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Bitte nicht auf der Autobahn rumlaufen!

Montag, 8. Februar 2010 | 

autobahn 6.2.2010, A40 bei Mülheim-Dümpten

Es ist ja nicht so, als wäre ich ein Heiliger. Natürlich war ich manchmal auch schon betrunken. Manchmal sogar recht heftig.

Doch ich würde in dem Zustand niemals ein Auto steuern und mit Sicherheit nicht auf der Straße rumtorkeln. Schon gar nicht auf einer Autobahn. Unter anderem wohl auch, weil es da keine "zweite Chance" gibt. Keinen Lernerfolg. Wenn es einen da erwischt, dann richtig.

Diese unangenehme letzte Erfahrung musste nun leider auch ein 30-jähriger Duisburger machen. Hmm, ist das überhaupt eine Erfahrung, wenn man daraus nichts mehr lernen kann?

Doch zurück zum Thema: Ein 33-Jähriger fuhr mit zwei Freunden auf der A40 in Richtung Venlo. Einer der beiden Beifahrer, der erwähnte 30-Jährige aus Duisburg war so stark alkoholisiert, dass ihm während der Fahrt übel wurde. Darum bat er den Fahrer, doch bitte anzuhalten, weil er sich übergeben müsse.

Vermutlich schon aus hygienischem Eigeninteresse kam der Fahrer dieser Bitte nach und nun rechnete jeder damit, dass der Mann rechts austeigen und sich an den Autobahnrand begeben würde. Doch das war leider ein Irrtum, ein tödlicher Irrtum.

Der angetrunkene Mann stieg nämlich links aus und damit nicht genug, lief er auf die Fahrbahn. Sofort folgten ihm die besorgten Freunde, um den Betrunkenen zu retten. In diesem Moment kam auch schon ein Essener, dem es im letzten Moment gelang, einen Zusammenstoß zu vermeiden. Die Freunde retteten sich zurück auf den Standstreifen, doch der Kollege lief weiter in Richtung Mittelstreifen. Dort wurde er von einem Autofahrer gerammt und bis auf den Mittelstreifen geschleudert.

Im Klinikum Essen konnte leider nur noch der Tod festgestellt werden. Eine Blutprobenentnahme bestätigte die vermutete starke Alkoholisierung des Opfers.

Quellen:
Polizeibericht

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Unangeschnallter Fahrer wird aus dem Auto katapultiert

Samstag, 6. Februar 2010 | 

unfall-sierning_feuerwehrfoto 5.2.2010, Sierning, Österreich

Nach einem Überholmanöver im Schnee kam ein 30-jähriger Mann in Oberösterreich mit seinem BMW (was sonst?!) vom Weg ab und geriet auf eine Böschung.

Dadurch überschlug sich das zu schnell fahrende Fahrzeug mehrmals. Doch damit nicht genug, wurde der Fahrer aus dem Wagen geschleudert.

Trotz des Wetters und seiner riskanten Fahrweise befand er die Anschnallgurte scheinbar für überflüssigen Zierrat.

Der 30-Jährige verstarb noch am Ort des Geschehens.

Quelle:
Foto Feuerwehr Sierning
OE24

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Unter selbstgemachter Lawine gestorben

Donnerstag, 4. Februar 2010 | 

lawine 3.2.2010, Schoppernau, Österreich

Pistenmarkierungen in Skigebieten zu ignorieren hat ganz offensichtlich evolutionäres Potential.

Überhaupt sind Naturgewalten ja eine der wenigen Gelegenheiten, in denen sich echte, natürliche Auslese zeigt.

Abstürze von Felsen, Lawinen… auf diesen Seiten finden sich viele lehrreiche Beispiele für die Aussage: "Es hat einen Grund, wenn irgendwo Betreten verboten steht"!

Im österreichischen Bundesland Vorarlberg, im im Skigebiet Diedamskopf bei Schoppernau, waren zwei Jugendliche Skifahrer (17 und 18 Jahre alt) und zwei weitere Begleiter unterwegs. Natürlich nicht auf einer abgesteckten Piste, sondern abseits davon.

Die beiden Burschen aus dem bayerischen Lindau haben die tödliche Lawine selbst ausgelöst, der sie dann zum Opfer fielen. Ihre beiden Begleiter sahen den Lawinenabgang und alarmierten Rettungskräfte. Doch eine Riesensuchaktion mit 160 Helfern, drei Hubschraubern und 4 Suchhunden förderte die Jungs nur noch tot zutage.

Unnötig zu sagen, dass dort derzeit die Lawinenwarnstufe 3 (von 5) gilt…

Quellen:
Rheinische Post
Südkurier

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Bei Handysuche im Gulli ertrunken

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

gulli 2.2.2010, Innsbruck

So einen ähnlichen Fall hatte ich hier schon einmal und der steht momentan in den Top10 sogar auf Platz 4.

Damals war einem Betrunkenen der Schlüssel in den Gulli gefallen. Also hob er den Deckel und neigte sich in den Schacht. Dabei rutschte er ab, geriet mit dem Kopf in das Kanalwasser und ertrank. [lesen]

Ich ging davon aus, dass sich sowas wohl nicht so schnell wiederholen würde – obwohl man ja bei Betrunkenen nie weiß…

Doch dass sowas jemandem passiert, der stocknüchtern und deshalb vermutlich Herr seines Verstandes ist, damit hätte ich nicht gerechnet. Doch genau das passierte am Dienstagabend im Innsbrucker Stadtteil Reichenau.

Unmittelbar bei seinem Wohnhaus in der Radetzkystraße fiel ihm das Handy aus der Hand. Das kann schon mal passieren. Oft ist das Teil dann kaputt. Doch ihm fiel das Teil auch noch in einen Gulli und verschwand unter der Erde. Selbst ist der Mann, dachte sich der etwa 40 Jahre alte Mann und hob beherzt den Deckel hoch.

Er beugte sich in den Schacht und versuchte, sein Telefon zu erreichen. Als das nicht so einfach möglich war, beugte er sich etwas weiter vor… und verlor den Halt. Kopfüber rutschte er in den engen Schacht. Dort verlor er das Bewusstsein.

Ein Anwohner sah nur die Füße aus dem Kanalschacht ragen und zog den Verunglückten heraus. Der etwa 2,10 Meter tiefe Schacht war zu rund 60 Zentimetern mit Wasser gefüllt. Tief genug um zu ertrinken.

Reanimationsversuche der herbeigerufenen Rettungskräfte blieben ohne Erfolg. Bei Ankunft in einer Klinik war der Mann bereits tot.

Quellen:
Mein Leser Peter Egger
TT
Kleine Zeitung
Die Presse

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Snowboarder erstickt im Schnee

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

sboard 2.2.2010, Oberstdorf

An irgendeiner Stelle im Hirn ist es festgelegt, wo sich die Menschen in Skifahrer und Snowboarder aufteilen.

Diese Stelle ist vermutlich auch zuständig für die Affinität bzw. das Ablehnen von Drogen und die Fähigkeit, sich an Vernunftregeln zu halten.

Verunglückte Snowboarder haben in den meisten Fällen eins gemeinsam: Unabhängig vom Alter besitzen Sie eine beinahe kindliche Unfähigkeit, auf den genehmigten Pisten zu bleiben und ihre Fähigkeiten richtig einzuschätzen.

Das landläufige Skifahrer weiß: Es gibt die einigermassen sichere Piste und abseits davon gibt es ein Gebiet, in dem möglicherweise der Tod in Form von Felsen, Schluchten und Lawinen wartet.

Der Snowboarder glaubt zu wissen: Es gibt die Pisten, für “Normalos” und Kinder und es gibt die unendlichen Weiten, für Abenteurer, die Coolen und Cptn. Kirk…

Das dachte wohl auch der 38-jährige, (natürlich) männliche Snowboarder, das einem wirklich seltenen Unglück zum Opfer fiel. Ganz alleine war er im Skigebiet der Fellhornbahn abseits der Piste unterwegs, als er aus irgendeinem Grunde stürzte.

Er fiel aber nicht einfach in den Schnee und rappelte sich wieder auf. Er fiel in einen sogenannten Tobel, einen Einschnitt in der Piste, der bis zum Rand mit lockerem Schnee gefüllt war. Und in diesem versank er – kopfüber – bis hin zu den Knöcheln.

Aus dieser misslichen Lage konnte er sich nicht mehr befreien und erstickte in den Schneemassen. So fand ihn ein anderer Skifahrer (der dort wohl auch nix zu suchen hatte) und der alarmierte die Skiwacht.

Quellen:
Gemeldet von meinem Leser M.H.
Rheinische Post
Nordbayerischer Kurier
TZ

Update:
Er war leider nicht der einzige. Innerhalb kurzer Zeit starben mehrer Wintersportler und alle in Gebieten, die eigentlich für das Befahren nicht geeignet waren. Vielleicht sollte man in diesen Gebieten anfangen, die Hunderte von Helfern einer Suche nach Lawinenopfern VORHER zum Absperren der tödlichen Strecken zu nehmen? Denn die eigene Vernunft scheint ja nicht auszureichen.

http://derstandard.at/1263706671847/Toedlicher-Leichtsinn-Zahlreiche-Tote-bei-Lawinenungluecken

Update 2:
11 Lawinentote in einer Woche – und fast immer befanden sich die Opfer außerhalb der freigegebenen Skipisten!

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Darwinpreisträger Januar 2010

Mittwoch, 3. Februar 2010 | 

Im Januar war hinsichtlich des Darwinpreises nicht viel los.

Beziehungsweise… viel los war schon.

Nahezu täglich hat sich irgendein Vollpfosten totgefahren, weil er bei Glatteis und Schnee viel zu schnell und zu unvorsichtig – manchmal sogar mit Sommerreifen – gefahren ist.

Doch das wird irgendwann langweilig und ist nicht spektakulär, sondern nur Ausdruck für eine weit verbreitete Dummheit.

Und so gab es nur drei Bewerber um den deutschen Darwin Award.

  • Eine Studentin, die einen Brand auslöste, indem sie ihre Jacke auf die Herdplatte legte. [lesen]
  • Einen Typen, der unbedingt noch mit dem Fahrrad über den geschlossenen Bahnübergang musste [lesen]
  • Und den Gewinner… Einen Zuggast, der nach dem Aussteigen hinter dem Zug über die Gleis huschen wollte und dort nähere Bekanntschaft mit dem Zug in Richtung Bremen machte [lesen]

 

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Jacke auf Herdplatte kostet Studentin das Leben

Samstag, 23. Januar 2010 | 

dfeuer 21.1.2010, Graz

Eine Studentin im schönen Graz hatte scheinbar das selbe Leiden wie meine Töchter: Die Garderobe ist nur eine Verzierung an der Wand. Jacken legt man ab, wo immer Platz ist.

Nur war es dieses mal eindeutig der falsche Platz!

Die 19-jährige Frau hatte ihre Winterjacke nämlich auf einer eingeschalteten Herdplatte abgelegt.

Bis um Mitternacht telefonierte sie noch mit ihrer Mutter, mit der sie sich am nächsten Tag treffen wollte. Als sie zu diesem Treffen nicht auftauchte, ging die Mutter zu der Wohnung. Dort waren bereits vor dem haus Rauchwolken zu sehen. Mit fremder Hilfe stieg die Mutter in die Wohnung ein und fand ihre tote Tochter im Wohnzimmer.

Die junge Frau war einer Rauchgasvergiftung erlegen, für die der Schwelbrand verantwortlich ist, die durch die brennende Jacke ausgelöst wurde.

Quellen:
OE24
Krone

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Interregio gegen Radfahrer – Ein zu Null

Freitag, 22. Januar 2010 | 

interregio 21.1.2010, Meckenbeuren (Bodenseekreis)

Wofür waren die Schranken an Bahnübergängen nochmal da?

Diese Frage kann bereits der durchschnittliche Heranwachsende leicht beantworten – um das Ergebnis dann später zu missachten und den Preis dafür zu zahlen.

So auch ein 25-Jähriger in Meckenbeuren, der auf seinem Fahrrad eine bereits geschlossene Bahnschranke umfuhr. Wenigstens gucken hätte er doch können. Macht man beim Überqueren einer Straße doch auch (wenn man genug Verstand hat).

Aber nein… rüber über die Gleise und dann kam er auch schon. Der Interregio… mit 130 Stundenkilometer.

Durch den Aufprall wurde der unvernünftige Radfahrer gegen die Schrankenanlage geschleudert, wo er dann auch verstarb.

Quelle:
Welt
Südkurier

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Nur mal schnell über die Gleise

Mittwoch, 20. Januar 2010 | 

gleis 19.1.2010, Bahnhof Klecken

In Bahnhöfen gibt es keine Abkürzungen – Ausrufezeichen

"Wir erreichen in Kürze den Bahnhof XYZ. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts…"

Eine solche Ansage hört man in der Regel im Zug und jedem vernünftigen Menschen teilt sie folgende Fakten mit:

1. Wir sind bald da.
2. Es öffnen sich nur die rechten Türen.
3. An den linken Türen hast Du nix zu suchen.
4. Auf der linken Seite des Zuges hast Du nach dem Aussteigen nix zu suchen.
5. Steig rechts aus und gehe in die Richtung weiter!

Ist doch eigentlich nicht so schwer, oder? Warum also lesen wir immer wieder über Menschen, die mal schnell eine Abkürzung nehmen wollten und in einem Bahnhof Gleise an Stellen überqueren, an denen sie nichts zu suchen haben – vornehmlich in Todesmeldungen?

Und so passierte auch im Bahnhof Klecken das, mit dem jeder Mensch rechnen muss…

Ein 20-Jähriger aus Rhumspringe im Landkreis Göttingen kam gegen 23:00 Uhr in Klecken an, stieg aus dem Zug aus und meinte dann, er müsse mal eben hinter dem Zug die Gleise überqueren. Dieser unüberlegte Schritt war auch gleich sein letzter!

Mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h schoss nämlich auf dem Nebengleis der Eurocity aus Richtung Bremen durch den Bahnhof. Der Zugführer bemerkte den jungen Mann – der junge Mann bemerkte den Zug zu spät.

Trotz sofort eingeleiteter Vollbremsung kam der Zug erst nach 900 Metern(!) zum stehen. Da war der Bursche bereits tot.

Bitte liebe Leute, die ihr das lest: Lernt IHR wenigstens etwas daraus!

Quellen:
Harburger
Hamburger Abendblatt
Die Welt

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Darwinpreis 2009 ist vergeben

Montag, 18. Januar 2010 | 

Januar 2010

Meine Leser haben abgestimmt und der Preis ist vergeben…

Ich hätte vielleicht einen anderen Preisträger gewählt, aber letztlich entscheidet Monat für Monat mein Publikum über die Gewinner und aus denen wird der Preisträger des jeweiligen Jahres entschieden.

Überraschenderweise ist der Gewinner des Darwinpreises 2009 jemand, der erst ziemlich zuletzt dazu kam.

Der 22-jährige Yasin A. hatte Langeweile oder war frustriert. So genau werden wir das nicht mehr erfahren. Vielleicht war er auch einfach nur besoffen, stand unter Drogen oder Hormonen…

Jedenfalls befand er sich zum Glück allein in der Berliner U-Bahn-Linie 2, als er sich entschied, etwas Dampf abzulassen.

Zu diesem Zweck randalierte er ein bisschen rum, um sich schließlich an die Haltestange zu hängen und mit beiden Füßen eine der Scheiben nach außen zu treten.

Das gelang ihm auch… Was ihm außerdem gelang war wohl ungeplant.

Hier kann man sich den Fall noch einmal durchlesen

Und hier geht es zu den Abstimmungsergebnissen

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