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Darwinpreisträger Juni 2010

Sonntag, 4. Juli 2010 | 

Der Juni war ereignisreich. das hat u.a. mit Sicherheit damit zu tun, dass das Wetter endlich Rad- und Motorradfahrern ihre Touren erlaubt. Zum Anderen treibt das Wetter die Leute auf die Straße.

Und was sie dort anstellen, ist nicht immer vernünftig. Wir hatten also wieder mal den von jeder StVo befreiten Rennradfahrer und leider auch wieder den jungen Burschen, der auf einen Zug klettert und unwiderruflich einen gewischt kriegt.

Doch die Gewinnerin des deutschen Darwinpreises kommt aus Hamburg. Die Studentin hatte wohl einen erfolgreichen Studienabschluss gefeiert und ist aus Übermut auf einen Strommast der Bahn geklettert. Dort bekam sie einen elektrischen Schlag und fiel 20 Meter tief

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Polnischer Tourist stirbt bei Probefahrt mit Roller

Montag, 28. Juni 2010 | 

roller 26.6.2010, Hürtgenwald-Raffelsbrand

Alle kennen die dummen Klischees autostehlender Polen. Doch an diesem Wochenende wollte ein polnischer Tourist einfach nur nett sein – und war sehr, sehr leichtsinnig.

Er hatte kurz vorher den Roller eines Freundes repariert, bei dem er zu Gast war.

Anschließend wollte er den Erfolg seiner Reparaturen bei einer Probefahrt testen – wie es wohl jeder gemacht hätte.

Nur hätten die meisten Menschen dabei wohl einen Helm getragen und wären mit einem weder angemeldeten noch versicherten Roller auch nicht unbedingt zur Landstraße gefahren.

Ganz so sorgfältig war die Reparatur vermutlich auch nicht. Denn er verlor schon bald die Kontrolle über das Gefährt und bretterte gegen einen Straßenbaum.

Das hätte er vielleicht auch überleben können, hätte er den Helm getragen. Doch so starb er noch in derselben Nacht im Klinikum Aachen.

Quellen:
Polizeibericht
Aachener Zeitung

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Feier endet mit Starkstromschlag

Montag, 28. Juni 2010 | 

tankwagen 26.6.2010, Remchingen-Wilferdingen

Polizei und Feuerwehr sprechen hier von einem tragischen Unglück. Und das ist es sicher auch. Aber da es hätte kinderleicht vermieden werden können, ist es auch eine unglaubliche Dummheit!

Gegen 2:00 Uhr morgens war eine feiernde Gruppe “junger Erwachsener” am Bahnhof Wilferding unterwegs. In solchen “Horden auf dem Heimweg” spielen Übermut und Angeberei eine wichtige Rolle.

Was davon den 18-jährigen Nöttinger dazu getrieben hat, die Gruppe zu verlassen und in Richtung der Gleise zu laufen, kann nur gemutmaßt werden.

Die Gruppe selbst hat sein Fehlen angeblich erst bemerkt, als er brennend auf der Oberseite eines Kesselwagens stand – von dem er kurz darauf herunterfiel. Zu diesem Zeitpunkt dürfte er schon tot gewesen sein.

So wie später ermittelt wurde, war der junge Mann einen Kesselwagen auf Gleis 3 hinaufgestiegen und oben herumspaziert. Ob er in direkten Kontakt mit der Starkstromleitung kam, ist auch in diesem Fall wieder völlig unerheblich, weil bei 15.000 Volt eine Annäherung auf 1,5 Meter ausreicht, um sich einen Stromschlag zu holen.

Seine Freunde wurden von einem Notfallmanager der Bahn betreut.

Quellen:
Mehrere meiner Leser
Pforzheimer Zeitung

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Hamburger Studentin fällt vom Strommast

Freitag, 18. Juni 2010 | 

hamburg_haupbahnhof 17.6.2010, Hamburg

Bei manchen Fällen muss ich so sehr den Kopf schütteln, dass mir die Sprache wegbleibt. Und der vorliegende Fall gehört definitiv dazu.

Jung sein, saufen und Übermut gehören zusammen. In den meisten Fällen gehört dazu aber auch noch ein weiterer Faktor: Mann sein…

Dass Frauen aus betrunkenem Übermut richtig dumme Sachen tun, kommt vor. Doch das Ergebnis ist bestenfalls ein Schauer, wenn man morgens neben sich guckt.

Doch die 23-jährige Hamburgerin wollte es so richtig wissen. Nach einem kleinen Umtrunk im schönen Hamburg zog sie mit zwei Freunden durch die Gegend. In der Nähe des Hauptbahnhofs kamen dann zwei aus dem Trio – darunter die Studentin – auf die verhängnisvolle Idee, einen Strommast zu erklettern.

Ich könnte jetzt hier sicher ein Dutzend Beweise dafür finden, dass das eine ganz schlechte Idee ist. Und das war es auch dieses Mal.

Die Feuerwehr vermutet, dass sie dort oben einen starken elektrischen Schlag bekam. Daraufhin fiel sie vom Mast – rund 20 Meter tief.

Was von den beiden Ereignissen jetzt tödlich war, ist eigentlich uninteressant. Denn die eigentliche Todesursache lautet: Übermut und schlechte Ideen.

Quellen:
Hamburger Abendblatt und weitere

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Thema: Juni 2010 | 16 Kommentare

Feldwegrennradfahrer stirbt auf Straße

Mittwoch, 16. Juni 2010 | 

rennrad 15.6.2010, Reken

Kaum ein Nicht-Rennradfahrer hat Zweifel daran, dass diese Leute eigentlich nicht in den normalen Straßenverkehr gehören.

Radrennen werden unter künstlichen Bedingungen gefahren. Da gibt es keine Straßenverkehrsordnung, keine Kreuzungen, keine Ampeln, keinen Gegenverkehr, keine Autos.

Ich darf ja auch nicht auf normalen Straßen einfach alle Regeln außer Kraft setzen, um dort für Formel 1 Rennen zu üben…

Niemand hätte etwas gegen Rennradfahrer, wenn sie nicht alle Regeln ihrem Interesse unterordnen würden. Wenn sie wie normale Radfahrer die Regeln beachten und aufmerksam am Verkehr teilnehmen würden.

Dass dieses “Hoppla hier komme ich” auch ein Merkmal der evolutionären Auslese sein kann, bewies nun wieder mal ein Rennradfahrer.

Der 45-jährige Bochumer hatte wollte von einem Feldweg auf die Landstraße 652 wechseln. Wie andere Vertreter seiner Zunft nahm er allerdings für sich eine uneingeschränkte Vorfahrt ein – gepaart mit zuversichtlicher Unverwundbarkeit.

Und so achtete er keinen Augenblick auf den kreuzenden Verkehr. Er fuhr einfach auf die Landstraße auf. Dort erwischte ihn dann auch sofort das Auto eines 33-jährigen Rekeners. Er wurde in den Straßengraben geschleudert und später von einem Hubschrauber in ein Münsteraner Klinikum geflogen.

Im Krankenhaus erlag der Sportsmann seinen schweren Verletzungen. Wie zu erwarten hatte der Autofahrer keinen Kratzer – muss jetzt allerdings mit diesem Erlebnis fertig werden.

Quellen:
Bocholter-Borkener Volksblatt
Allgemeine Zeitung

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Thema: Juni 2010 | Ein Kommentar

Wofür waren Schranken nochmal da?

Montag, 14. Juni 2010 | 

sbahn 13.6.2010, Heusenstamm

Schranken sind ein deutliches Signal.

Und dieses Signal bedeutet: Wenn Du hier weitergehst, dann kann Dich ein richtig schweres Fahrzeug erwischen und dann hilft Dir nicht einmal eine Ritterrüstung!

Trotzdem wird dieses Signal immer und immer wieder missachtet. In vielen Fällen von Minderjährigen und dann schreibe ich schon gar nichts. Sind Kinder, wissen es noch nicht besser.

Aber wenn immer wieder Erwachsene über geschlossene Bahngleise rennen, Schranken, Bimmeln und Lichter missachten, dann kann ich nur den Kopf schütteln.

Was hatte der 59-Jährige am Bahnübergang in Heusenstamm erwartet? Dass es sich bei den geschlossenen Schranken um einen Streich handelt?

Nun, es war keiner. Es kam ein Zug und der erwischte den Mann, der mit seinem Fahrrad einfach weitergefahren war. Wiederbelebungsmaßnahmen waren ohne Erfolg. Der Lokführer erlitt einen Schock.

Quellen:
Süddeutsche
HR

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Thema: Juni 2010 | 2 Kommentare

Bei Rot über Gleise – von Straßenbahn überfahren

Montag, 14. Juni 2010 | 

strassenbahn 12.6.2010, Köln

Ein Zeuge sah noch, dass die junge Frau die Gleisanlagen bei Rot überquerte und dabei nur nach rechts sah…

Von links kam allerdings mit schnellem Tempo die Straßenbahn der Linie 16. Und diese erfasste die 32-jährige Frau aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und ihren Rollkoffer dann leider.

Die Frau war nach Polizeimeldungen sofort tot.

Der Sprecher der Straßenbahngesellschaft sagte, dass die Bahnen an dieser Stelle normalerweise ungefähr 60 km/h drauf haben…

Ein Grund mehr, sorgfältig in alle Richtungen zu gucken und die Ampel zu beachten, oder?

Quellen:
Polizeibericht
Express
Kölnische Rundschau

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Aus Spaß – Frankfurter Brückenspringer tot

Montag, 7. Juni 2010 | 

Ignatz-Bubis-Bruecke 4.6.2010, Frankfurt

Spaß ist eines der Dinge im Leben, das von jedem Menschen anders bewertet wird.

Für die einen ist z.B. Golf-Spielen ein Spaß, während andere das als Sportart für Impotente betrachtet.

Manche Leute empfinden es als Spaß ins Freibad zu gehen, während andere das als Gemeinschaftsbaden der Unterschichten sehen.

Und dann gibt es die Sorte Spaß, die man am nächsten Morgen lieber verdrängen würde… wenn es einen nächsten Morgen gibt.

Diese Sorte Spaß empfand wohl der 29-Jährige, der mit seinen Kumpeln nach einer Sauftour darüber sinnierte, wie es wohl wäre, jetzt von der Frankfurter Ignatz-Bubis-Brücke in den nächtlichen Main zu springen.

Ein Mann, ein Wort – und weg war er…

Fünf Tage später fand man seine Leiche im Main, am Niederräder Ufer.

Wir werden leider nie erfahren, wie viel Spaß das gemacht hat.

Quellen:
Erstmeldung: Mein Leser Anton S.
FAZ

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Thema: Juni 2010 | 5 Kommentare

Betrunken in Schlangenlinien gegen Baum

Freitag, 4. Juni 2010 | 

betrunken 3.6.2010, Witten

Gut wären Autos, die das Starten verweigern, wenn der Fahrer betrunken losfahren will. Andrerseits kämen dann – wenn die Gerüchte stimmen – viele Lehrer weder zu Schule, noch nach Hause…

Einem 33-jährigen Ford Focus Fahrer, der von Herdecke in Richtung Witten unterwegs war, hätte so ein System aber wohl das Leben gerettet.

Mehrere Unfallzeugen sagen aus, dass der Fahrer und sein Kumpel in Ihrem Wagen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und teilweise sogar in Schlangenlinien unterwegs waren.

Nach einer Kurve rutschte er dann von der Straße, kam auf den Waldboden, erwischte noch einige Büsche und Bäume, bevor der Wagen abhob.

Die eintreffende Feuerwehr fand den Wagen auf der Seite liegend und völlig zerstört vor. Der Fahrer war bereits verstorben. Der Beifahrer (31) wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen und ist mittlerweile zum Glück außer Lebensgefahr.

Nach Polizeiaussage waren beide Insassen erheblich alkoholisiert.

Quelle:
Bild
Der Westen

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Thema: Juni 2010 | 2 Kommentare

Grillrauch killt Schrebergärtner

Donnerstag, 3. Juni 2010 | 

grill 1.6.2010, Wolfen

Das Grillen spaltet die Welt. Für die einen ist es das ultimative Vergnügen daran, einen Garten oder einen Balkon zu haben. Für die anderen ist es ein terroristischer Angriff der Unterschichten auf den Feierabendgenuss.

Ich persönlich befinde mich da eher auf der Leidensseite, habe ich doch direkt zwei russische Nachbarn, die wohl früher zuhause hauptsächlich vor dem Haus in brennenden Ölfässern ihr Essen gebraten haben und dieses Heimatgefühl jetzt in jeder trockenen Minute nachempfinden, die das Wetter uns schenkt.

Der Schrebergärtner aus Wolfen in Sachsen-Anhalt wird jetzt keine fluggefährdenden Rauchwolken mehr produzieren können, hat er doch eine der wichtigsten Regeln des Grillens vergessen:

“Nach dem Essen bleibt der Grill draußen, bis das Feuer ganz aus ist.”

Vermutlich um sich noch an der Glut zu wärmen, nahm der 54-Jährige den Grill mit in seine Gartenlaube, in der er mit einem 63-jährigen Kumpel übernachten wollte. Dabei machte er eine (letzte) Erfahrung, die bereits Tausende im alten Rom getötet hatte, bevor das Schlafen bei offenem Fenster erfunden wurde:

Glühende Kohle setzt Kohlenmonoxid frei. Kohlenmonoxid ist giftig.

Ein Anwohner fand die bewusstlosen Männer am nächsten Nachmittag und verständigte den Rettungsdienst. Der 54-Jährige starb noch in der Gartenlaube, der andere liegt im Krankenhaus.

Quellen:
AdHocNews
MDR

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