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Darwinpreisträger April 2009

Freitag, 1. Mai 2009 | 

Seltsamerweise sind die beide Hauptanwärter auf den deutschen Darwin Award im April 2009 bei (zwei Unterschiedlichen) Privatrennen verstorben.

Der Zweitplatzierte war ein 22-jähriger Hamburger, der mit seinem Mazda bei einem Privatrennen in Hamburg-Wandsbek verunglückte.

Doch von den Bewertungen her verdient der 18-jährige Kölner den Darwinpreis, der sich bei einem privaten Autorennen in Köln Rondorf mit seinem Wagen überschlug und aus demselben geschleudert wurde, weil er nicht angeschnallt war.

In diesem Fall haben vermutlich nur geistig gleich gelagerte Menschen Mitleid mit den Verunglückten und mein Mitgefühl gilt den armen Hinterbliebenen sowie den beiden unschuldigen Autofahrern, die bei dem Hamburger Unfall schwer verletzt wurden.

Zum Darwinpreisträger im April 2009

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Noch ein toter Innenstadt-Rennfahrer

Mittwoch, 29. April 2009 | 

25.4.2009, Köln Rondorf

Es ist ja leider nicht so, dass “private Autorennen” im Stadtgebiet" total selten wären.

Man könnte also etwas daraus lernen, dass es dabei häufig zu tödlichen Unfällen kommt.

Könnte… wenn man lernen könnte. Wenn man lernfähig wäre.

Wäre man allerdings lernfähig, dann hätte man bereits in früher Kindheit begriffen, wie dämlich so etwas ist und hätte vernünftiges Fahren spätestens in der Fahrschule gelernt.

Dafür brachten zwei 18 und 19 Jahre alter Kinder in Köln leider scheinbar nicht die nötigen Grundvoraussetzungen mit. Der 18 Jährige mit seinem Opel Astra und der 19 Jährige mit einem Polo bretterten wie die Bekloppten an der Ampel los.

Leider, leider wählte aber diesen Moment eine Frau, um mit Ihrem Twingo rückwärts aus einer Grundstückseinfahrt zu kommen. So gegen Mitternacht rechnete sie vermutlich nicht damit, dass zwei tiefergelegte Jugendliche sich in einem Wohngebiet ein Rennen liefern.

Der 19 Jährige konnte auch tatsächlich noch stoppen. Der Opel-Pilot schaffte das allerdings nicht. Er versuchte auszuweichen, übersteuerte und überschlug sich in der Folge mehrfach.

Die Rettungskräfte fanden ihn neben seinem Wagen. Denn wenn schon unvernünftig, dann gleich richtig: Er war nicht angeschnallt! Sein Beifahrer war schwer verletzt – er hatte sich angeschnallt.

Quellen:
Kölner Stadtanzeiger
Kölnische Rundschau

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Tod bei illegalem Autorennen

Donnerstag, 23. April 2009 | 

tiefstniveau 23.4.2009, Hamburg-Wandsbek

Der Tod bei einem illegalen Autorennen kann eigentlich nicht anders als eine natürliche Auslese bezeichnet werden.

Da sind dann (immer) Jungs unterwegs, die das Auto ohnehin schon ihrem niedrigen Niveau angepasst, also es tiefer gelegt haben.

Dann messen Sie sich mit der Kraft der Motoren und den – meist nur mangelhaft vorhandenen – Fahrkünsten… weil sie außer der Schwanzlänge nichts anderes hätten, mit dem Sie sich messen könnten.

Und so kam es in dieser Nacht auch in Hamburg so, wie es einfach kommen musste:

Ein 22-jähriger Mann aus Barsbüttel lieferte sich mit seinem Mazda 323 auf dem Ölmühlenweg in Richtung Holstenhof ein kleines Privatrennen mit einem (flüchtigen) BMW-Fahrer.

In einer Rechtskurve verlor der Bursche die Kontrolle über den Wagen, stellte sich quer zur Fahrbahn und schleuderte in den Gegenverkehr. Dort erwischte ihn dann ein Mercedes und knallte ihm voll in die Seite.

Bei dem Unfall wurde ungerechterweise der 33-jährige Fahrer des Benz sowie dessen Beifahrerin auch noch schwer verletzt. Den Jüngling klemmte es in seinem Mazda ein. Der Notarzt versorgte ihn noch an Ort und Stelle, dennoch verstarb er in seinem geliebten Rennwagen.

Leider wird daraus nicht ein einziger dieser hirnlosen Piloten etwas lernen. Doof sind ja immer nur die anderen und so werden sie sich denken, dass Mr. Mazda starb, weil er eben nicht so gut fahren konnte wie sie.

Nach dem flüchtigen BMW-Fahrer wird gefahndet.

Quellen:
Polizeibericht

Update

Der BMW-Fahrer war eine Frau(!), gegen die im Mai 2010 die Gerichtsverhandlung eröffnet wurde. Sie ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

http://www.nonstopnews.de/meldung/11039

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Die letzte Probefahrt

Freitag, 17. April 2009 | 

porta16.4.2009, Porta Westfalica

Yep, da kommen absolut alle Zutaten für einen Tod aus Leichtsinn zusammen!

Das 20-jährige Opfer hatte kurz vorher an seinem Hobel noch gebastelt. Dann stieg er auf sein Motorrad, bretterte mit stark überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve und dann frontal in eine Mauer.

Was er also offensichtlich nicht hatte war:
- Glück
- Ein Gefühl für vorsichtiges Fahren

Doch zusätzlich fehlten ihm noch:
- ein Helm
- eine gültige Fahrerlaubnis
- eine Zulassung
- eine Versicherung

Und so erlag er noch am Unfallort seinen schweren Schädelverletzungen.

Quelle:
AdHocNews

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Quadfahrer stirbt in der Kurve

Montag, 13. April 2009 | 

quad13.4.2009, Illertissen

Quads sind weder ein Kinderspielzeug, noch sind die Dinger eigentlich wirklich für den Verkehr geeignet. Das Kurvenverhalten dieser Dinger ist unter aller Sau und wenn man nicht gerade ein extrem erfahrener Rennfahrer ist, stellen die Dinger ein andauerndes Risiko dar.

Doch das scheint eine unpopuläre Meinung zu sein. Jeder Idiot darf die Dinger fahren, ohne dafür eine spezielle Ausbildung zu haben. Dabei sind die Karren eigentlich weder mit dem Motorrad noch mit dem Auto zu vergleichen.

Diese letzte Erfahrung machte nun in Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) ein 32-jähriger Quadfahrer, als er mal so richtig mit Schmackes in eine Kurve reinbrettern wollte.

Dazu hatte er extra vor der engen Kurve nochmal beschleunigt – auf einem Fahrzeug mit sehr hohem Schwerpunkt und Rädern die sich gerade mal für ein Gokart oder Kinderwagen eignen.

Das Ergebnis fiel dann auch etwa aus, wie es sich ein 5-jähriger Fahrradfahrer mit Stützrädern schon selbst klar machen kann: Das Fahrzeug kippte, überschlug sich und der Fahrer schlug mit dem unbehelmten Kopf auf dem Bürgersteig auf. In dieser Kurve verstarb er dann auch.

Seit etwas über drei Jahren hätte er einen Helm tragen müssen. Aber die sind ja uncool…

Quelle:
Donaukurier

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Isar-Kopfsprung in den Tod

Montag, 13. April 2009 | 

Bildquelle: Feuerwehr München11.4.2009, Isar bei Unterföhring

Derzeit steht der Tod eines Münchener Kopfspringers definitiv fest. Der zweite wird noch vermisst.

Ein 26-Jähriger und ein 28-Jähriger nutzen das schöne Wetter zu einem Biergartenbesuch. Danach spazierten sie mit einer 27-jährigen Freundin an der Isar entlang.

An der Mollbrücke kletterten die beiden dann auf eine Fischtreppe und wagten einen Kopfsprung in die Wasserwalze eines Wasserfalls.

Da haben sie aber die eigenen Kräfte deutlich überschätzt bzw. die der Natur unterschätzt. Beide tauchten wieder auf, konnten aber der starken Strömung nicht trotzen und kamen nicht allein wieder an Land.

Der 26-Jährige konnte mit Hilfe von Passanten geborgen werden, als er leblos  ans Ufer trieb. Der ältere der beiden wird nach wie vor vermisst. Und das, obwohl rund 100 Einsatzkräfte beteiligt waren, unterstützt von Hubschraubern und Rettungstauchern.

Was die beiden zu dem wahnwitzigen Kopfsprung trieb, geht leider aus den Berichten nicht hervor.

Quellen:
Einsatzbericht der Feuerwehr
Süddeutsche Zeitung

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