Grillrauch killt Schrebergärtner
Donnerstag, 3. Juni 2010 |
1.6.2010, Wolfen
Das Grillen spaltet die Welt. Für die einen ist es das ultimative Vergnügen daran, einen Garten oder einen Balkon zu haben. Für die anderen ist es ein terroristischer Angriff der Unterschichten auf den Feierabendgenuss.
Ich persönlich befinde mich da eher auf der Leidensseite, habe ich doch direkt zwei russische Nachbarn, die wohl früher zuhause hauptsächlich vor dem Haus in brennenden Ölfässern ihr Essen gebraten haben und dieses Heimatgefühl jetzt in jeder trockenen Minute nachempfinden, die das Wetter uns schenkt.
Der Schrebergärtner aus Wolfen in Sachsen-Anhalt wird jetzt keine fluggefährdenden Rauchwolken mehr produzieren können, hat er doch eine der wichtigsten Regeln des Grillens vergessen:
“Nach dem Essen bleibt der Grill draußen, bis das Feuer ganz aus ist.”
Vermutlich um sich noch an der Glut zu wärmen, nahm der 54-Jährige den Grill mit in seine Gartenlaube, in der er mit einem 63-jährigen Kumpel übernachten wollte. Dabei machte er eine (letzte) Erfahrung, die bereits Tausende im alten Rom getötet hatte, bevor das Schlafen bei offenem Fenster erfunden wurde:
Glühende Kohle setzt Kohlenmonoxid frei. Kohlenmonoxid ist giftig.
Ein Anwohner fand die bewusstlosen Männer am nächsten Nachmittag und verständigte den Rettungsdienst. Der 54-Jährige starb noch in der Gartenlaube, der andere liegt im Krankenhaus.
Quellen:
AdHocNews
MDR
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1.3.2010, Klagenfurt, Österreich 




