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Darwinpreisträger Februar 2010

Montag, 1. März 2010 | 

Es ist selten, dass der Preisträger so knapp vor den anderen bewertet wird – und die zudem noch fast alle gleichauf liegen.

Die meisten Fälle des Februar hatten mittelbar oder unmittelbar mit der Kälte und dem Schnee zu tun. Doch gegen Ende änderte sich das. Und im wahrsten Sinne des Wortes machte das Rennen ein Mann auf der Fahrerflucht vor der Polizei

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Tödliches Ende einer Fahrerflucht

Freitag, 26. Februar 2010 | 

mazda01 Falkensee, 26.2.2010

Das was vom Fluchtwagen noch übrig ist, lässt schon erahnen, wes Geistes Kind der verunglückte Fahrer war.

Die Polizei hatte den 20-Jährigen stoppen wollen, weil sein Mazda  keine Kennzeichen hatte. Die Aufforderung zum Anhalten missachtete er allerdings und gab statt dessen lieber Gas.

Nachdem er einen entgegenkommenden Wagen leicht touchiert hatte, blieb er einen Moment lang stehen. Doch nicht für lange. Mit hohem Tempo setzte er seine Flucht fort, als sich die Polizisten dem Fahrzeug näherten.

mazda02 Nicht lange danach verlor er die Kontrolle über seinen Wagen und bretterte seitlich dermaßen gegen einen Straßenbaum, dass das Fahrzeug in der Mitte geknickt wurde. Dabei wurde der Junge im PKW eingeklemmt und starb an seinen schweren Verletzungen.

Die Platane musste gefällt werden.

Nicht nur die fehlenden Kennzeichen dürften der Grund für seine Flucht gewesen sein. Einen Führerschein hatte er auch nicht.

Quellen:
Fotos: Polizei
Polizeibericht
Die Welt

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Joggerin missachtet Schranke und wird vom Zug erfasst

Dienstag, 23. Februar 2010 | 

bahnschranke 22.2.2010, Millingen

Tiere rennen vor heranrasenden Autos über die Straße, weil die Evolution nicht schnell genug arbeitet und sie nicht über den Verstand verfügen, selbst die nötigen Schlüsse zu ziehen. Wer überfahren wurde, lernt eben nichts daraus.

Menschen haben es da leichter. Sie geben ihr Wissen, ihre Erfahrungen weiter. Und sie wissen auch, dass ein geschlossener Bahnübergang bedeutet, dass da gleich ein gefährlicher Zug kommt. Naja, zumindest die meisten Menschen wissen das.

Generelle Probleme mit dieser Regel haben eigentlich nur zwei Sorten von Menschen: Jugendliche und Jogger.

Die Kids leiden unter Selbstüberschätzung in Tateinheit mit Gruppenzwang. Aber was treibt einen Jogger oder eine Joggerin um die 40, der vielleicht noch durch einen Kopfhörer mit lauter Musik gehandicapped ist, dazu, an wartenden Menschen vorbei auf die abgesperrten Schienen zu laufen?

Das werden wir wohl auch im vorliegenden Fall nicht erfahren…

Eine 41-jährige Joggerin aus Rees interessierte sich nicht für die geschlossene Dreiviertel-Schranke am Bahnhof Millingen (bei Kleve). In der Dunkelheit (gegen 19:45 Uhr) joggte sie unter den Augen zweier Zeugen auf die Schienen, nicht realisierend, dass sich ein Zug mit hoher Geschwindigkeit näherte.

Und dieser Regionalexpress von Emmerich nach Wesel erwischte sie dann auch voll…

Es gibt Vermutungen, dass Sie Musik gehört hat. Aber das ist doch eigentlich nur ein Grund mehr dafür, sehr aufmerksam zu gucken und an Bahnschranken stehen zu bleiben, oder?

Die Joggerin wurde tödlich verletzt, der 44-jährige Zugführer und die Zeugen erlitten einen Schock.

Quellen:
Polizeipresse
Verschiedene Zeitungen

Update

Kommentar des Polizei-Pressesprechers Manfred Jacobi:

“Offensichtlich hat sie den herannahenden Zug nicht gehört, weil sie einen iPod mit sich führte und Kopfhörer trug.”

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Auf gesperrter Skipiste gegen Stahlseil gerast

Mittwoch, 10. Februar 2010 | 

pistenraupe 31.1.2010 / 10.2.2010, Hauser Kaibling, Österreich

Stellen Sie sich einfach mal vor: Es ist Nacht, so gegen 22:50 Uhr. Stockfinster. Die Skipiste ist seit 6 Stunden gesperrt und darauf weisen Skikarten, Schilder an Kassen und den Panoramatafeln hin.

Nach 17:30 werden nämlich Arbeiten durchgeführt, um die Skipisten wieder befahrbar zu machen. Darauf wiesen wiederum Schranken, Tafeln und orangenes Licht hin.

Würden Sie jetzt die Piste herab rasen? Hmm? Los, ehrlich…

Helga B. aus Lassing (45) und ihre 4 Freunde ließen sich von alldem jedenfalls nicht abhalten. Nach einem Besuch einer Skihütte wollten die fünf auf der sogenannten Brenner Abfahrt in Richtung des Tals fahren. Zu diesem Zeitpunkt war ein Arbeiter mit einem Pistengerät dabei, ein Stahlseil anzuziehen, das zum Aufrichten einer Stütze diesen sollte.

Ihre vier Kumpanen konnten gerade noch bremsen. Helga B. nicht. Sie fuhr mit hoher Geschwindigkeit ins Stahlseil, blieb daran hängen und verletzte sich schwer an Kopf und Hals.

Noch an Ort und Stelle wurde sie in ein künstliches Koma versetzt und in ein Krankenhaus gebracht. Das Krankenhaus Salzburg hat nun mitgeteilt, dass die Skifahrerin ihren Verletzungen erlegen ist.

Die fünf wussten, dass die Abfahrt verboten war. Das hatte einer von Ihnen beim späteren Verhör zugegeben.

Quellen:
Kleine Zeitung
Die Presse

Nachtrag: Wie gefährlich das war, hätten die leute auch hier lesen können:
http://www.hauser-kaibling.at/de/technik/pistenpraeparierung/

Zitat:
"Seit einigen Jahren werden am Hauser Kaibling die Pistenpräparierungen mit den sogenannten Windenpistenraupen durchgeführt. Bei diesen modernen Pistenraupen hängt die Maschine an einem bis zu 1.000 m langen Stahlseil."

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Besoffener Belgischer Snowboarder stirbt nach Unfallflucht

Dienstag, 9. Februar 2010 | 

schneegrab 6.2.2010, Feldberg

Stark betrunken hatte sich der 28-jährige Automechaniker aus Eeklo in den Schnee gewagt. Im Gegensatz zu seinen Freunden verließ er (war ja klar!) die Piste nach kurzer Zeit.

Irgendwann löste sich auch noch das Snowboard vom Fuß und flitzte davon, traf eine 13-jährige Skifahrerin und verletzte sie schwer.

Das könnte der Grund sein, dass sich der Betrunkene zu Fuß auf den Weg machte und floh.

Nachdem er vermisst wurde, setzte sich eine große Suchmannschaft in Gang und stöberte das ganze Gebiet nach dem Belgier durch. Der hatte mittlerweile eine recht große Strecke zurückgelegt und setzte mit seinem Handy irgendwann sogar einen Hilferuf mit seinem Handy ab.

Letztlich nutzte ihm das alles nicht. Zwei Tage später wurde er von einem Hubschrauber in einem abgelegenen Waldstück entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt war er aber schon tot. Über die Todesursache gibt es noch keine Meldungen.

Quellen:
Badische Zeitung
Südkurier

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Unangeschnallter Fahrer wird aus dem Auto katapultiert

Samstag, 6. Februar 2010 | 

unfall-sierning_feuerwehrfoto 5.2.2010, Sierning, Österreich

Nach einem Überholmanöver im Schnee kam ein 30-jähriger Mann in Oberösterreich mit seinem BMW (was sonst?!) vom Weg ab und geriet auf eine Böschung.

Dadurch überschlug sich das zu schnell fahrende Fahrzeug mehrmals. Doch damit nicht genug, wurde der Fahrer aus dem Wagen geschleudert.

Trotz des Wetters und seiner riskanten Fahrweise befand er die Anschnallgurte scheinbar für überflüssigen Zierrat.

Der 30-Jährige verstarb noch am Ort des Geschehens.

Quelle:
Foto Feuerwehr Sierning
OE24

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Unter selbstgemachter Lawine gestorben

Donnerstag, 4. Februar 2010 | 

lawine 3.2.2010, Schoppernau, Österreich

Pistenmarkierungen in Skigebieten zu ignorieren hat ganz offensichtlich evolutionäres Potential.

Überhaupt sind Naturgewalten ja eine der wenigen Gelegenheiten, in denen sich echte, natürliche Auslese zeigt.

Abstürze von Felsen, Lawinen… auf diesen Seiten finden sich viele lehrreiche Beispiele für die Aussage: "Es hat einen Grund, wenn irgendwo Betreten verboten steht"!

Im österreichischen Bundesland Vorarlberg, im im Skigebiet Diedamskopf bei Schoppernau, waren zwei Jugendliche Skifahrer (17 und 18 Jahre alt) und zwei weitere Begleiter unterwegs. Natürlich nicht auf einer abgesteckten Piste, sondern abseits davon.

Die beiden Burschen aus dem bayerischen Lindau haben die tödliche Lawine selbst ausgelöst, der sie dann zum Opfer fielen. Ihre beiden Begleiter sahen den Lawinenabgang und alarmierten Rettungskräfte. Doch eine Riesensuchaktion mit 160 Helfern, drei Hubschraubern und 4 Suchhunden förderte die Jungs nur noch tot zutage.

Unnötig zu sagen, dass dort derzeit die Lawinenwarnstufe 3 (von 5) gilt…

Quellen:
Rheinische Post
Südkurier

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