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Ich springe jetzt! Ich springe wirklich…

Mittwoch, 29. September 2010 | 

weimar_markt28.9.2010, Weimar

Menschen kommen zusammen. Menschen trennen sich wieder. Die Bindung zwischen Menschen ist oft sehr intensiv und umso schwerer tut sich so mancher Zeitgenosse mit der Trennung.

Sehr schwer traf es wohl einen 27-jährigen Weimaraner (nicht den Hund!).

Eigentlich sollte es an diesem Abend eine Aussprache zwischen dem Mann und seiner Freundin geben. Weil die ganze Sache sich etwas hochschaukelte, hat die Frau einen Bekannten als Schlichter dazu gebeten.

Doch ohne Vorwarnung, schwang sich ihr Freund auf die Brüstung des Balkons.

Die Zeugen sind sich sicher, dass er sie eigentlich nur erschrecken und mit einem Sprung drohen wollte. Doch leider hatte er etwas zu viel Schwung und fiel über die Brüstung.

Kurz konnte er sich noch festhalten, dann stürzte er – 7 Etagen tief.

Dabei zog er sich dann die tödlichen Verletzungen zu.

Quelle:
Meldung: Mein Leser Sascha H. (Danke!)
Thüringer Allgemeine

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Unangeschnallt aus der Seitenscheibe

Montag, 27. September 2010 | 

honda 27.9.2010, Lichtenfels

Irgendwie widersinnig: Diejenigen, die einen Anschnallgurt am dringendsten brauchen, weil sie riskant fahren, legen ihn nicht an.

Die anderen, die ihn vernünftigerweise anlegen, fahren oft auch vernünftiger. Die brauchen ihn meist nur, weil die anderen ja auch auf der Straße unterwegs sind…

Ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte, bietet uns der verunglückte 30-jährige Fahrer eines Honda CRX "del Sol". Eines kleinen Cabriolets, das scheinbar recht zügig unterwegs sein kann.

Auf der Kreisstraße 52 zwischen den Lichtenfelser Ortsteilen Goddelsheim und Immighausen war er wohl etwas zu zügig unterwegs. Er wurde aus einer Kurve getragen, kam auf die Bankette, übersteuerte und stellte sich quer.

Dann schleuderte er über den Seitengrünstreifen, um schließlich gegen einen Wasserdurchlass zu brettern.

Dadurch hob er ab, überschlug sich und landete zuletzt wieder auf den Rädern im Feld. OK, der Wagen sah danach sehr demoliert aus. Trotzdem hätte er das überleben können… wäre er angeschnallt gewesen.

War er aber nicht!

Er wurde aus der geschlossenen Seitenscheibe (andere Quellen schreiben vom geschlossenen Hardtop des Wagens) seines Autos geschleudert und verletzte sich tödlich.

Quellen:
HR online
Nassauische Zeitung
HNA

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Bremer Biker missachtet Vorfahrt – tot

Freitag, 24. September 2010 | 

bikerb 23.9.2010, Bremen

Der Mensch hat wenig natürliche Feinde. Der größte ist er selbst. Aber der Straßenverkehr gehört ganz eindeutig zum Prozess der natürlichen Auslese!

Besonders starke Filter sind Ampeln, Stoppschilder, Vorfahrtsregeln und Bahnübergänge.

In diesem Fall war es mal wieder eine Missachtung der Vorfahrt.

Früher, als Student, bin ich lange in Berlin als Fahrer für Coca Cola unterwegs gewesen.

Wenn mir dann jemand den Weg schneiden wollte, dann murmelte ich immer: "Komm ruhig, ich habe die stärkeren Argumente".

Gegenüber einem Motorrad hat eigentlich alles die stärkeren Argumente. Wenn so eine Karre erst einmal fällt, dann gibts Opfer. Auch wenn man nur mit einem Kinderfahrrad zusammenstößt. Bei einem Auto erst recht.

Und trotzdem fahren nicht wenige Biker so, als wären Sie in einem unverwundbaren Panzer unterwegs. Ist das bereits ein Indiz für geistige Mängel?

Der 23-jährige Junge in Bremen legte sich mit einem 7er BMW an. In die Kreuzung Carl-Benz-Str/Gottlieb-Daimler-Str. bretterte er nach Zeugenaussagen mit hoher Geschwindigkeit und ungebremst.

Dort lernte er dann das Auto eines 34-jährigen BMW-Fahrers kennen, der eindeutig Vorfahrt hatte und dessen Auto ihn frontal auf die Hörner nahm.

Daraufhin flog der Biker rund 50 Meter in die Grünzone der Kreuzung. Trotz intensiver Notarztbetreuung verstarb er dort auch.

Der BMW-Fahrer hatte keinen Kratzer.

Quelle:
Polizeibericht

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Achtung, der Zug kommt!

Montag, 20. September 2010 | 

andreaskreuz 20.9.2010, Zotzenheim

Immer wieder lese ich von Unfällen an unbeschrankten Bahnübergängen. Und schon da habe ich wenig Verständnis.

Bereits vor so einem Bahnübergang gibt es mehrere Warnungen in Form von Andreaskreuzen.

Dann steht am Bahnübergang in der Regel ein Pfosten mit Licht und Warnklingel.

Trotzdem verunglücken dort immer wieder Leute und man diskutiert dann endlos darüber, dass endlich eine Schrankenanlage aufgebaut werden soll.

Wozu? frage ich mich, wenn ich dann so einen Bericht wie heute lese…

Ein 25-jähriger Fahrer eines Lieferwagens kommt gegen 8:00 morgens am Bahnübergang der Regionalbahn an. da sich ein Zug nähert, ist die Schranke bereits geschlossen.

Hatte er es eilig? Hielt er sich für Niki Lauda? Jedenfalls entschloss er sich, um die Halbschranke herumzufahren, um noch schnell über die Schienen zu kommen.

Doch da kam sie schon, die RB 13512. Es knallte heftig und sieht man die Fotos, wurde der Wagen sogar zerrissen. Der Fahrer starb noch vor Ort.

Quellen:
Polizeibericht
SWR

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Verkehrsinsel als Sprungschanze und 40 Meter Flug

Montag, 20. September 2010 | 

sprung 17.9.2010, Ayrhof

Sowas bekommt man sonst bestenfalls im Zirkus oder auf Stuntshows zu sehen. Nur geht es dort besser aus.

Ein 42-jähriger Motorradfahrer hatte auf der B58 in Ayrhof mit hoher Geschwindigkeit eine ganze Reihe von Autos überholt. Womit er allerdings nicht gerechnet hatte, war die vor 2 Monaten neu errichtete Verkehrsinsel.

Durch den Gegenverkehr war ihm auch ein Ausweichen nach links verwehrt. Also bretterte er über die angeschrägte Insel und hob ab…

Nach rund 40 Metern hatte er wieder Bodenkontakt, wobei sein Helm aufbrach und sich vom Kopf löste. Danach rutschen Biker und Bike noch etwa 100 Meter über den Asphalt. Diese Landung überlebte der Kawasaki-Pilot leider nicht.

Nur der Vollständigkeit halber – weil es uns doch eigentlich allen klar war – erwähne ich, dass an dieser Stelle die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 80 km/h betrug und selbstverständlich Überholverbot herrschte.

Quelle:
Polizeibericht

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Nicht die Oberleitung anfassen!

Montag, 20. September 2010 | 

volt 19.9.2010, Saal an der Donau

Wenn man eine Statistik solcher Fälle machen wollte, dann müsste die Frage lauten:

Welche Art von Menschen stirbt durch elektrische Schläge an Zug-Oberleitungen?

Und die Antwort würde lauten: männlich, zwischen 14 und 25, mindestens zu zweit unterwegs, alkoholisiert.

Auf die meisten der Opfer trifft diese Beschreibung zu. Und auch dieses Mal wieder wird die Statistik bestätigt.

Sieben junge Burschen, laut Polizeimeldung leicht alkoholisiert, hatten einen Ausflug ins Kloster Weltenburg gemacht. Nun wollten Sie mit dem Zug nach Hause fahren.

Plötzlich lief ein 22-Jähriger aus der Gegend von Neustadt an der Waldnaab über mehrere Gleise, kletterte auf einen Güterwagen und fasste direkt an die Oberleitung.

Etwa 15.000 Volt setzten seinen Körper sofort in Brand und töteten ihn. Keiner kann sich erklären, warum er das getan hat.

Quellen:
Erstmeldung mein Leser Michael N. (Danke)
Polizeimeldung
Augsburger Allgemeine
TV Aktuell

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Warten? Wozu? Ich bin Biker!

Montag, 20. September 2010 | 

biker 18.9.2010, Engen, Kreis Konstanz

Lieben wir sie nicht alle? Man steht an einer Ampel und wartet aufs grüne Licht. Und dort kommt er dann, unser Lieblingsbiker.

Dicke Maschine in greller Farbe, Nummernschild hochgeknickt. Strampelanzug in Signalorange… und dann fährt er an der wartenden Autoschlange vorbei, stellt sich vor den ersten Wagen (auf den Fußgängerbereich), um bei grün wie ein Besengter loszurasen.

Und Hand aufs Herz: Wer stellt sich da nicht ab und zu vor seinem inneren Auge einen Laster vor, der noch im Kreuzungsbereich war und dann den lossprintenden Zweiradcowboy mit Schmackes auf die Hörner nimmt?

Nicht ganz so spektakulär, aber ebenso tödlich war nun der Unfall, der sich in Engen ereignete.

Ein 25-jähriger hatte cool die wartende Autoschlange passiert, um schließlich bei grün Gas zu geben. Leider bog gerade kurz hinter der Kreuzung jemand auf den Supermarktparkplatz ab… und kollidierte mit dem Biker. Dieser flog über den Wagen und zog sich tödliche Verletzungen zu.

Die überholten Autos sahen das, wendeten und nahmen einen anderen Weg…

Quelle:
Südkurier

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Biker brettert im Überholverbot in Auto

Freitag, 17. September 2010 | 

unfall_stade 16.9.2010, L140 zwischen Hamburg-Neuenfelde und Jork-Königreich

Und wieder einmal hat ein Motorradraser seinen Unfallgegner mit in den Tod gerissen.

Ein 62-jähriger Opelfahrer wollte auf der L140 ordnungsgemäß links abbiegen.

Das hatte ein rasender 32-jähriger Yamahafahrer aus Wales nicht mitgekriegt.

Er war viel zu sehr damit beschäftigt, mit sehr hoher Geschwindigkeit im Überholverbot eine ganze Kette von Autos zu überholen.

Also knallte er mit voller Wucht in die Fahrertür des Opel. Der Wagen wurde dadurch von der Straße in einen Straßengraben geschoben! Der Biker selbst flog noch 10 Meter, bevor er im Graben landete… tot.

Der Autofahrer starb ebenfalls noch an der Unfallstelle. Seine Beifahrer erlitten zum Glück nur leichte Verletzungen.

Ich wage mal zu behaupten: Wenn die Fahrer solcher Motorräder nur so schnell fahren dürften, wie ihr IQ hoch ist… wären viele in Schrittgeschwindigkeit unterwegs!

Quellen:
Erstbericht mein Leser Fred (Danke)
Polizeibericht
Abendblatt
Foto: Polizeiinspektion Stade

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Suzuki rast in Sattelzug

Freitag, 17. September 2010 | 

suzuki 16.9.2010, A93 bei Regenstauf

Wer meine Artikel hier regelmäßig liest, wird sehen, dass ich nichts gegen Motorradfahrer habe. Ich fahre selbst eins und hoffe, keinem unachtsamen Autofahrer zum Opfer zu fallen. Das ist übrigens immer noch der häufigste Todesgrund bei Bikern!

Aber man kann in diesen Artikeln auch lesen, dass sich Motorräder ganz trefflich als Werkzeuge der natürlichen Auslese eignen.

Sie werden teilweise sozusagen extra dafür hergestellt.

Es gibt bestimmte Arten von Motorrädern, die man eigentlich nur als Ja-Nein-Filter bezeichnen kann. Man überlebt sie oder eben nicht. Die Auslese beginnt schon beim Kauf der Maschinen…

Die zweithäufigste Todesursache bei Bikern ist die Selbstüberschätzung – in Tateinheit mit Missachtung jeglicher Straßenverkehrsregeln und unter Ausschluss der Vernunft.

Auf der A93 bei Regenstauf (Oberpfalz, bei Regensburg) war ein 48-jähriger Suzukifahrer mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. So wie wir das alle lieben – wechselweise links und rechts überholend.

An irgendeiner Stelle muss dann die Aufmerksamkeit nachgelassen haben. Denn er bretterte ungebremst gegen das Heck eines rechts fahrenden Sattelzuges. Er selbst stürzte und zog sich dabei leider tödliche Verletzungen zu. Die Maschine brannte komplett aus.

Quelle:
Neumarkt online

P.S.: Motorradfahrer scheinen Berichte über unvorsichtiges Fahren immer nur dann zu lesen, wenn es einen ihrer Freunde erwischt hat. Und auch dann lernen sie vermutlich nichts draus, sondern versuchen lediglich, mich zu bedrohen, um den Artikel löschen zu lassen.

Oder sie versuchen hier zu argumentieren, dass ein Wheelie auf der Landstraße auch Rentnern mit dem Fahrrad passieren kann :-)

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Thema: September 2010 | 2 Kommentare

Tödliches Überholverbot

Donnerstag, 16. September 2010 | 

ueberholverbot 15.9.2010, Landkreis Ansbach

Nicht immer machen alle Straßenschilder wirklich Sinn.

In Münsters Innenstadt z.B. gibt es eine Halteverbotszone, in der immer Autos stehen.

Die Politessen kassieren da alle 90 Minuten richtig ab.

Das hat keinerlei regelnden Effekt auf diese Zone und es gibt auch keinen Grund, dort nicht zu parken.

Überholverbote hingegen machen eigentlich immer Sinn. Mir ist jedenfalls noch keine Strecke mit diesem Verbot aufgefallen, wo ich das nicht hätte nachvollziehen können.

Manche sehen das aber wohl anders, wie der vorliegende Fall uns mal wieder deutlich vor Augen führt.

Früh am Morgen, gegen 6:00 Uhr, auf der Staatsstraße 2221 zwischen Burgoberbach und Sommersdorf. Ein 55-jähriger Ansbacher ist mit seinem roten Kleinwagen der Marke Toyota unterwegs.

In einer langestreckten Linkskurve versuchte er dann, im Überholverbot(!), einen Bus zu überholen. Um 6:00 Uhr ist es übrigens mittlerweile schon ganz schön finster.

Dabei kam ihm ein 23-Jähriger in einem BMW entgegen.

Beide versuchen durch Ausweichen und Bremsen den Unfall zu verhindern – zu spät!

Der Fahrer des Kleinwagens wurde schwer verletzt und starb – trotz intensiver Reanimationsversuche – noch am Unfallort. Die Insassen des BMW (unter anderem ein Kleinkind) wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.

Quellen:
T-Online Nachrichten
Franken TV

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Thema: September 2010 | Ein Kommentar