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Ungesichert im Mais versunken

Donnerstag, 27. November 2008 | 

silo25.11.2008, Ettenheimmünster

Was der Sicherheitsgurt für einen Autofahrer sind Sicherungsleinen für Bergsteiger – oder manchmal auch Siloreiniger: Die letzte Rettung vor einem vermeidbaren Tod!

Und ebenso wie ich es nicht verstehe, dass immer wieder Leute unangeschnallt mit dem Auto losfahren, kann ich nicht begreifen, warum man Sicherungsleinen löst. Und darum ist es mir – und wohl nicht nur mir – unverständlich, was einen 23-jährigen Arbeiter dazu brachte, diesen letzten Faden zwischen Tod und Leben zu kappen…

Er war damit beschäftigt, einen etwa 25 Meter hohen Silo zu reinigen, der teilweise mit Maiskörnern gefüllt war.

Dabei ging es wohl darum, dass frischer Mais oft noch recht feucht ist und diese verdunstende Feuchtigkeit an der Silowand zu Schmutzablagerungen führt. Diese zu beseitigen war sein Auftrag. Und dazu seilte er sich mit einer Sitzvorrichtung, einem Klettergurt und eben einer Seilsicherung (an einer Seilwinde!) in den Silo ab.

In Höhe der Körner glaubte er sich wohl auf der sicheren Seite, als er das Seil löste um vermutlich schwer erreichbare Teile des Silos quasi zu Fuß zu erreichen.

Ein tödlicher Fehler!

Nach einigen Minuten reagierte ein Kollege auf seine Hilferufe. Da steckte er bereits bis zu den Knien im Mais. Der Versuch ihn herauszuziehen scheiterte, weswegen der Kollege die Anlage ausschaltete und die Feuerwehr alarmierte.

Als diese eintraf war das Opfer bereits bis zur Brust in den Mais gesunken udn atmete nicht mehr. Das Gewicht des Mais presste den Brustkorb zusammen.

Quellen:
Badische Zeitung
Baden online

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Vom Kiosk in den Tod

Mittwoch, 26. November 2008 | 

Ein Beispielkiosk in Berlin Kreuzberg25.11.2008, Berlin

Die Schluchseestraße in Berlin Waidmannslust ist schon etwas weiter vom Zentrum entfernt.

Da bleibt man gerne beim Trinken unter sich. So auch das Opfer dieses Falls:

Der 48-Jährige hatte sich im nahegelegenen Kiosk noch ordentlich einen gezwitschert, als er sich dann irgendwann in der Nacht auf den Heimweg machte. In großen Kurven torkelte er über den Gehweg, um dann schließlich volltrunken vor Zeugen auf die Straße zu fallen. Dort blieb er dann auch liegen, ohne einen Versuch zu starten, sich zu erheben.

Und dann kam auch schon ein 34-jähriger Autofahrer mit seinem Kombi angerollt. Ich sage angerollt, weil dort nur Tempo 30 erlaubt ist. Auch das war schnell genug, den liegenden Betrunkenen zu übersehen… und anschließend zu überrollen.

Das Opfer verschied noch am Unfallort…

Quellen:
Tagesspiegel
Polizeiticker

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Angler plumpst mit Auto in Hafenbecken

Mittwoch, 19. November 2008 | 

angeln Preußisch-Oldendorf, 15.11.2008, 2.15 Uhr(!)

Der Hafen von Getmold bei Preußisch-Oldendorf (Minden) ist den meisten Menschen unbekannt. Für 10 Tage erhielt er vor ein paar Jahren eine kleine Bekanntheit, weil Greenpeace dort ein Sägewerk für Tropenholzstämme besetzte.

Aber scheinbar kann man dort nett angeln. Und wenn ich den Polizeibericht richtig verstehe, sogar um 2:00 Uhr in der Nacht!

Das jedenfalls taten dort drei Angler, von denen einer leider kurz darauf verstarb…

Aus irgendeinem Grund wollte ein 39 Jahre alter Angler aus Espelkamp sein Auto, einen neu Jahre alten Ford Focus, zum Hafenbecken holen. Zuerst entfernte er sich sogar vom Hafen, näherte sich diesem dann aber über einen Pfad am Kanal.

Irgendwie geriet er rechts über die Spundwand (den Rand des Hafenbeckens). Der Wagen kippte in das etwa 4 Meter tiefe Becken und versank sofort. Der Fahrer tauchte (buchstäblich) nicht wieder auf.

Die Zeugen alarmierten scheinbar die Rettungskräfte und gegen 4:30 Uhr wurde im geborgenen Auto ein männlicher Leichnam von den Zeugen als eben jener Angler identifiziert.

Daraufhin wurde eine Obduktion angeordnet, bei der nur herauskam, dass der Angler ertrunken ist. Was haben sie auch sonst erwartet? Piranhabisse? 500 Barsche die ihn unter Wasser drücken?

Nun wird auch noch das Auto daraufhin untersucht, ob es einen technischen Defekt hatte. Doch vermutlich hätte er einfach nicht mitten in der Nacht am Rande eines Hafenbeckens rumfahren sollen.

Quellen:
Polizeiberichte Polizei Minden
Verschiedene Tageszeitungen

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Cabriofahrer stirbt unangeschnallt

Montag, 17. November 2008 | 

ford_mustang 17.11.2008, Linsburg – Stöckse/Wenden

Eigentlich ist die Regel doch leicht zu merken: Unangeschnallt, betrunken und zu schnell ist schlecht. Angeschnallt, nüchtern und mit angepasster Geschwindigkeit ist gut.

Und doch sterben täglich Menschen, die diese einfache Regel nicht begriffen haben. So auch dieses Wochenende auf der Kreisstraße 4 zwischen Linsburg und Stöckse/Wenden.

Ein 25-jähriger Linsburger befand sich in seinem Ford Cario auf der Fahrt von Linsburg nach Stöckse. Die Polizei geht davon aus, dass er alkoholisiert und deutlich zu schnell war. Er geriet auf den Grünstreifen, versuchte vermutlich noch gegenzulenken und stürzte schließlich einen Erdwall runter. Dabei überschlug er sich und blieb auf dem Dach liegen.

Das alles hätte er durchaus überleben können – selbst in einem Cabriolet – wenn…, ja wenn er angeschnallt gewesen wäre.

War er aber nicht!

Die Polizeisprecherin dazu:
“Der Fahrer war augenscheinlich nicht angeschnallt, wurde halb aus dem Fahrzeug geschleudert und von diesem eingeklemmt”.

Was, so frage ich mich, ist so lästig an einem Gurt? Warum müssen heute noch Menschen sterben, weil Ihnen eine kleine Handbewegung zuviel ist? Es gab doch mal die Überlegung, dass man ein Auto überhaupt nur noch starten kann, wenn der Gurt des Fahrers geschlossen ist. Was ist daraus geworden?

Quelle:
Polizeibericht

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Mit geklautem Auto gegen Baum

Donnerstag, 13. November 2008 | 

Quelle: Polizeipresse 12.11.2008, Rahden

Vielleicht sollte das ganze ein Abenteuer werden. Vielleicht auch der Beginn einer Karriere als Autoknacker. Doch die wichtigste Regel beim Diebstahl hat der Junge wohl nicht begriffen: Gehe ganz langsam und unauffällig weg…

Ein 19jähriger Mann aus Hessisch Oldendorf hatte am Abend vor dem Unfall ein Auto bei einer Ofenbaufirma in Seelze (bei Hannover) geklaut. Um 4:45 Uhr knallte es laut in der Hochzeitsmühle in Tonnenheide. Eine Anwohnerin wurde geweckt und entdeckte auf der Mindener Straße einen weißen VW Caddy um einen Straßenbaum gewickelt.

Sie alarmierte umgehend Polizei, Notarzt und Feuerwehr. Als die Rettungskräfte an der Unfallstelle – etwa 50 Meter vor der Straßeneinmündung Küthe – eintrafen, war der allein im Fahrzeug sitzende Fahrer eingeklemmt und schwerst verletzt. Während eine Notärztin des Rahdener Krankenhauses sich intensiv um den Mann kümmerte, versuchten Feuerwehrmänner ihn aus dem Wrack zu befreien. Alle Bemühungen waren jedoch vergebens, der 19-Jährige starb wenig später noch am Unfallort.

Aufgrund stark überhöhter Geschwindigkeit war der Bursche in einer langezogenen Rechtskurve nach links abgekommen. Dort touchierte er einen Pfosten und überfuhr den nächsten. Er versuchte gegenzulenken, was alles noch schlimmer machte. Der Wagen begann zu schleudern und knallte schließlich mit der Fahrerseite in einem Baum.

Da der Fahrer keinerlei Papiere mit sich führte, dauerte es lange ihn zu identifizieren.

Quelle:
Polizeibericht Polizei Minden

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Kranwagenzug leider nicht gesehen?

Dienstag, 11. November 2008 | 

schranke10.11.2008, Pritschitz, Österreich

Eine 55jährige Angestellte aus Krumpendorf hatte es an diesem Montagmorgen wohl zu eilig… und außerdem scheinbar auch die Brille vergessen.

Sie wartete an der Eisenbahnkreuzung im österreichischen Pritschitz noch brav einen Zug ab. Doch dann dauerte es ihr wohl zu lange.

Trotz geschlossener Schranke und leuchtenden Rotlichts entschloss sie sich, die Scheinen zu überqueren. Bis dahin hatte Sie bereits die Schranken und die Ampel übersehen. Das ging ja noch…

Leider übersah sie auch den von Villach in Richtung Klagenfurt am Gleis 2 fahrenden Schwerkranwagen. Das sind so dicke, extrem massige und schwere Züge mit Kranaufbau…

Der erfasste sie rechts hinten (also am Auto…) und schleuderte den Wagen über die Gleise wo er schließlich in der Böschung auf dem Dach zu liegen kam.

Die Fahrzeugführerin wurde noch ins Unfallkrankenhaus nach Klagenfurt geflogen. Dort verstarb sie in der Nacht zum Dienstag.

Quelle:
ORF

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Thema: November 2008 | Ein Kommentar

Gurtmuffel stirbt bei Unfall

Samstag, 1. November 2008 | 

sicherheitsgurtUntergruppenbach, 1.11.2008

Es ist mir ein unerklärliches Rätsel, warum nach wie vor so viele Menschen den Sicherheitsgurt nicht anlegen.

Er ist nicht unbequem, es kostet nicht viel Arbeit und die Überlebenschancen bei einem schweren Unfall sind bedeutend höher.

Sieht man sich dann aber die Unfallberichte von Fällen an, in denen jemand eben wegen des fehlenden Gurtes verstarb, so ist meist eine leichtsinnige Fahrweise oder fahrerisches Unvermögen der Begleiter dieser “Bequemlichkeit”.

So scheinbar auch im Falle der 31 Jahre alten Frau, die an diesem Samstag auf der Landstraße 1111 zwischen Unterheinriet und Happenbach ums Leben kam.

Warum genau sie nun von der Straße abkam, ins Schleudern geriet, sich überschlug und auf dem Dach zu liegen kam, werden die Sachverständigen klären müssen.

Warum sie aber nicht angeschnallt war und – wie es heißt “teilweise aus ihrem Fahrzeug herausgeschleudert” wurde, das muss sie mit ihrem Schöpfer ausmachen – wenn sie an einen glaubte.

Quelle:
Stimme

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Thema: November 2008 | 2 Kommentare

Darwinpreisträger Oktober 2008

Samstag, 1. November 2008 | 

Eindeutiger Darwinpreisträger des Monats Oktober 2008 ist der österreichische, rechtslastige Möchtegernmacho Jörg Haider. Der ehemals lebende Beweis dafür, dass einige Männer immer noch versuchen man mit Intoleranz, Ausländerhass und markigen Sprüchen ihre Homosexualität zu verbergen, fuhr sich stockbetrunken mit seinem Dienstwagen tot.

Ich frage mich nur eins: Eigentlich müsste doch das österreichische Bundesland Kärnten von Haiders Familie den Preis für den VW Phaeton fordern. Schließlich muss die Versicherung bei besoffenere Raserei nicht dafür aufkommen…

[Zum Artikel...]

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Thema: Oktober 2008, Preisträger | Ein Kommentar