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Leichtsinn an der Schranke

Dienstag, 24. Mai 2011 | 

23.5.2011, Wustermark

Ich frage mich immer und immer wieder:

Was ist an roten Ampeln, an geschlossenen Schranken und Stoppschildern nicht zu verstehen? Wie "idiotensicher" soll es denn noch werden? Elektrohalsbänder, die immer losgehen, wenn man bei Rot eine Straße oder bei geschlossener Schranke einen Bahnübergang kreuzen will?

Vielleicht dienen diese einfachsten Intelligenztests aber tatsächlich als Prüfung fürs Leben…

Nicht bestanden hat ein 19-jähriger Radler, der im Havelländischen Wustermark trotz des bereits sichtbaren Zuges die Gleise überqueren wollte. Dazu fuhr er an den geschlossenen Halbschranken vorbei, wo er dann vom Güterzug überfahren wurde.

Verständlicherweise standen sowohl der Lokführer als auch die Verwandten unter Schock. Auch eine Augenzeugin musste betreut werden. Ein völlig sinnloser Tod aus Leichtsinn.

Quellen:
Welt online
Märkische Allgemeine

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Nicht. Über. Die. Gleise!

Sonntag, 8. Mai 2011 | 

6.5.2011, Delmenhorst

Niemand weiß, warum Menschen immer wieder ihr Leben riskieren, um verhältnismäßig kurze Strecken abzukürzen.

Vielleicht haben sie einfach ihre Prioritäten falsch gesetzt?

Der Mann, welcher mit einem Trainingsanzug und Badelatschen bekleidet war, konnte erst nachträglich identifiziert werden, da er zur Unfallzeit keinerlei Papiere mit sich führte.

Demnach handelt es sich um einen 51-jährigen, allein lebenden Mann.

Als am Bahnhof Heidkrug ein Zug hielt, betrat der Mann hinter dem Zug die Gleise. Vermutlich hat er das schon öfter getan, um durch diese Abkürzung die Bremer Straße schneller zu erreichen.

Nur kam dann nie der Zug von Oldenburg  nach Bremen. Dieses mal kam er aber…

Und das hatte unser Abkürzungsspezialist leider übersehen.

Der Zug erwischte ihn trotz Notbremsung und tötete ihn sofort.

Quellen:
Polizeibericht
Nordwestzeitung
Weserkurier

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Schranken ignorieren auf eigenes Risiko!

Donnerstag, 14. Oktober 2010 | 

express 12.10.2010, Frankfurt

Es gibt hier verschiedene Stufen von Todesfällen. Es gibt die Stufe “Oh nee, wie kann man nur?”. Dann ist da noch “Das ist doch ein Scherz, oder?”. Und dann gibt es die Stufe “Selbst Schuld!”. Unter diese Stufe ordne ich alle Fälle ein, die dem ähneln, was jetzt erst wieder in Frankfurt passiert ist…

Was ist passiert?

Zwei Burschen wollten in Frankfurt Berkersheim unbedingt ihre S-Bahn erreichen und nahmen eine Abkürzung… über die Gleise.

Jetzt ist jedem normalen Menschen schon klar, wie die Geschichte weitergeht, hmm?

Genau!

Die beiden sahen einen Zug kommen, den Sie für ihre (langsame) S-Bahn hielten und den sie noch erreichen wollten. Leider lagen sie da im Irrtum. Es handelte  sich nämlich um einen Regionalexpress, der sich mit ca. 120 km/h näherte und auch nicht vorhatte, im Bahnhof zu halten.

Sie ignorierten die heruntergelassenen Stationsschranken und rannten über die Gleise.

Einer der beiden erreichte noch den rettenden Bahnsteig. Das 26-jährige Opfer schaffte es leider nicht mehr – trotz einer Notbremsung des Lokführers.

Ich frage mich bei solchen Geschichten immer und immer wieder “Jungs, was glaubt ihr, wofür man diese Schranken, Schilder, Ampeln etc. dahin gesetzt hat? Aus Langeweile? Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme? Um Euch zu ärgern?”

Quellen:
Meldung meines Lesers H.F.
HR online
Frankfurter Rundschau

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Thema: Oktober 2010 | Beitrag kommentieren

Graffiti-Sprayer wird beim Schmieren vom Zug erwischt

Freitag, 19. März 2010 | 

schmiererei 19.3.2010, Dormagen

Bahngleise sind keine Spielplätze und nicht umsonst ist ihr Betreten verboten. Ebenfalls verboten ist das Beschmieren von S-Bahnzügen mit Spraydosen.

Was eine asoziale Minderheit für Kunst oder Kultur hält, empfinden die meisten Menschen als Schmiererei und Sachbeschädigung.

Doch was passiert üblicherweise den verwöhnten Kids schon? Meist kriegen die nicht mal eine Strafe. Dabei kann das durchaus übel ausgehen, wie der vorliegende Fall zeigt.

Zwei dieser Kids, 19 und 17 Jahre alt, trieben sich im Bereich des Bahnhofs von Dormagen rum. Der “Große” wollte eine S-Bahn vollschmieren und der “Kleine” sollte Schmiere stehen.

Keine Ahnung, worauf der aufpassen sollte. Züge scheinen es nicht gewesen zu sein. Denn gegen 4:30 Uhr passierte ein Güterzug diese Stelle, während zeitgleich auf einem Nebengleis ein Personenzug hielt. Deshalb konnte er seinen Kumpanen nicht mehr sehen.

Als die Luft wieder rein war, suchte er den Sprayer und fand ihn auch… leblos auf den Gleisen. Offenbar ist er von einem der beiden Züge angefahren und tödlich verletzt worden. Alarmierte Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen.

Am Tatort wurden Spraydosen sichergestellt. Der Junge wurde seinen Eltern übergeben.

Quelle
Polizeibericht

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Thema: März 2010 | 8 Kommentare

Absichtlich über geschlossene Gleise

Montag, 8. März 2010 | 

schranke 6.3.2010, Heustreu

Keiner weiß, was die 49-jährige Frau dazu gebracht hat, über einen geschlossenen Bahnübergang zu fahren. Jedenfalls tat sie es offensichtlich absichtlich und mit riesigem Leichtsinn.

Die Halbschranken waren an diesem Samstagvormittag geschlossen. Die Lichter leuchteten rot und vor der Schranke standen bereits zwei wartende Fahrzeuge.

Das alles konnte die Dame aber nicht abhalten. Sie fuhr an den wartenden Autos vorbei, umfuhr die Halbschranke und war gerade dabei, die Gleise zu überqueren… als die Regionalbahn angebraust kam.

Der Zug schleifte den Wagen noch rund 80 Meter mit, bis der VW Golf schließlich neben den Gleisen liegen blieb. Man kann davon ausgehen, dass die Fahrerin sofort tot war.

Nach etwa 400 Metern kam die Bahn zum stehen. Keiner der 8 Passagiere wurde verletzt, doch der Zugfahrer erlitt einen Schock.

Quellen:
Merkur
Fuldaer Zeitung

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Thema: März 2010 | Beitrag kommentieren

Hannoveranerin stirbt auf S-Bahn-Gleisen

Montag, 1. März 2010 | 

kopfhoerer 1.3.2010, Hannover

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht… aber selbst wenn ich auf einem Kleinstadtbahnhof Gleise ganz legal überqueren muss, dann überkommt mich ein Unbehagen, ich gucke mehrmals in alle Richtungen und gehe dann schnell hinüber.

Überhaupt nicht verstehen kann ich Leute, die an Bahnhöfen eine Abkürzung über die Gleise nehmen.

Aber noch weniger verstehe ich, wenn Sie nicht mal richtig gucken.

So wie die 31-jährige Frau aus Hannover, welche am S-Bahnhof Nordstadt über die Gleise abkürzte.

Der Fahrer der S-Bahn Linie 1 ließ sogar noch einen Warnpfiff ertönen. Doch das konnte der Frau auch nicht mehr helfen… denn zu allem Überfluss trug sie auch noch einen Kopfhörer.

Sie schaffte es nicht mehr über die Gleise, wurde von der S-Bahn erfasst und starb noch am Unfallort.

Quelle:
Polizeibericht

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Thema: März 2010 | Beitrag kommentieren

Darwinpreisträger Januar 2010

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

Im Januar war hinsichtlich des Darwinpreises nicht viel los.

Beziehungsweise… viel los war schon.

Nahezu täglich hat sich irgendein Vollpfosten totgefahren, weil er bei Glatteis und Schnee viel zu schnell und zu unvorsichtig – manchmal sogar mit Sommerreifen – gefahren ist.

Doch das wird irgendwann langweilig und ist nicht spektakulär, sondern nur Ausdruck für eine weit verbreitete Dummheit.

Und so gab es nur drei Bewerber um den deutschen Darwin Award.

  • Eine Studentin, die einen Brand auslöste, indem sie ihre Jacke auf die Herdplatte legte. [lesen]
  • Einen Typen, der unbedingt noch mit dem Fahrrad über den geschlossenen Bahnübergang musste [lesen]
  • Und den Gewinner… Einen Zuggast, der nach dem Aussteigen hinter dem Zug über die Gleis huschen wollte und dort nähere Bekanntschaft mit dem Zug in Richtung Bremen machte [lesen]

 

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Thema: Januar 2010, Preisträger | Beitrag kommentieren

Nur mal schnell über die Gleise

Mittwoch, 20. Januar 2010 | 

gleis 19.1.2010, Bahnhof Klecken

In Bahnhöfen gibt es keine Abkürzungen – Ausrufezeichen

"Wir erreichen in Kürze den Bahnhof XYZ. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts…"

Eine solche Ansage hört man in der Regel im Zug und jedem vernünftigen Menschen teilt sie folgende Fakten mit:

1. Wir sind bald da.
2. Es öffnen sich nur die rechten Türen.
3. An den linken Türen hast Du nix zu suchen.
4. Auf der linken Seite des Zuges hast Du nach dem Aussteigen nix zu suchen.
5. Steig rechts aus und gehe in die Richtung weiter!

Ist doch eigentlich nicht so schwer, oder? Warum also lesen wir immer wieder über Menschen, die mal schnell eine Abkürzung nehmen wollten und in einem Bahnhof Gleise an Stellen überqueren, an denen sie nichts zu suchen haben – vornehmlich in Todesmeldungen?

Und so passierte auch im Bahnhof Klecken das, mit dem jeder Mensch rechnen muss…

Ein 20-Jähriger aus Rhumspringe im Landkreis Göttingen kam gegen 23:00 Uhr in Klecken an, stieg aus dem Zug aus und meinte dann, er müsse mal eben hinter dem Zug die Gleise überqueren. Dieser unüberlegte Schritt war auch gleich sein letzter!

Mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h schoss nämlich auf dem Nebengleis der Eurocity aus Richtung Bremen durch den Bahnhof. Der Zugführer bemerkte den jungen Mann – der junge Mann bemerkte den Zug zu spät.

Trotz sofort eingeleiteter Vollbremsung kam der Zug erst nach 900 Metern(!) zum stehen. Da war der Bursche bereits tot.

Bitte liebe Leute, die ihr das lest: Lernt IHR wenigstens etwas daraus!

Quellen:
Harburger
Hamburger Abendblatt
Die Welt

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Thema: Januar 2010 | Beitrag kommentieren

Mann kotzt auf Gleis und wird von Zug erwischt

Mittwoch, 30. September 2009 | 

schienen

29.9.2009, Puchheim

Ein spätes Opfer einen Wiesen-Sauftour? Gut möglich…

Volltrunken kniete ein bislang noch unbekannter Mann am Gleis 2 des S-Bahnhofs Puchheim und übergab sich dort.

Aus alkoholbedingtem Mangel an Selbstkontrolle fiel er auf die Gleise und wurde von einem vorbeifahrenden Zug erfasst.

Der Unbekannte führte leider keinerlei Identifizierungspapiere mit sich. Lediglich eine Nahverkehrskarte, abgestempelt am Münchener Hauptbahnhof verweist auf den Anfang seiner Reise.

Quellen:
Gemeldet von Michael M.
Bild
Augsburger Allgemeine
Süddeutsche

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Thema: September 2009 | Ein Kommentar

Mutprobe endet vor dem Regionalexpress

Mittwoch, 27. Mai 2009 | 

gleisk

25.5.2009, Belleben (Sachsen-Anhalt)

Es gibt Mutproben in allen Abstufungen. Dem Lehrer ein Furzkissen unterzuschieben ist die unterste Stufe. Ab da wird es eigentlich dümmer und dümmer.

Ladendiebstahl kann schon richtig Ärger bringen.

Doch zu gucken, ob man vor dem ranbrausenden Zug noch über die Gleise kommt, ist eindeutig die oberste Stufe von dämlich… und – wie dieses Mal – oft eben auch tödlich.

Sieben Kids zwischen 14 und 18 aus dem Örtchen Belleben in Sachsen-Anhalt hatten mit kräftiger Alkoholunterstützung Geburtstag gefeiert und wollten gegen 23:00 Uhr Zigaretten besorgen (Zu siebt???).

Der Weg führte über einen beschrankten Bahnübergang. Auf diesem näherte sich der Regionalexpress 3619 aus Hannover in Richtung Leipzig mit Tempo 140.

Plötzlich sah der Zugführer einen Menschen im Lichtkegel und leitete eine Vollbremsung ein… zu spät.

Zu spät für eine 18-Jährige, die einem der Jungs hinterhergerannt war, obwohl der Zug schon deutlich zu sehen war…

Der tödliche Leichtsinn kostete Sie das Leben und schockiert das gesamte Dorf.

Quelle:
Mitteldeutsche Zeitung

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Thema: Mai 2009 | 2 Kommentare