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Angler plumpst mit Auto in Hafenbecken

Mittwoch, 19. November 2008 | 

angeln Preußisch-Oldendorf, 15.11.2008, 2.15 Uhr(!)

Der Hafen von Getmold bei Preußisch-Oldendorf (Minden) ist den meisten Menschen unbekannt. Für 10 Tage erhielt er vor ein paar Jahren eine kleine Bekanntheit, weil Greenpeace dort ein Sägewerk für Tropenholzstämme besetzte.

Aber scheinbar kann man dort nett angeln. Und wenn ich den Polizeibericht richtig verstehe, sogar um 2:00 Uhr in der Nacht!

Das jedenfalls taten dort drei Angler, von denen einer leider kurz darauf verstarb…

Aus irgendeinem Grund wollte ein 39 Jahre alter Angler aus Espelkamp sein Auto, einen neu Jahre alten Ford Focus, zum Hafenbecken holen. Zuerst entfernte er sich sogar vom Hafen, näherte sich diesem dann aber über einen Pfad am Kanal.

Irgendwie geriet er rechts über die Spundwand (den Rand des Hafenbeckens). Der Wagen kippte in das etwa 4 Meter tiefe Becken und versank sofort. Der Fahrer tauchte (buchstäblich) nicht wieder auf.

Die Zeugen alarmierten scheinbar die Rettungskräfte und gegen 4:30 Uhr wurde im geborgenen Auto ein männlicher Leichnam von den Zeugen als eben jener Angler identifiziert.

Daraufhin wurde eine Obduktion angeordnet, bei der nur herauskam, dass der Angler ertrunken ist. Was haben sie auch sonst erwartet? Piranhabisse? 500 Barsche die ihn unter Wasser drücken?

Nun wird auch noch das Auto daraufhin untersucht, ob es einen technischen Defekt hatte. Doch vermutlich hätte er einfach nicht mitten in der Nacht am Rande eines Hafenbeckens rumfahren sollen.

Quellen:
Polizeiberichte Polizei Minden
Verschiedene Tageszeitungen

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Thema: November 2008 | 4 Kommentare

Nichtschwimmer ertrinken beim Angeln

Montag, 22. September 2008 | 

anglerbild21.9.2008, Hamburg-Steinwerder

Ein Freund von mir ist Allergiker. Er verträgt keine Erdnüsse. Sie würden ihn evtl. umbringen und darum meidet er sie aufmerksam.

Eine Bekannte hat eine Spinnen- und Insektenphobie. Es ist unmöglich, sie zu einem Waldspaziergang zu überreden.

Was ich damit sagen will? Ganz einfach: Es gibt Menschen, die in alltäglichen Situationen für sich eine Gefahr erkennen. Aus diesem Grunde meiden sie solche Situationen.

Diese Vorsicht ließen drei Männer in Hamburg leider nicht walten, als sie einen Angelausflug machten. Vielleicht hielten sie es für unnötig… aber nicht einer von ihnen konnte schwimmen.

OK; noch blöder wäre gewesen, wenn sie sich auch noch zum Angeln in ein Boot gesetzt hätten. Sie nahmen mit einem Kanal in Hamburg vorlieb und es hätte auch alles klappen könne. Bis zu dem Moment, als das erste Opfer, der 57-jährige Soltan J., einen Eimer Wasser aus dem Kanal ziehen wollte.

Er verlor das Gleichgewicht, fiel in den Kanal und ging sofort unter.

Ebenso heldenhaft wie dumm war auch das Verhalten des zweiten Opfers. Der 54-jährige Joso U. konnte nämlich ebensowenig schwimmen. Was ihn aber nicht davon abhielt, zur Rettung seines Freundes ins Wasser zu springen… und ebenfalls unterzugehen.

Erst der 32-jährige Sohn des ersten Opfers – ebenfalls Nichtschwimmer – zeigte die Vernunft, die ihm das Leben rettete. Er lief zu einer in der Nähe befindlichen Tankstelle und holte einen Angestellten zur Rettung.

Als sie am Wasser ankamen, trieb Joso U. leblos im Wasser, von Soltan J. fehlte jede Spur.

Rettungskräfte suchten bis in die Nacht nach dem ersten Opfer, ohne es jedoch zu finden.

Quellen:
Polizeibericht
Die Welt online

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