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Darwinpreisträger Januar 2010

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

Im Januar war hinsichtlich des Darwinpreises nicht viel los.

Beziehungsweise… viel los war schon.

Nahezu täglich hat sich irgendein Vollpfosten totgefahren, weil er bei Glatteis und Schnee viel zu schnell und zu unvorsichtig – manchmal sogar mit Sommerreifen – gefahren ist.

Doch das wird irgendwann langweilig und ist nicht spektakulär, sondern nur Ausdruck für eine weit verbreitete Dummheit.

Und so gab es nur drei Bewerber um den deutschen Darwin Award.

  • Eine Studentin, die einen Brand auslöste, indem sie ihre Jacke auf die Herdplatte legte. [lesen]
  • Einen Typen, der unbedingt noch mit dem Fahrrad über den geschlossenen Bahnübergang musste [lesen]
  • Und den Gewinner… Einen Zuggast, der nach dem Aussteigen hinter dem Zug über die Gleis huschen wollte und dort nähere Bekanntschaft mit dem Zug in Richtung Bremen machte [lesen]

 

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Jacke auf Herdplatte kostet Studentin das Leben

Samstag, 23. Januar 2010 | 

dfeuer 21.1.2010, Graz

Eine Studentin im schönen Graz hatte scheinbar das selbe Leiden wie meine Töchter: Die Garderobe ist nur eine Verzierung an der Wand. Jacken legt man ab, wo immer Platz ist.

Nur war es dieses mal eindeutig der falsche Platz!

Die 19-jährige Frau hatte ihre Winterjacke nämlich auf einer eingeschalteten Herdplatte abgelegt.

Bis um Mitternacht telefonierte sie noch mit ihrer Mutter, mit der sie sich am nächsten Tag treffen wollte. Als sie zu diesem Treffen nicht auftauchte, ging die Mutter zu der Wohnung. Dort waren bereits vor dem haus Rauchwolken zu sehen. Mit fremder Hilfe stieg die Mutter in die Wohnung ein und fand ihre tote Tochter im Wohnzimmer.

Die junge Frau war einer Rauchgasvergiftung erlegen, für die der Schwelbrand verantwortlich ist, die durch die brennende Jacke ausgelöst wurde.

Quellen:
OE24
Krone

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Thema: Januar 2010 | Ein Kommentar

Interregio gegen Radfahrer – Ein zu Null

Freitag, 22. Januar 2010 | 

interregio 21.1.2010, Meckenbeuren (Bodenseekreis)

Wofür waren die Schranken an Bahnübergängen nochmal da?

Diese Frage kann bereits der durchschnittliche Heranwachsende leicht beantworten – um das Ergebnis dann später zu missachten und den Preis dafür zu zahlen.

So auch ein 25-Jähriger in Meckenbeuren, der auf seinem Fahrrad eine bereits geschlossene Bahnschranke umfuhr. Wenigstens gucken hätte er doch können. Macht man beim Überqueren einer Straße doch auch (wenn man genug Verstand hat).

Aber nein… rüber über die Gleise und dann kam er auch schon. Der Interregio… mit 130 Stundenkilometer.

Durch den Aufprall wurde der unvernünftige Radfahrer gegen die Schrankenanlage geschleudert, wo er dann auch verstarb.

Quelle:
Welt
Südkurier

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Thema: Januar 2010 | 3 Kommentare

Nur mal schnell über die Gleise

Mittwoch, 20. Januar 2010 | 

gleis 19.1.2010, Bahnhof Klecken

In Bahnhöfen gibt es keine Abkürzungen – Ausrufezeichen

"Wir erreichen in Kürze den Bahnhof XYZ. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts…"

Eine solche Ansage hört man in der Regel im Zug und jedem vernünftigen Menschen teilt sie folgende Fakten mit:

1. Wir sind bald da.
2. Es öffnen sich nur die rechten Türen.
3. An den linken Türen hast Du nix zu suchen.
4. Auf der linken Seite des Zuges hast Du nach dem Aussteigen nix zu suchen.
5. Steig rechts aus und gehe in die Richtung weiter!

Ist doch eigentlich nicht so schwer, oder? Warum also lesen wir immer wieder über Menschen, die mal schnell eine Abkürzung nehmen wollten und in einem Bahnhof Gleise an Stellen überqueren, an denen sie nichts zu suchen haben – vornehmlich in Todesmeldungen?

Und so passierte auch im Bahnhof Klecken das, mit dem jeder Mensch rechnen muss…

Ein 20-Jähriger aus Rhumspringe im Landkreis Göttingen kam gegen 23:00 Uhr in Klecken an, stieg aus dem Zug aus und meinte dann, er müsse mal eben hinter dem Zug die Gleise überqueren. Dieser unüberlegte Schritt war auch gleich sein letzter!

Mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h schoss nämlich auf dem Nebengleis der Eurocity aus Richtung Bremen durch den Bahnhof. Der Zugführer bemerkte den jungen Mann – der junge Mann bemerkte den Zug zu spät.

Trotz sofort eingeleiteter Vollbremsung kam der Zug erst nach 900 Metern(!) zum stehen. Da war der Bursche bereits tot.

Bitte liebe Leute, die ihr das lest: Lernt IHR wenigstens etwas daraus!

Quellen:
Harburger
Hamburger Abendblatt
Die Welt

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Mit 1,66 Promille in den Tod gerast

Montag, 18. Januar 2010 | 

grab 13.1.2010, Großefehn

Mein Leser Leon machte mich auf ein völlig unnötiges Unglück in Ostfriesland aufmerksam. Zum Glück sandte er mir gleich mehrere Pressestellen zu, denn zuerst wollte ich an die Sache nicht so richtig ran. Die ersten Fakten konnten – beim Wetter zu dieser Zeit – alles mögliche bedeuten.

Fünf Personen im Alter zwischen 15 und 31 fuhren mit ihrem Ford wohl von einer Silvesterfeier nach Hause. Alle waren miteinander verwandt. In Mittegroßefehn auf der Schrahörnstraße kam der Wagen mit hoher Geschwindigkeit rechts von der Fahrbahn ab und prallte seitlich mit großer Wucht gegen einen Baum.

Dabei zerriss der Wagen in mehrere Teile und vier der fünf Insassen wurden aus dem Auto geschleudert. Kurz vor dem Unfall hatte die Fahrerin noch ein Taxi überholt.

Drei junge Frauen im Alter von 19, 23 und 25 Jahren starben bei dem Unfall. Die beiden männlichen Insassen wurden schwer verletzt ins ein Krankenhaus transportiert.

Das alles könnte man als einen der vielen Unfälle zur Zeit abtun, die auf Glätte und zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Fast schon langweilig.

Zum Darwinpreis kommt das alles, weil eine Untersuchung der 23-jährigen Fahrerin ergeben hat, dass sie zum Unfallzeitpunkt total besoffen war und etwa 1,66 Promille Alkohol im Blut hatte.

Wirklich tragisch an der Sache ist, dass bei dem Unfall aus Leichtsinn acht Kinder ihre Mütter verloren haben.

Quelle:
Meldung: Leon
Ostfriesische Nachrichten
Ostfriesen Zeitung
Feuerwehrmeldung

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Tot beim Reinigen der Dienstwaffe

Montag, 18. Januar 2010 | 

pistole 5.1.2010, Hannover

Seltsame Dinge geschehen bei der Polizei der Region Hannover mit Dienstwaffen.

Erst am Dienstag hatte sich ein Beamter in Wunstorf selbst angeschossen und schwer verletzt, als er seine Knarre aus dem Waffenschrank genommen und ins Schulterholster gesteckt hatte…

Man muss sich klar machen, dass beim Abschießen einer Polizeipistole ein Abzugsgewicht von zirka zwei Kilo überwunden werden muss. Die Dinger ballern nicht so einfach los… wäre ja auch noch schöner!

Aber so richtig dick kam es dann am Freitag!

Ein 56-jähriger Polizeibeamter saß in einem Büro und reinigte seine Waffe, als sich "aus ungeklärter Ursache" ein Schuss löste und ihn in den Oberkörper traf.

Man muss davon ausgehen, dass die Sicherheitsregeln beim Reinigen einer Waffe aufs gröbste und dümmste verletzt wurden, wenn sich in der zu reinigenden Waffe noch Munition befand.

Und die Polizei geht von einem Unglücksfall aus.

Quellen:
Welt
Hamburger Abendblatt

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An den Falschen geraten

Dienstag, 5. Januar 2010 | 

trafik 4.1.2010, Wien

Letzten Monat erst hatten wir einen Fall, bei dem ein Tankstellenräuber starb, weil er sich eine Schießerei mit der Polizei lieferte – mit einer Gaspistole.

Der wusste immerhin, auf was er sich da einlässt. Polizisten sind nie mit Gaspistolen ausgerüstet.

Im Falle des Räubers in einem Wiener Trafik muss man einfach feststellen "Dumm gelaufen".

Kurz vor Ladenschluss betrat ein Mann den Tabakwarenladen des 63-jährigen Werner B. in Wien-Leopoldstadt. Mit vorgehaltener Pistole fordert er Bargeld.

Doch der Herr B. fackelt gar nicht lange. Immerhin wird er nicht zum ersten Mal überfallen. Ober er einfach die Nase voll hat oder Angst um sein Leben… jedenfalls greift er zu seinem 38er Revolver, der jederzeit griffbereit liegt, legt an und schießt dem Gangster durch den Monitor des Lottoterminals in die Brust. Er ist im Besitz eines Waffenscheins.

Der Räuber torkelt blutend aus dem Laden, schafft es noch über die Straße und bricht auf der anderen Seite zusammen. Etwa eineinhalb Meter von seiner Pistole entfernt – seiner Schreckschusspistole.

Die Polizei sowie der Notarzt sind schnell da, können den Verletzten aber nicht mehr retten.

Beim Toten fand man einen rumänischen Pass, laut dem er 23 sein soll. Doch der Räuber sprach akzentfreies Deutsch und ist vermutlich etwa doppelt so alt.

Quelle:
OE24
Der Standard

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Thema: Januar 2010 | 3 Kommentare

Student fällt beim Feiern von der Brücke

Montag, 4. Januar 2010 | 

Photo: Stefan Barth (Danke) 1.1.2010, Regensburg

Die Nibelungenbrücke in Regensburg ist eine jener Brücken, bei denen quasi jede Verkehrsrichtung ihre eigene Brücke hat.

Im Grunde besteht sie also aus zwei nebeneinander laufenden Brücken, die durch einen recht breiten Spalt getrennt sind.

Das musste jetzt auf tragische Weise auch ein 25-jähriger Student feststellen.

Gegen Mitternacht hatte er schon einiges getrunken, als er mit einigen Freunden die oben genannte Nibelungenbrücke betrat.

Als die Ballerei so richtig losging, wollte er auf die andere Fahrbahnseite wechseln, um besser sehen zu können. Dazu überkletterte er das Geländer. Leider hatte er wohl nie realisiert, dass die beiden Fahrbahnen ein zirka 3 Meter breiter Spalt trennt. Und als er es realisierte, ging es auch schon abwärts.

11 Meter weiter unten schlug er auf einer Betonplatte auf und verstarb noch am Unfallort.

Quellen:
Gefunden von "Lady Allista"
nachgelesen bei:
Süddeutsche Zeitung
Nürnberger Zeitung
Bild

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