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Darwinpreisträger Dezember 2009

Montag, 4. Januar 2010 | 

 

Im Dezember ist viel passiert. Und noch viel mehr habe ich gar nicht erwähnt, weil es die endlose Wiederholung der Dummheit "Glatt und zu schnell".

Ein Fahrer wurde von seinem eigenen Laster überfahren.

Ein BMW-Fahrer überschätzte sich selbst

Ein junger Bursche musste sich unbedingt ein Rennen mit seinem Freund liefern. Es wurde sein letztes…

Aber derzeit – und nicht nur in diesem Monat – der absolute Wertungskönig ist der 22-Jährige, der beim Randalieren in der Berliner U-Bahn eine Scheibe raustrat und dann aus dem Fenster gerissen wurde.

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Lichtbogen setzt jungen Kletterer in Brand

Dienstag, 29. Dezember 2009 | 

lichtbogen 29.12.2009, Villingen-Schwenningen

Wäre es nicht so furchtbar, man könnte diese Todesart beim Darwinpreis als Dauerbrenner bezeichnen.

Immer und immer wieder sterben junge Männer (Frauen sind zu solchen Aktionen scheinbar nicht blöde genug) dadurch, dass Sie einer Oberleitung zu nahe kommen oder sie gar berühren.

Der Fahrdienstleiter im Bahnhof Villingen bemerkte früh am Morgen einen Lichtbogen an der Oberleitung. Kurz darauf brannte etwas auf dem Gleis. Man muss sich den Schock vorstellen, als er beim Löschen einen brennenden Menschen erkannte…

Ein 18-Jähriger war an der der Schwenninger Straße über das Brückengeländer geklettert, ausgerutscht und auf die  Oberleitung gestürzt, die seine Kleidung daraufhin durch einen Lichtbogen in Brand setzte.

Da zu diesem Zeitpunkt Schneefall herrschte, ergaben die Spuren, dass er allein unterwegs war.

Am Vormittag des Tages verstarb der junge Mann in einer Tübinger Spezialklinik an seinen schweren Verbrennungen.

Quelle:
Südkurier
Topnews

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Duell mit Gaspistole gegen Polizei

Montag, 28. Dezember 2009 | 

tankstelle 24.12.2009, Leimen bei Heidelberg

Dieser Fall erinnerte mich sofort an ein Zitat aus dem Film "Die Unbestechlichen:

"Das kann nur ein Spaghetti-Fresser sein. Kommt mit ‘nem Messer zu ‘ner Schießerei."

Denn ungefähr so dämlich war das Opfer in diesem Fall.

Am Weihnachstabend überfielen drei Burschen von 19 bzw. 20 Jahren in den frühen Morgenstunden eine Esso-Tankstelle. Nach ihrer Festnahme nannten sie ihre Finanznot als Grund für den bewaffneten Überfall.

Doch bis zu dieser Festnahme passierte eine ganze Menge. Beim Verlassen der Tankstelle wurden die drei von einer Polizeistreife überrascht und flohen zu Fuß. Das spätere Opfer wurde rund 100 Meter vom Tatort in einer Seitenstraße gestellt und zog dann eine Pistole…

…eine 9mm-Gaspistole, wie sich später herausstellte. Die Polizisten forderten ihn laut rufend zum Aufgeben auf und forderten auch, dass er seine Waffe fallen lässt. Doch der Tankstellenräuber fing an, nutzlos mit der Schreckschusspistole rumzuballern.

Daraufhin eröffneten die Polizisten, die ja nicht wissen konnten, dass er nur ein Spielzeug abschießt, das Gegenfeuer…

Zwei Kugeln trafen den 19-Jährigen, einer ins Bein und einer in den Oberkörper. Ein Notarzt konnte ihn nicht wiederbeleben.

Der 20-jährige Kumpan des Opfers wurde in einem abgestellten Fluchtwagen gestellt, der andere 19-Jährige in seiner Wohnung in Mannheim gefunden. An diesem Morgen hatten sie nur einige Hundert Euro erbeutet, aber es sieht so aus, als hätten sie das schon öfter gemacht.

Quellen:
Die Rheinlandpfalz
Heute
Focus

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U-Bahnrandalierer stirbt nach Heraustreten der Scheibe

Freitag, 18. Dezember 2009 | 

ubahn_in_berlin 18.12.2009, Berlin

Es gibt die seltsamsten Arten zu sterben.

Hier trifft man ja meist auf jene der Sorte "Das hast Du jetzt davon". Und genau dieser Satz ist wohl das Erste, was den meisten in den Kopf kommt, wenn sie vom nachfolgenden Fall hören.

Der 22-jährige "Deutsche mit Migrationshintergrund" befand sich – nach Ermittlungen der Polizei – wohl allein im Waggon der U-Bahnlinie 2, als er dort randalierte und sich schließlich sogar entschloss, eine Scheibe der U-Bahn herauszutreten…

Diese Splitter der Scheibe wurde letztlich auch neben seiner Leiche gefunden.

So wie es aussieht, war er beim Raustreten der Scheibe mit seinem Bein recht weit aus dem Fenster gekommen. Leider fuhr die U-Bahn zu diesem Zeitpunkt wohl ziemlich nah an einem Signalmast vorbei. Dieser erwischte das Bein und der Scheibentreter wurde aus dem Zug gerissen. (1998 ist das einem Hooligan nach einem Hertha-Spiel auch schon mal passiert. Er kam mit einer Beinamputation davon!).

Unser Kandidat aber wurde aus dem Zug gerissen und auf das Gleis in Gegenrichtung geschleudert. Dort wurde er dann wohl noch von einem anderen Zug überfahren, dessen Fahrer ihn dabei dann "entdeckte".

Quelle:
Tagesspiegel
Berliner Morgenpost

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Motor fliegt noch 40 Meter weiter

Donnerstag, 10. Dezember 2009 | 

vu_rosebruch_1 10.12.2009, K210, Gemarkung Rosebruch

Das, was man auf diesen beiden Fotos sehen kann, war mal ein Mercedes. So sieht dieses eigentlich sehr stabile Auto aus, wenn es mit Schmackes gegen einen Baum brettert, danach zig Meter weiter rutscht und der Motor weitere 40 Meter zurücklegt…

Aber von Anfang an…

Die Polizei geht nach der Spurenlage davon aus, dass Unternehmer aus Tewel in seinem Mercedes auf der feuchten Kreisstraße 210 deutlich zu schnell unterwegs war. In einer Rechtskurve kam er links von der Straße ab und rammte dort einen Straßenbaum.

vu_rosebruch_3 Bei diesem Zusammenstoß riss der Wagen in mehrere Teile auseinander und kam erst nach zirka 46 Metern auf dem Dach liegend zum Stehen. Einzelne andere Teile, wie eben der Motor, flogen noch 40 Meter weiter und landete auf einem angrenzenden Acker neben der Straße.

Der Fahrer hatte sich seine tödlichen Verletzungen wohl bereits beim Zusammenstoß mit dem Baum zugezogen. Er wurde im Fahrzeug eingeklemmt und konnte nur mit großen Schwierigkeiten von der Feuerwehr aus dem Wagen befreit werden.

Nachtrag

Bei dem Unfallopfer handelt es sich um den Bürgermeister von Neuenkirchen (Kreis Soltau-Fallingbostel)

Quelle und Fotos:
Polizeiinspektion Rotenburg

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Betrunken vom Hausdach gefallen

Dienstag, 8. Dezember 2009 | 

geruestambau 8.12.2009, Castrop-Rauxel

Ein böses Ende nahm eine Fete in Castrop-Rauxel. Im Anschluss an die Party meinte ein betrunkener 18-Jähriger, er müsse mal eben auf ein Hausdach klettern.

Dazu stieg er an einem Baugerüst ein zweieinhalbstöckiges Haus hoch und betrat dort das Dach. Dort rutschte er aber aus und fiel etwa 8 Meter tief auf den harten Boden der Realität.

Mit schweren Kopfverletzungen wurde er von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus von Recklinghausen geflogen, wo er rund drei Stunden später leider verstarb.

Die Kombination aus Alkohol und Baugerüsten scheint in diesem Alter gefährlich zu sein, wie ein Fall aus dem letzten Monat zeigt, der sich in Offenburg zugetragen hat.

Quelle:
Polizeibericht

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Das letzte Rennen

Montag, 7. Dezember 2009 | 

feuerwehr_raven 3.12.2009, Raven (Kreis Lüneburg)

Man kann eigentlich nicht genug betonen, wie dämlich private Autorennen sind… OK, die “richtigen Autorennen” sind in meinen Augen auch dämlich, aber das hat andere Gründe.

Der Penisvergleich mit Rädern und Motoren gibt keinerlei Auskunft darüber, wie toll jemand ist.

Doch die Teilnahme an solchen Rennen und somit die beschleunigte, natürliche Auslese, zeigt zumindest deutlich auf, welche geistigen Defizite jemand hat.

Und es kommt ja auch regelmäßig zu tödlichen Unfällen, die unterm Strich sicherlich für eine Verbesserung des menschlichen Erbgutes sorgen.

Die Bestandteile des Rezeptes sind immer gleich:

  • Junger Bursche, maximal Anfang 20
  • Für Rennen ungeeignete Fahrzeuge, gerne Golf, Prolo oder winzige Opel mit riesigen Auspuffen
  • Selbstüberschätzung
  • Winzig, winzig kleiner Fahrfehler…

In unserem Fall war es ein 20-Jähriger mit einem Golf Cabrio (ja, so ein Friseusen-Erdbeerkörbchen), der mit einem Kumpel auf der Landstraße eine private Rally veranstaltete.

Nach einem Überholmanöver bei hoher Geschwindigkeit verlor er in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Auto und er geriet in den Gegenverkehr.

Dort kam ihm leider ein richtig stabiles Auto entgegen. Eine 45 Jahre alte Frau in einem Audi A6 konnte den Zusammenstoß auch nicht mehr verhindern und so prallten beide Wagen frontal gegeneinander.

Der Golf drehte sich, fing an zu brennen und schob sich mit dem Heck an einem Straßenbaum hoch. Der Fahrer wurde eingeklemmt, war aber vermutlich zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon tot. Die Feuerwehr löschte den Wagen und konnte den Burschen mit schwerem gerät aus dem Wrack herausschneiden.

Und die Dame im Audi? Nun, die hat sich die Hand gebrochen und wurde ins Krankenhaus gefahren.

Quellen:
Polizeibericht
Hamburger Abendblatt
Foto: Feuerwehr

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Thema: Dezember 2009 | 11 Kommentare

BMW – kein Gurt – Baum – Verkehrsschild – Tot

Freitag, 4. Dezember 2009 | 

bmw 3.12.2009, L439 zwischen Altenmarkt und Jobst, Österreich

Wenn ich in der Küche arbeite und Schuhe trage, dann fallen immer nur Putzlappen und Plastikschalen runter. Laufe ich mal barfuß, dann fallen natürlich Messer…

So ähnlich gings auch dem aus Steier stammenden 44-jährigen Maurer Josef F. in seinem 5er-BMW.

Obwohl… der fuhr wahrscheinlich immer so und es war nur eine Frage der Zeit, dass die natürliche Auslese zuschlug.

Mit seinem dicken BMW war er also zwischen Altenmarkt und Jobst auf der Landstraße 439 unterwegs. Deutlich zu schnell, wie die Polizei konstatierte.

Auf einer Geraden gab Josef so richtig Gummi – mehr als seine Fähigkeiten vertrugen!

Der Wagen geriet ins Schleudern und krachte frontal gegen einen Baum. Dabei wurde der Wagen zur Seite geschleudert und überschlug sich noch. Das Fahrzeug ist kaum noch als solches zu erkennen, aber das alles reichte noch nicht…

Josef war nämlich nicht angeschnallt und wurde aus dem Auto geschleudert und dann erst kam das dicke Ende:
Er flog durch die Luft, knallte mit dem Kopf an ein Verkehrsschild und DAS sorgte dann für die tödlichen Kopfverletzungen.

Jetzt mag so mancher sagen, dass ein Gurt ihm da auch nichts genutzt hätte… Falsch, wie sich herausstellte. Er war nämlich nicht allein unterwegs. Sein 30-jähriger Nachbar saß auf dem Beifahrersitz. Er war angeschnallt und wurde nur leicht verletzt.

Nach dem Unfall stieg er aus und ging nach Hause. Erst als er am nächsten Tag vom Unfall der Fahrer hörte, meldete er sich bei der Polizei.

Quellen:
Kleinezeitung
Krone
TT
OE24

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Thema: Dezember 2009 | 5 Kommentare

Handbremse vergessen – vom Laster überrollt

Donnerstag, 3. Dezember 2009 | 

spuren 2.12.2009, bei Bad Berka/Bernau

Ein LKW-Fahrer aus Eberswalde stellte an der Landstraße zwischen Bad Berka und Troistedt seinen Sattelschlepper, der mit Stahlträgern beladen war, gegen 4:00 Uhr ab und stieg aus.

So wie es aussieht, hat er auf der abschüssigen Straße seinen Laster wohl nicht richtig gesichert. Jedenfalls geriet der 40-Tonner ins Rollen und überfuhr den davor befindlichen Fahrer.

Anschließend rollte der LKW auch noch in den Straßengraben und kippte nach rechts um…

Der Fahrer wurde so schwer verletzt, dass er noch am Ort des Unfalls starb.

Quellen:
Jenanews
Märkische Oderzeitung
Antenne Thüringen

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