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U-Bahnkletterei endet mit Tod

Montag, 2. Januar 2012 | 

ubahn1.1.2012, Berlin

Die Boulevardpresse ist natürlich schnell mit der Behauptung dabei, er hätte es wegen seines Blasendruck getan. Realistischer ist eine andernorts vermutete Mischung aus Alkohol und Übermut. Jedenfalls kostete die Kletterei einen 21-Jährigen das Leben.

Er wartete auf einem Bahnhof der Berliner U-Bahn-Linie 7 in Richtung Spandau. Aus irgendeinem Grund, so berichten Augenzeugen, kletterte er plötzlich auf die Deichsel zwischen zwei Waggons.

Ab hier widersprechen sich die Berichte. Laut Polizei fuhr die Bahn an und er fiel herunter. Wurde dann eine Strecke von der U-Bahn mitgeschleift und überfahren.

Laut Feuerwehr – die sich wiederum auch nur auf Zeugenaussagen beruft, ist er direkt ins Gleisbett gesprungen. Das halte ich, als Exilberliner, für Unsinn, weil man kaum ins Gleisbett kommt, wenn dort eine Bahn steht.

So oder so… er verstarb noch vor Ort.

Quellen:
Erstmeldungen Kerstin und Martin
Berliner Morgenpost
Welt
Berliner Kurier und andere

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Vom Aufzug bei Reparatur zerquetscht

Freitag, 23. Dezember 2011 | 

paternoster21.12.2011, Berlin

Nicht wenige Zeitgenossen haben bei der Benutzung eines Aufzugs immer ein mulmiges Gefühl. Mir geht das nicht so. Ich fühle mich da ziemlich sicher. Paternoster sind da schon eine andere Sache…

Ich weiß nicht, wer von Euch die typischen Berliner Altbaufahrstühle kennt. Die befinden sich meist in recht noblen Häusern und sind so alt wie diese Häuser. Was u.a. bedeutet, dass man sich dort bereits vor 80 Jahren nach oben fahren lassen konnte.

Natürlich sind die Dinger seitdem gründlich überarbeitet worden. Aber im Prinzip ist es immer noch dieselbe Apparatur: Ein Kasten mit Scherengittertür, der im Treppenhaus nach oben gezogen wird und von diesem aus jederzeit durch ein Gitter sichtbar ist. Sehr archaisch…

Und natürlich bin ich in so Dingern schon mehrmals stecken geblieben. Das ist nervig, dauert aber meist nicht lange.

Doch ich käme sicher nicht auf die Idee, das Ding in Bewegung zu setzen, indem ich den Oberkörper durch ein Türfenster ins Innere des stehenden Aufzugs quetsche und dann dort auf den Startknopf drücke!

Genau das hat aber ein Arzt aus Charlottenburg nun getan!

Durch eine gesprungene Scheibe schob er einen Arm sowie den Kopf nach innen und drückte wahllos auf die Knöpfe. Plötzlich ruckte der Lift los und Bernd Sch. kriegte den Körper nicht schnell genug wieder raus.

Der Fahrstuhl zerquetschte den armen Mann und so fanden ihn schließlich Hausbewohner.

Quellen:
Erstmeldung Krischan (Danke)
Stern
Welt
Berliner Morgenpost und andere

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Thema: Dezember 2011, Lesertipp | Beitrag kommentieren

Fenstersturz statt Polizeikontrolle

Samstag, 6. August 2011 | 

haus5.8.2011, Berlin

In einem Mietshaus an der Falkenberger Chaussee hatten Nachbarn aus einer Wohnung Geräusche einer Schlägerei gemeldet. Als die alarmierte Plizei ankam, wollte ein 24-Jähriger flüchten und wurde festgenommen.

Schließlich betraten die Beamten die Wohnung und fanden vier Personen vor (die vermutlich alle unschuldig pfeifend an die Decke starrten).

Außerdem fiel den Ordnungshütern noch ein speerangelweit geöffnetes Fenster auf. Und draußen, vor dem Fenster, lag eine Person.

Das Ergebnis erster Untersuchungen stellt die Sache so dar:

Als die Polizei kam, hatte ein 32-jähriger Mann erst zwei Taschen aus dem Fenster geworfen. Eine mit Bargeld, eine weitere mit Zigaretten. Anschließend kletterte er selbst auf das Fensterbrett.

Dort aber rutschte er ab und stürzte dann 6 Stockwerke tief auf den Boden, wo er an seinen Verletzungen starb.

Quellen:
Berliner Morgenpost
Stadtmorgen

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Thema: August 2011 | Beitrag kommentieren

Rollerdiebe rasen in Container

Samstag, 23. Juli 2011 | 

scooter22.7.2011, Berlin

Gegen 3:30 Uhr knallte es plötzlich auf der eigentlich beschaulichen Horstwalder Straße in Berlin Tempelhof. Die Einwohner der kleinen Häuser wurden aus dem Schlaf gerissen…

Auf der Straße stand ein Container zum Abtransport von Bauschutt. dahinter ein mobiles Klo…

Vor dem Container lag ein stark beschädigter Motorroller sowie ein – ebenfalls stark beschädigter – junger Mann.

Der 18jährige Dawid K. war mit dem Roller, bei strömendem Regen, frontal gegen den Container gerast. Zeugen sahen, wie sich ein etwa gleichaltriger mann vom Unfallort entfernte, den Helm unterm Arm.

Seinen Freund ließ er dort liegen…

Und so wie es aussieht, hatte er dazu guten Grund.

Das Nummernschild stellte sich als gestohlen heraus und vermutlich war auch der Roller Diebesgut.

Und so wie es aussieht, hatte Dawid auch keinen Helm auf…

Quellen:
BZ

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Thema: Juli 2011 | 2 Kommentare

Exboxer stirbt unter Strassenbahn

Donnerstag, 10. Februar 2011 | 

strassenbahn 8.2.2011, Berlin

Ich habe mal in der Nähe des heutigen Unfallortes gewohnt. Als ich allerdings Berlin verließ, gab es dort noch keine Straßenbahn. Die kam erst ein paar Jahre nach der “Wende” (wieder).

Da das Opfer aber aus dem Osten Berlins stammte, müsste er Straßenbahnen – und den Umgang mit Ihnen – noch kennen.

Thorsten S. (46) war früher ehemaliger Box-Vize-Jugendmeister der DDR. Er fuhr immer Fahrrad. Einen Helm fand er überflüssig und vertraute einer schwarzen Wollmütze. Der Helm hätte ihm allerdings jetzt auch nicht geholfen.

Er fuhr nämlich bei rot auf einem Fußgängerüberweg mit seinem Rad die Gleise der sich nähernden Straßenbahn.

Die erwischte ihn und verletzte ihn tödlich…

An derselben Stelle starb erst im November ein 2-jähriger Junge, seine Mutter verlor ein Bein.

Seit 1995 starben auf den wenigen Kilometern Straßenbahnschienen 14 Menschen und weitere 18 wurden teilweise schwer verletzt. Und immer war Leichtsinn die Ursache.

Quellen:
Berliner Morgenpost
Tagesspiegel

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Thema: Februar 2011 | Beitrag kommentieren

Berlin-Touri stirbt beim U-Bahnsurfen

Mittwoch, 27. Oktober 2010 | 

moeckernbruecke 23.10.2010, Berlin

Als ich noch in Berlin lebte, sagten wir in solchen Fällen: "Genau so einer hat uns hier noch gefehlt!"

Ein 19-jähriger Tourist hat am frühen Morgen (vielleichtaus einem Club kommend?!) am U-Bahnhof Möckernbrücke (in Berlin Kreuzberg) den letzten Wagen erklettert.

Dieser Teil der U-Bahnstrecke der Linie 1 verläuft oberirdisch.

Auf dem Dach des Zuges fuhr er dann mit, verlor aber noch vor der Einfahrt in den nächsten Bahnhof den Halt.

Er fiel vom Zug auf die Gleise.

Schwer verletzt lag er auf den Bahngleisen und wurde auch vom Fahrer eines folgenden Zuges erst spät bemerkt. Trotz einer sofortigen Notbremsung wurde der Abenteurer überrollt.

Nach ersten Untersuchungen ist er vermutlich mit dem Kopf gegen eine Brückenstrebe geknallt und ist dann sozusagen "vom Zug gewischt" worden.

Quellen:
Erstmeldung: Mein Leser H.F.
Focus
Tagesspiegel

Bild: Wikipedia

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Thema: Oktober 2010 | Beitrag kommentieren

Darwinpreis 2009 ist vergeben

Montag, 18. Januar 2010 | 

Januar 2010

Meine Leser haben abgestimmt und der Preis ist vergeben…

Ich hätte vielleicht einen anderen Preisträger gewählt, aber letztlich entscheidet Monat für Monat mein Publikum über die Gewinner und aus denen wird der Preisträger des jeweiligen Jahres entschieden.

Überraschenderweise ist der Gewinner des Darwinpreises 2009 jemand, der erst ziemlich zuletzt dazu kam.

Der 22-jährige Yasin A. hatte Langeweile oder war frustriert. So genau werden wir das nicht mehr erfahren. Vielleicht war er auch einfach nur besoffen, stand unter Drogen oder Hormonen…

Jedenfalls befand er sich zum Glück allein in der Berliner U-Bahn-Linie 2, als er sich entschied, etwas Dampf abzulassen.

Zu diesem Zweck randalierte er ein bisschen rum, um sich schließlich an die Haltestange zu hängen und mit beiden Füßen eine der Scheiben nach außen zu treten.

Das gelang ihm auch… Was ihm außerdem gelang war wohl ungeplant.

Hier kann man sich den Fall noch einmal durchlesen

Und hier geht es zu den Abstimmungsergebnissen

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Thema: Darwinpreis 2009, Preisträger | Beitrag kommentieren

U-Bahnrandalierer stirbt nach Heraustreten der Scheibe

Freitag, 18. Dezember 2009 | 

ubahn_in_berlin 18.12.2009, Berlin

Es gibt die seltsamsten Arten zu sterben.

Hier trifft man ja meist auf jene der Sorte "Das hast Du jetzt davon". Und genau dieser Satz ist wohl das Erste, was den meisten in den Kopf kommt, wenn sie vom nachfolgenden Fall hören.

Der 22-jährige "Deutsche mit Migrationshintergrund" befand sich – nach Ermittlungen der Polizei – wohl allein im Waggon der U-Bahnlinie 2, als er dort randalierte und sich schließlich sogar entschloss, eine Scheibe der U-Bahn herauszutreten…

Diese Splitter der Scheibe wurde letztlich auch neben seiner Leiche gefunden.

So wie es aussieht, war er beim Raustreten der Scheibe mit seinem Bein recht weit aus dem Fenster gekommen. Leider fuhr die U-Bahn zu diesem Zeitpunkt wohl ziemlich nah an einem Signalmast vorbei. Dieser erwischte das Bein und der Scheibentreter wurde aus dem Zug gerissen. (1998 ist das einem Hooligan nach einem Hertha-Spiel auch schon mal passiert. Er kam mit einer Beinamputation davon!).

Unser Kandidat aber wurde aus dem Zug gerissen und auf das Gleis in Gegenrichtung geschleudert. Dort wurde er dann wohl noch von einem anderen Zug überfahren, dessen Fahrer ihn dabei dann "entdeckte".

Quelle:
Tagesspiegel
Berliner Morgenpost

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Thema: Dezember 2009 | Beitrag kommentieren

Geisterfahrer stirbt auf Flucht vor Polizei

Mittwoch, 21. Oktober 2009 | 

falscherweg Berlin-Wittenau, 21.10.2009

Als ich die ersten Meldungen über diesen Fall las, musste ich schon den Kopf schütteln… Ein Geisterfahrer, 34 Jahre alt, fährt in falscher Richtung auf eine Autobahn auf… Sowas gibt es noch?

Doch mittlerweile wurden die Meldungen um ein paar Fakten erweitert und jetzt wird der Geisterfahrer endgültig zu einem Kandidaten für den Darwinpreis.

Die Polizei wollte gegen Mitternacht einen Verkehrsteilnehmer wegen einer Ordnungswidrigkeit überprüfen. Aus welchem Grund auch immer… Er gab den Beamten seine Papiere und dann raste er los. Verfolgt von den Ordnungshütern.

In Wittenau fuhr er dann am Waidmannsluster Damm auf die Stadtautobahn BAB 111… in verkehrter Richtung!

Unter der Schulzendorfer Brücke bretterte er dann frontal in einen entgegenkommenden Lastwagen. Dabei wurde der Wagen schwer beschädigt und der Fahrer in seinem Auto eingeklemmt. Seinen schweren Verletzungen erlag der 34-Jährige CHarlottenburger noch am Unfallort.

Quellen:
Berliner Morgenpost
Die Welt

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Thema: Oktober 2009 | Beitrag kommentieren

Vom Kiosk in den Tod

Mittwoch, 26. November 2008 | 

Ein Beispielkiosk in Berlin Kreuzberg25.11.2008, Berlin

Die Schluchseestraße in Berlin Waidmannslust ist schon etwas weiter vom Zentrum entfernt.

Da bleibt man gerne beim Trinken unter sich. So auch das Opfer dieses Falls:

Der 48-Jährige hatte sich im nahegelegenen Kiosk noch ordentlich einen gezwitschert, als er sich dann irgendwann in der Nacht auf den Heimweg machte. In großen Kurven torkelte er über den Gehweg, um dann schließlich volltrunken vor Zeugen auf die Straße zu fallen. Dort blieb er dann auch liegen, ohne einen Versuch zu starten, sich zu erheben.

Und dann kam auch schon ein 34-jähriger Autofahrer mit seinem Kombi angerollt. Ich sage angerollt, weil dort nur Tempo 30 erlaubt ist. Auch das war schnell genug, den liegenden Betrunkenen zu übersehen… und anschließend zu überrollen.

Das Opfer verschied noch am Unfallort…

Quellen:
Tagesspiegel
Polizeiticker

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