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Tödliches Ende einer Fahrerflucht

Freitag, 26. Februar 2010 | 

mazda01 Falkensee, 26.2.2010

Das was vom Fluchtwagen noch übrig ist, lässt schon erahnen, wes Geistes Kind der verunglückte Fahrer war.

Die Polizei hatte den 20-Jährigen stoppen wollen, weil sein Mazda  keine Kennzeichen hatte. Die Aufforderung zum Anhalten missachtete er allerdings und gab statt dessen lieber Gas.

Nachdem er einen entgegenkommenden Wagen leicht touchiert hatte, blieb er einen Moment lang stehen. Doch nicht für lange. Mit hohem Tempo setzte er seine Flucht fort, als sich die Polizisten dem Fahrzeug näherten.

mazda02 Nicht lange danach verlor er die Kontrolle über seinen Wagen und bretterte seitlich dermaßen gegen einen Straßenbaum, dass das Fahrzeug in der Mitte geknickt wurde. Dabei wurde der Junge im PKW eingeklemmt und starb an seinen schweren Verletzungen.

Die Platane musste gefällt werden.

Nicht nur die fehlenden Kennzeichen dürften der Grund für seine Flucht gewesen sein. Einen Führerschein hatte er auch nicht.

Quellen:
Fotos: Polizei
Polizeibericht
Die Welt

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Joggerin missachtet Schranke und wird vom Zug erfasst

Dienstag, 23. Februar 2010 | 

bahnschranke 22.2.2010, Millingen

Tiere rennen vor heranrasenden Autos über die Straße, weil die Evolution nicht schnell genug arbeitet und sie nicht über den Verstand verfügen, selbst die nötigen Schlüsse zu ziehen. Wer überfahren wurde, lernt eben nichts daraus.

Menschen haben es da leichter. Sie geben ihr Wissen, ihre Erfahrungen weiter. Und sie wissen auch, dass ein geschlossener Bahnübergang bedeutet, dass da gleich ein gefährlicher Zug kommt. Naja, zumindest die meisten Menschen wissen das.

Generelle Probleme mit dieser Regel haben eigentlich nur zwei Sorten von Menschen: Jugendliche und Jogger.

Die Kids leiden unter Selbstüberschätzung in Tateinheit mit Gruppenzwang. Aber was treibt einen Jogger oder eine Joggerin um die 40, der vielleicht noch durch einen Kopfhörer mit lauter Musik gehandicapped ist, dazu, an wartenden Menschen vorbei auf die abgesperrten Schienen zu laufen?

Das werden wir wohl auch im vorliegenden Fall nicht erfahren…

Eine 41-jährige Joggerin aus Rees interessierte sich nicht für die geschlossene Dreiviertel-Schranke am Bahnhof Millingen (bei Kleve). In der Dunkelheit (gegen 19:45 Uhr) joggte sie unter den Augen zweier Zeugen auf die Schienen, nicht realisierend, dass sich ein Zug mit hoher Geschwindigkeit näherte.

Und dieser Regionalexpress von Emmerich nach Wesel erwischte sie dann auch voll…

Es gibt Vermutungen, dass Sie Musik gehört hat. Aber das ist doch eigentlich nur ein Grund mehr dafür, sehr aufmerksam zu gucken und an Bahnschranken stehen zu bleiben, oder?

Die Joggerin wurde tödlich verletzt, der 44-jährige Zugführer und die Zeugen erlitten einen Schock.

Quellen:
Polizeipresse
Verschiedene Zeitungen

Update

Kommentar des Polizei-Pressesprechers Manfred Jacobi:

“Offensichtlich hat sie den herannahenden Zug nicht gehört, weil sie einen iPod mit sich führte und Kopfhörer trug.”

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Thema: Februar 2010 | 10 Kommentare

Auf gesperrter Skipiste gegen Stahlseil gerast

Mittwoch, 10. Februar 2010 | 

pistenraupe 31.1.2010 / 10.2.2010, Hauser Kaibling, Österreich

Stellen Sie sich einfach mal vor: Es ist Nacht, so gegen 22:50 Uhr. Stockfinster. Die Skipiste ist seit 6 Stunden gesperrt und darauf weisen Skikarten, Schilder an Kassen und den Panoramatafeln hin.

Nach 17:30 werden nämlich Arbeiten durchgeführt, um die Skipisten wieder befahrbar zu machen. Darauf wiesen wiederum Schranken, Tafeln und orangenes Licht hin.

Würden Sie jetzt die Piste herab rasen? Hmm? Los, ehrlich…

Helga B. aus Lassing (45) und ihre 4 Freunde ließen sich von alldem jedenfalls nicht abhalten. Nach einem Besuch einer Skihütte wollten die fünf auf der sogenannten Brenner Abfahrt in Richtung des Tals fahren. Zu diesem Zeitpunkt war ein Arbeiter mit einem Pistengerät dabei, ein Stahlseil anzuziehen, das zum Aufrichten einer Stütze diesen sollte.

Ihre vier Kumpanen konnten gerade noch bremsen. Helga B. nicht. Sie fuhr mit hoher Geschwindigkeit ins Stahlseil, blieb daran hängen und verletzte sich schwer an Kopf und Hals.

Noch an Ort und Stelle wurde sie in ein künstliches Koma versetzt und in ein Krankenhaus gebracht. Das Krankenhaus Salzburg hat nun mitgeteilt, dass die Skifahrerin ihren Verletzungen erlegen ist.

Die fünf wussten, dass die Abfahrt verboten war. Das hatte einer von Ihnen beim späteren Verhör zugegeben.

Quellen:
Kleine Zeitung
Die Presse

Nachtrag: Wie gefährlich das war, hätten die leute auch hier lesen können:
http://www.hauser-kaibling.at/de/technik/pistenpraeparierung/

Zitat:
"Seit einigen Jahren werden am Hauser Kaibling die Pistenpräparierungen mit den sogenannten Windenpistenraupen durchgeführt. Bei diesen modernen Pistenraupen hängt die Maschine an einem bis zu 1.000 m langen Stahlseil."

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Besoffener Belgischer Snowboarder stirbt nach Unfallflucht

Dienstag, 9. Februar 2010 | 

schneegrab 6.2.2010, Feldberg

Stark betrunken hatte sich der 28-jährige Automechaniker aus Eeklo in den Schnee gewagt. Im Gegensatz zu seinen Freunden verließ er (war ja klar!) die Piste nach kurzer Zeit.

Irgendwann löste sich auch noch das Snowboard vom Fuß und flitzte davon, traf eine 13-jährige Skifahrerin und verletzte sie schwer.

Das könnte der Grund sein, dass sich der Betrunkene zu Fuß auf den Weg machte und floh.

Nachdem er vermisst wurde, setzte sich eine große Suchmannschaft in Gang und stöberte das ganze Gebiet nach dem Belgier durch. Der hatte mittlerweile eine recht große Strecke zurückgelegt und setzte mit seinem Handy irgendwann sogar einen Hilferuf mit seinem Handy ab.

Letztlich nutzte ihm das alles nicht. Zwei Tage später wurde er von einem Hubschrauber in einem abgelegenen Waldstück entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt war er aber schon tot. Über die Todesursache gibt es noch keine Meldungen.

Quellen:
Badische Zeitung
Südkurier

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Bitte nicht auf der Autobahn rumlaufen!

Montag, 8. Februar 2010 | 

autobahn 6.2.2010, A40 bei Mülheim-Dümpten

Es ist ja nicht so, als wäre ich ein Heiliger. Natürlich war ich manchmal auch schon betrunken. Manchmal sogar recht heftig.

Doch ich würde in dem Zustand niemals ein Auto steuern und mit Sicherheit nicht auf der Straße rumtorkeln. Schon gar nicht auf einer Autobahn. Unter anderem wohl auch, weil es da keine "zweite Chance" gibt. Keinen Lernerfolg. Wenn es einen da erwischt, dann richtig.

Diese unangenehme letzte Erfahrung musste nun leider auch ein 30-jähriger Duisburger machen. Hmm, ist das überhaupt eine Erfahrung, wenn man daraus nichts mehr lernen kann?

Doch zurück zum Thema: Ein 33-Jähriger fuhr mit zwei Freunden auf der A40 in Richtung Venlo. Einer der beiden Beifahrer, der erwähnte 30-Jährige aus Duisburg war so stark alkoholisiert, dass ihm während der Fahrt übel wurde. Darum bat er den Fahrer, doch bitte anzuhalten, weil er sich übergeben müsse.

Vermutlich schon aus hygienischem Eigeninteresse kam der Fahrer dieser Bitte nach und nun rechnete jeder damit, dass der Mann rechts austeigen und sich an den Autobahnrand begeben würde. Doch das war leider ein Irrtum, ein tödlicher Irrtum.

Der angetrunkene Mann stieg nämlich links aus und damit nicht genug, lief er auf die Fahrbahn. Sofort folgten ihm die besorgten Freunde, um den Betrunkenen zu retten. In diesem Moment kam auch schon ein Essener, dem es im letzten Moment gelang, einen Zusammenstoß zu vermeiden. Die Freunde retteten sich zurück auf den Standstreifen, doch der Kollege lief weiter in Richtung Mittelstreifen. Dort wurde er von einem Autofahrer gerammt und bis auf den Mittelstreifen geschleudert.

Im Klinikum Essen konnte leider nur noch der Tod festgestellt werden. Eine Blutprobenentnahme bestätigte die vermutete starke Alkoholisierung des Opfers.

Quellen:
Polizeibericht

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Unangeschnallter Fahrer wird aus dem Auto katapultiert

Samstag, 6. Februar 2010 | 

unfall-sierning_feuerwehrfoto 5.2.2010, Sierning, Österreich

Nach einem Überholmanöver im Schnee kam ein 30-jähriger Mann in Oberösterreich mit seinem BMW (was sonst?!) vom Weg ab und geriet auf eine Böschung.

Dadurch überschlug sich das zu schnell fahrende Fahrzeug mehrmals. Doch damit nicht genug, wurde der Fahrer aus dem Wagen geschleudert.

Trotz des Wetters und seiner riskanten Fahrweise befand er die Anschnallgurte scheinbar für überflüssigen Zierrat.

Der 30-Jährige verstarb noch am Ort des Geschehens.

Quelle:
Foto Feuerwehr Sierning
OE24

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Unter selbstgemachter Lawine gestorben

Donnerstag, 4. Februar 2010 | 

lawine 3.2.2010, Schoppernau, Österreich

Pistenmarkierungen in Skigebieten zu ignorieren hat ganz offensichtlich evolutionäres Potential.

Überhaupt sind Naturgewalten ja eine der wenigen Gelegenheiten, in denen sich echte, natürliche Auslese zeigt.

Abstürze von Felsen, Lawinen… auf diesen Seiten finden sich viele lehrreiche Beispiele für die Aussage: "Es hat einen Grund, wenn irgendwo Betreten verboten steht"!

Im österreichischen Bundesland Vorarlberg, im im Skigebiet Diedamskopf bei Schoppernau, waren zwei Jugendliche Skifahrer (17 und 18 Jahre alt) und zwei weitere Begleiter unterwegs. Natürlich nicht auf einer abgesteckten Piste, sondern abseits davon.

Die beiden Burschen aus dem bayerischen Lindau haben die tödliche Lawine selbst ausgelöst, der sie dann zum Opfer fielen. Ihre beiden Begleiter sahen den Lawinenabgang und alarmierten Rettungskräfte. Doch eine Riesensuchaktion mit 160 Helfern, drei Hubschraubern und 4 Suchhunden förderte die Jungs nur noch tot zutage.

Unnötig zu sagen, dass dort derzeit die Lawinenwarnstufe 3 (von 5) gilt…

Quellen:
Rheinische Post
Südkurier

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Bei Handysuche im Gulli ertrunken

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

gulli 2.2.2010, Innsbruck

So einen ähnlichen Fall hatte ich hier schon einmal und der steht momentan in den Top10 sogar auf Platz 4.

Damals war einem Betrunkenen der Schlüssel in den Gulli gefallen. Also hob er den Deckel und neigte sich in den Schacht. Dabei rutschte er ab, geriet mit dem Kopf in das Kanalwasser und ertrank. [lesen]

Ich ging davon aus, dass sich sowas wohl nicht so schnell wiederholen würde – obwohl man ja bei Betrunkenen nie weiß…

Doch dass sowas jemandem passiert, der stocknüchtern und deshalb vermutlich Herr seines Verstandes ist, damit hätte ich nicht gerechnet. Doch genau das passierte am Dienstagabend im Innsbrucker Stadtteil Reichenau.

Unmittelbar bei seinem Wohnhaus in der Radetzkystraße fiel ihm das Handy aus der Hand. Das kann schon mal passieren. Oft ist das Teil dann kaputt. Doch ihm fiel das Teil auch noch in einen Gulli und verschwand unter der Erde. Selbst ist der Mann, dachte sich der etwa 40 Jahre alte Mann und hob beherzt den Deckel hoch.

Er beugte sich in den Schacht und versuchte, sein Telefon zu erreichen. Als das nicht so einfach möglich war, beugte er sich etwas weiter vor… und verlor den Halt. Kopfüber rutschte er in den engen Schacht. Dort verlor er das Bewusstsein.

Ein Anwohner sah nur die Füße aus dem Kanalschacht ragen und zog den Verunglückten heraus. Der etwa 2,10 Meter tiefe Schacht war zu rund 60 Zentimetern mit Wasser gefüllt. Tief genug um zu ertrinken.

Reanimationsversuche der herbeigerufenen Rettungskräfte blieben ohne Erfolg. Bei Ankunft in einer Klinik war der Mann bereits tot.

Quellen:
Mein Leser Peter Egger
TT
Kleine Zeitung
Die Presse

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Snowboarder erstickt im Schnee

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

sboard 2.2.2010, Oberstdorf

An irgendeiner Stelle im Hirn ist es festgelegt, wo sich die Menschen in Skifahrer und Snowboarder aufteilen.

Diese Stelle ist vermutlich auch zuständig für die Affinität bzw. das Ablehnen von Drogen und die Fähigkeit, sich an Vernunftregeln zu halten.

Verunglückte Snowboarder haben in den meisten Fällen eins gemeinsam: Unabhängig vom Alter besitzen Sie eine beinahe kindliche Unfähigkeit, auf den genehmigten Pisten zu bleiben und ihre Fähigkeiten richtig einzuschätzen.

Das landläufige Skifahrer weiß: Es gibt die einigermassen sichere Piste und abseits davon gibt es ein Gebiet, in dem möglicherweise der Tod in Form von Felsen, Schluchten und Lawinen wartet.

Der Snowboarder glaubt zu wissen: Es gibt die Pisten, für “Normalos” und Kinder und es gibt die unendlichen Weiten, für Abenteurer, die Coolen und Cptn. Kirk…

Das dachte wohl auch der 38-jährige, (natürlich) männliche Snowboarder, das einem wirklich seltenen Unglück zum Opfer fiel. Ganz alleine war er im Skigebiet der Fellhornbahn abseits der Piste unterwegs, als er aus irgendeinem Grunde stürzte.

Er fiel aber nicht einfach in den Schnee und rappelte sich wieder auf. Er fiel in einen sogenannten Tobel, einen Einschnitt in der Piste, der bis zum Rand mit lockerem Schnee gefüllt war. Und in diesem versank er – kopfüber – bis hin zu den Knöcheln.

Aus dieser misslichen Lage konnte er sich nicht mehr befreien und erstickte in den Schneemassen. So fand ihn ein anderer Skifahrer (der dort wohl auch nix zu suchen hatte) und der alarmierte die Skiwacht.

Quellen:
Gemeldet von meinem Leser M.H.
Rheinische Post
Nordbayerischer Kurier
TZ

Update:
Er war leider nicht der einzige. Innerhalb kurzer Zeit starben mehrer Wintersportler und alle in Gebieten, die eigentlich für das Befahren nicht geeignet waren. Vielleicht sollte man in diesen Gebieten anfangen, die Hunderte von Helfern einer Suche nach Lawinenopfern VORHER zum Absperren der tödlichen Strecken zu nehmen? Denn die eigene Vernunft scheint ja nicht auszureichen.

http://derstandard.at/1263706671847/Toedlicher-Leichtsinn-Zahlreiche-Tote-bei-Lawinenungluecken

Update 2:
11 Lawinentote in einer Woche – und fast immer befanden sich die Opfer außerhalb der freigegebenen Skipisten!

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Darwinpreisträger Januar 2010

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

Im Januar war hinsichtlich des Darwinpreises nicht viel los.

Beziehungsweise… viel los war schon.

Nahezu täglich hat sich irgendein Vollpfosten totgefahren, weil er bei Glatteis und Schnee viel zu schnell und zu unvorsichtig – manchmal sogar mit Sommerreifen – gefahren ist.

Doch das wird irgendwann langweilig und ist nicht spektakulär, sondern nur Ausdruck für eine weit verbreitete Dummheit.

Und so gab es nur drei Bewerber um den deutschen Darwin Award.

  • Eine Studentin, die einen Brand auslöste, indem sie ihre Jacke auf die Herdplatte legte. [lesen]
  • Einen Typen, der unbedingt noch mit dem Fahrrad über den geschlossenen Bahnübergang musste [lesen]
  • Und den Gewinner… Einen Zuggast, der nach dem Aussteigen hinter dem Zug über die Gleis huschen wollte und dort nähere Bekanntschaft mit dem Zug in Richtung Bremen machte [lesen]

 

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