000) in Dortmund-Lindenhorst handelt es sich um eine Rundbogen-Metallkonstruktion. Konstruktionsbedingt wird eine 15000 Volt-Stromleitung oberhalb des Fahrdrahtes geführt.

Der Jugendliche wurde bei einem Sprung von der Brücke durch einen Lichtbogen getroffen, erhielt so einen Stromschlag und fiel leblos ins Wasser, wo er versank

Nach der Bergung durch die Feuerwehr verliefen die Reanimationsversuche des Notarztes leider erfolglos.

Das wird vermutlich wieder eine Schlaubergerdiskussion provozieren, weil ein Haufen von selbsternannten Experten nach wie vor glaubt, man müsse eine Starkstromleitung berühren, um einen Schlag zu bekommen.

Leute, das ist nicht so! Bei 15.000 Volt Starkstrom reicht es absolut aus, sich so einer Leitung etwa 1 – 1,5 Meter zu nähern. Dann springt irgendwann ein Lichtbogen über uns röstet Euch! Glaubt es oder sterbt!

Quellen:
Polizeibericht

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Nichtschwimmer ertrinken beim Angeln

Montag, 22. September 2008 | 

anglerbild21.9.2008, Hamburg-Steinwerder

Ein Freund von mir ist Allergiker. Er verträgt keine Erdnüsse. Sie würden ihn evtl. umbringen und darum meidet er sie aufmerksam.

Eine Bekannte hat eine Spinnen- und Insektenphobie. Es ist unmöglich, sie zu einem Waldspaziergang zu überreden.

Was ich damit sagen will? Ganz einfach: Es gibt Menschen, die in alltäglichen Situationen für sich eine Gefahr erkennen. Aus diesem Grunde meiden sie solche Situationen.

Diese Vorsicht ließen drei Männer in Hamburg leider nicht walten, als sie einen Angelausflug machten. Vielleicht hielten sie es für unnötig… aber nicht einer von ihnen konnte schwimmen.

OK; noch blöder wäre gewesen, wenn sie sich auch noch zum Angeln in ein Boot gesetzt hätten. Sie nahmen mit einem Kanal in Hamburg vorlieb und es hätte auch alles klappen könne. Bis zu dem Moment, als das erste Opfer, der 57-jährige Soltan J., einen Eimer Wasser aus dem Kanal ziehen wollte.

Er verlor das Gleichgewicht, fiel in den Kanal und ging sofort unter.

Ebenso heldenhaft wie dumm war auch das Verhalten des zweiten Opfers. Der 54-jährige Joso U. konnte nämlich ebensowenig schwimmen. Was ihn aber nicht davon abhielt, zur Rettung seines Freundes ins Wasser zu springen… und ebenfalls unterzugehen.

Erst der 32-jährige Sohn des ersten Opfers – ebenfalls Nichtschwimmer – zeigte die Vernunft, die ihm das Leben rettete. Er lief zu einer in der Nähe befindlichen Tankstelle und holte einen Angestellten zur Rettung.

Als sie am Wasser ankamen, trieb Joso U. leblos im Wasser, von Soltan J. fehlte jede Spur.

Rettungskräfte suchten bis in die Nacht nach dem ersten Opfer, ohne es jedoch zu finden.

Quellen:
Polizeibericht
Die Welt online

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